Serienkritik zu Batman: Caped Crusader - Ein würdiges Erbe für Kevin Conroy!
Special
In unserer Kritik zu Batman: Caped Crusader gehen wir auf das Setting, die Charaktere und den groben Plot ein. Seit dem 01. August ist die Serie auf Prime Video verfügbar.
Batman hatte es die letzten Jahre nicht immer leicht. Zwar konnten Filme wie Joker und The Batman große Erfolge feiern, sodass die Fortsetzungen jener Filme sich längst auf dem Weg befinden. Letzterer bekommt mit The Penguin sogar eine Spin-Off-Serie.
Doch an der Spielefront hat der dunkle Ritter seit Batman: Arkham Knight ziemlich nachgelassen. Es konnten weder Gotham Knights noch Suicide Squad: Kill the Justice League überzeugen. Batman: Arkham Shadow sieht bisher vielversprechend aus, doch der exklusive Release auf der Meta Quest 3 stößt vielen Fans sauer auf.
Dafür kehrt Batman nun auf dem Streaming-Markt zurück! Nach der beliebten Zeichentrickserie aus den 90er-Jahren liefert uns DC einen geistigen Nachfolger namens Batman: Caped Crusader. Damit bekommen wir aber keine reine Neuauflage der bekannten Geschichten vorgesetzt, sondern einige neue Erzählungen und frische Ideen.
Seit dem 01. August können wir auf Prime Video die zehn Folgen der ersten Staffel anschauen. Die dauern jeweils nur ungefähr 25 Minuten, sodass wir die Serie schnell bingen können.
Achtung: Ab jetzt folgen einige Spoiler zur Serie!
Auf den Schultern von Riesen
Wie Bruce Wayne ist auch das Produktionsteam hinter Caped Crusader nicht von schlechten Eltern. Mit Bruce Timm als Produzenten kehrt einer der Verantwortlichen hinter der ursprünglichen Animationsserie zurück.
Außerdem sind J. J. Abrams und Matt Reeves im Produktionsteam vertreten. Letzterer führte bei The Batman aus 2022 Regie und ist auch bei der kommenden Serie über den Pinguin aus dem gleichen Universum dabei.
Da Batman noch am Anfang seiner Verbrecherjagd steht, fallen Kennern viele Elemente aus dem beliebten Comic "Year One" auf. Dennoch ist sich Caped Crusader nicht zu schade, auch ein paar direkte Referenzen an die 90er-Serie zu machen. An manchen Stellen fühlen wir uns auch an The Batman aus dem Jahr 2022 erinnert, der ebenfalls die Geschichte eines jungen Batmans erzählt.
Quelle: DC
Zwar erinnert der Animationsstil sehr an die Zeichentrickserie, doch wurde das Gesamtwerk erheblich modernisiert. Schließlich kamen in den letzten zwei Jahrzehnten mehr als genug animierte Batman-Filme und -Serien auf den Markt. Dazu zählt auch die Filmadaption aus dem Jahr 2011 zum eben angesprochenen Year One, die der Serie stilistisch am ehesten ähnelt.
Nachdem Kevin Conroy, der wohl ikonischste Sprecher von Batman, vor zwei Jahren verstorben ist, hören wir einen neuen Bruce Wayne. Im Englischen wird der von Hamish Linklater vertont, der mit kühler und mysteriöser Stimme hervorragende Arbeit leistet. Im Deutschen ist David Nathan auf den Straßen von Gotham City im Einsatz. Ihn kennen wir als die Synchronstimme von Christian Bale, der Batman in der Dark-Knight-Trilogie von Christopher Nolan verkörperte.
