Riesige Vielfalt, fantastischer Solomodus, Casual-Spaß und kompetitiver Frust - im Rückblick zu Brawl erinnern wir uns an Licht und Schatten beim Wii-Smash!
Wenn wir uns einen Charakter auf dem entsprechenden Auswahlbildschirm ausgesucht haben, werden wir von diesem unmittelbar durch den Lautsprecher in der Wii-Fernbedienung begrüßt. Dieses Feature ist zwar eher trivial, doch für neue Spieler wahrscheinlich eine Überraschung.
In Brawl treffen wir auf zahlreiche bekannte Gesichter wie Mario, Bowser, Link und Pikachu, aber auch die Newcomer des Rosters wissen zu überzeugen. So sind etwa Meta Knight, der Antiheld der Kirby-Reihe, und Pit aus Kid Icarus vertreten.
Hinzu kommt außerdem Zero Suit Samus aus der Metroid-Reihe. Sie hat ohne ihren schweren Power Suit mehr Mobilität und greift mit ihrer paralysierenden Peitsche an. Auch der Pokémon-Trainer feiert in Brawl sein Debut: Der kämpft nicht selbst, sondern schickt seine drei Starter in den Kampf. So wechseln wir in den Kämpfen zwischen Schiggy, Bisaknosp und Glurak.
In Brawl schafften es zusätzlich zum ersten Mal Charaktere ins Spiel, die nicht von Nintendo erschaffen wurden. Die ersten Third-Party-Kämpfer sind hier Snake aus Konamis Metal Gear und Sonic the Hedgehog aus den gleichnamigen Platformern von Sega. In späteren Teilen wurden immer mehr Third-Party-Charaktere hinzugefügt, was stets mit einem hochwertigen Trailer und viel Hype einherging.
Eine Reise durch Nintendo-Welten
Auch die Stages, auf denen wir Kämpfe austragen können, nehmen eine entscheidende Rolle ein: Neben den Klassikern wie Schlachtfeld, Letzte Station und dem Hyrule-Tempel stehen uns größtenteils komplett neue Arenen zur Verfügung. Dazu zählen beispielsweise Piazza Delfino, Halberd und Die belagerte Burg. Deren Besonderheit ist die Transformation zu einem anderen Aufbau mitten im Kampf.
Quelle: PC Games
Super Smash Bros. Brawl: Retro - Ein Casual-Paradies als kompetitiver Albtraum (4)
Auch die Animal-Crossing-Stage namens Smash-Stadt hat sich eingeschlichen, obwohl wir in diesem Spiel gar keinen Charakter aus der Cozy-Game-Reihe auswählen können. Das war uns nämlich erst in den Nachfolgern vergönnt. In Ultimate kam sogar Fan-Favorit Melinda dazu.
Eine Stage, die wir nach Brawl nicht mehr zu Gesicht bekamen, ist das vertikale Auto-Scrolling-Level aus Donkey Kong Jungle Beat namens Rumble Falls. Hier erklimmen wir Etappe um Etappe und versuchen, nicht stecken zu bleiben und den Stacheln auszuweichen. Der Kampf gegen den eigentlichen Gegner kann so nebensächlich werden, da wir zu beschäftigt mit dem Klettern an der Stage sind.
Einen bleibenden Eindruck hinterlässt zudem die Stage Wario Ware. Hier wird nämlich von Zeit zu Zeit der Kampf mit einem Minispiel im Stil der Reihe begleitet. Wenn wir das gewinnen, erwartet uns ein zufälliger Effekt wie Heilung, Metallform oder Unverwundbarkeit.
Sollten wir das Minispiel nicht schaffen, drohen uns aber keine sonderlich schweren Konsequenzen. Wir müssen uns im schlimmsten Fall lediglich mit unseren verstärkten Gegnern abgeben.
Der Gaming-Cross-over ist geboren
Erstmals in Brawl tauchen sogenannte Helfertrophäen als Items auf: Die beinhalten mal eine bekannte, mal eine eher unbekannte Figur aus der Gaming-Geschichte, die daraufhin im Kampf mitmischt. Die Helfertrophäen funktionieren fast wie die bereits bekannten Pokébälle, doch sie beinhalten keine Taschenmonster. So haben hier unter anderem Little Mac aus Punch Out, Gray Fox aus Metal Gear, der Nintendog und Samurai Goroh aus F-Zero einen Kameo-Auftritt.
Das wohl populärste neue Item aus Brawl ist der Smash-Ball. Der fliegt von Zeit zu Zeit zufällig über die Stage. Wenn wir ihn oft genug mit Angriffen treffen, bekommen wir den Zugriff auf einen Ultra-Smash.
Dieser Angriff ist in der Regel äußerst stark und befördert unsere Gegner schneller aus dem Ring, als sie schauen können. Jeder Charakter hat einen anderen Ultra-Smash. Dadurch kamen in den folgenden Teilen mit mehr Kämpfern auch mehr neue Ultra-Smashes dazu.
Wem das Spielen mit Leben oder Zeit nicht gefällt, kann auch den Münzkampf auswählen. Hier zählen nach Ende des Zeitlimits nämlich nicht die verlorenen Leben, sondern die eingesammelten Münzen.
Die werden nach jedem Treffer fallen gelassen und müssen gehortet werden. Der Modus ist zwar nicht sonderlich kompetitiv, doch bietet für kurze Zeit definitiv Spaß. Nachdem der Modus im Nachfolger für Wii U und 3DS noch enthalten war, hören Ultimate-Newcomer wohl gerade zum ersten Mal davon.
