Suicide Squad: Kill the Justice League angespielt - Chaotische Action mit Superschurken

Special Matthias Dammes
Suicide Squad: Kill the Justice League
Quelle: Rocksteady Games

Wir hatten die Gelegenheit die Entwickler von Rocksteady Studios zu besuchen und mehrere Stunden Suicide Squad: Kill the Justice League anzuspielen.

Während wir uns durch Haupt- und Nebenaufgaben kämpfen, verdienen unsere Helden Erfahrungspunkte und steigen im Level auf. Dadurch schalten wir wiederum Skillpunkte frei, die wir in drei Talentbäume verteilen können, die für jeden Charakter einzigartig sind und verschiedene Spielstile aufwerten.

So können wir mit Harley Quinn zum Beispiel einen Skill freischalten, mit dem wir durch Kills mit Harleys SMG einen Damage-Boost für den nächsten Nahkampf-Angriff bekommen. Das fördert den sogenannten "Run-n-Gunner"-Spielstil.

Neben den Talenten findet Charakterentwicklung auch über die Ausrüstung statt. Verschiedene Waffen, Granaten und Mods können ausgerüstet werden, um die Werte der Helden zu steigern.

Die erbeuteten Gegenstände gibt es dabei in den üblichen Seltenheitsstufen von Gewöhnlich bis Legendär. Neben Loot gibt es auch die Möglichkeit, neue Items im Hauptquartier selbst herzustellen.

Dort besteht auch die Möglichkeit, die Werte von Gegenständen neu auswürfeln zu lassen oder sie mit mächtigen sogenannten Afflictions zu verbessern. Diese sorgen für zusätzliche Effekte, meist basierend auf einem bestimmten Elementarschaden.

Der dreiteilige Talentbaum von Harley Quinn. Quelle: PC Games Durch Stufenaufstiege werden Skillpunkte verdient, die wiederum in Talentbäume investiert werden können.

Tempo und Chaos

Um die dafür nötigen Ressourcen zu sammeln, gibt es in der Spielwelt jede Menge zu tun. Neben Storymissionen warten Nebenmissionen und Herausforderungen von Unterstützungscharakteren wie dem Pinguin auf uns.

Natürlich dürfen auch die überall versteckten Rätsel vom Riddler nicht fehlen. Bei diesen schalten wir unter anderem auch neue Outfits und andere Anpassungsmöglichkeiten für die vier Charaktere frei.

All diese Aktivitäten führen uns quer durch Metropolis. Die Stadt ist in verschiedene Distrikte unterteilt, die sich auf den ersten Blick aber nicht groß voneinander unterscheiden.

Allerdings reichte unsere Spielzeit nicht wirklich aus, um uns in Ruhe in der Stadt umzuschauen. Daraus resultiert möglicherweise auch unser erster Eindruck, dass die Stadt sehr künstlich wirkt. Sie machte auf uns in erster Linie den Eindruck, ein Vehikel für die Action des Spiels mit seinen rasanten Bewegungen zu sein und weniger ein Ort, an dem Menschen leben würden.

Die erwähnte temporeiche Action ist auf jeden Fall eines der Kernelemente von Suicide Squad und bildet damit einen starken Kontrast zu den Arkham-Spielen. Batman konnte seine Widersacher zwar auch im offenen Kampf vermöbeln, bevorzugte aber meist doch das Agieren aus den Schatten heraus.

Das Schurken-Quartett steht aber eher auf direkte Konfrontation, gepaart mit schnellen Bewegungen. Das führt dazu, dass es im Kampf schon mal ziemlich chaotisch und hektisch zugehen kann. Bei Massen an Gegnern und vier Protagonisten kann da schnell mal die Übersicht flöten gehen - vor allem im Vier-Spieler-Koop.

Kampf mit Harley Quinn gegen The Flash. Quelle: PC Games Im Bosskampf gegen Flash kann richtig hektisch werden. So klar vor der Flinte hat man den schnellsten Mann der Welt selten. Richtig schlimm wurde das am Ende unserer Anspieldemo, als wir uns im Bosskampf gegen Flash behaupten mussten. Zusätzlich zum ohnehin schon rasanten Kampfgameplay kommt hier also noch der schnellste Mann der Welt, der mit einem Affenzahn über das Schlachtfeld wetzt.

Entsprechend schwer fiel es uns, das Ziel im Auge zu behalten, geschweige denn, Schaden zu verursachen. Aber für Adrenalinjunkies und Fans packender Action ist das vermutlich genau das Richtige. Und schließlich ist es am Ende ja auch sehr befriedigend, wenn es gelingt, einen mächtigen Superhelden niederzuringen.

Wenig sagen können wir bisher übrigens zum Live-Service-Aspekt, der im Vorfeld bereits für einige Kritik am Spiel gesorgt hat. Die entsprechenden Inhalte und Elemente waren schlicht kein Gegenstand unserer Anspieldemo.

Immerhin haben die Entwickler ja bereits angekündigt, nach Release auch einen Offline-Modus nachzureichen. Wenn die Geschichte am Ende überzeugen kann, erwartet DC-Fans mit Suicide Squad: Kill the Justice League (jetzt kaufen 69,99 € ) dann unter Umständen ein durchaus spaßiges Actionspiel.

Fazit

Ein Actionspiel mit rasantem, teils aber auch chaotischem Gameplay, vier recht verschiedenen Charakteren und einem überraschend großen Potenzial in Sachen Story.

Suicide Squad: Kill the Justice League wird von Rocksteady Studios entwickelt und von Warner Bros. Interactive vertrieben. Das Spiel erscheint am 2. Februar 2024 für PC, PlayStation 5 und Xbox Series S/X zum Preis von rund 70 Euro. Transparenzhinweis: Die Reisekosten wurden von Warner übernommen.

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