Die zwölf Tage von Star Trek: Die besten Weihnachtsfolgen von Enterprise und Co.
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Geschenke, Schnee und Ärger mit der Familie: Autor und Star-Trek-Guru Sebastian Göttling verrät euch, welche Folgen von Star Trek ihr zu Weihnachten unbedingt angucken müsst.
Doch es kommt noch schlimmer: kurz darauf schickt Archer seine Crewmitglieder Reed und Mayweather zur Erkundungsmission auf einen eisigen Kometen. Ganz winterlich-weihnachtlich nimmt sich Mayweather auf der Kometenoberfläche die Zeit, einen vulkanischen Schneemann zu bauen.
Als ihr beider Shuttle in eine Gletscherspalte rutscht, muss Archer all seinen Stolz herunterschlucken und das vulkanische Schiff zurückrufen.
Wie an so manchem Weihnachtsmorgen backt "Sohnemann" Archer ganz kleine Brötchen den "Eltern" gegenüber, nicht nur um des lieben Friedens willen, sondern auch, um seine beiden Untergebenen zu retten.
Quelle: Paramount
In den beiden großen Weltkriegen war Feldpost zu Weihnachten für die Soldaten, die gerade am höchsten aller Festtage besonders viel Heimweh hatten, die einzige Möglichkeit, wenigstens für ein paar Momente Wärme und Anwesenheit der Familie zu spüren. Deswegen gibt es am vierten Tag der Star-Trek-Weihnacht die Voyager-Episode Hunters (Jäger).
Eigentlich ist die Voyager im Delta-Quadranten gestrandet und so weit von der Erde entfernt, dass nicht einmal Feldpost möglich ist, doch in dieser Geschichte tut sich für kurze Zeit eine Rettungsleine in die Heimat auf. Schon in der Folge zuvor begegnete das Schiff einer uralten Kommunikationsstation, die einmal quer durch die Milchstraße funken kann, und über diese prekäre Verbindung empfängt man nun Postkarten von zu Hause.
Am größten ist eigentlich das Heimweh des Ensign Harry Kim, und während die Daten der Briefe nur quälend langsam und mit zahllosen Unterbrechungen die Voyager erreichen, ist Harry derjenige, der am dringendsten nachfragt, ob endlich eine Botschaft von seinen Eltern dabei sei.
Anders verhält es sich mit Harrys bestem Freund Tom Paris, dem Bad Boy an Bord, der eigentlich froh ist, gestrandet zu sein und nicht mehr andauernd die Enttäuschung seines Admiralsvaters aufs Butterbrot geschmiert zu bekommen. Als sich ein Brief für Tom ankündigt, ist er deswegen oberflächlich nicht interessiert daran und flüchtet sich in seine Arbeit auf die Brücke.
Doch als am Ende der Episode die Kommunikationsstation zerstört wird, Harry in letzter Minute einen Brief von seinen Eltern bekommt, während die Botschaft für Tom verloren geht, ist nicht ganz klar, wessen Sehnsucht eigentlich die größere war.
Quelle: Paramount
Die Deep-Space-Nine Episode Destiny (Trekors Prophezeiung) -übrigens ganz frisch bei Trek am Dienstag im Podcast erschienen - hat fast alles, was ein traditionelles Krippenspiel benötigt, und ist deswegen die perfekte Wahl für den fünften Tag der Star-Trek-Weihnacht. Stationskommandant Benjamin Sisko gilt auf dem Planeten Bajor, in dessen Nähe sich DS9 befindet, als religiöse Figur, genauer gesagt als der Abgesandte der Propheten.
Bei diesen handelt es sich tatsächlich um außerirdische Wesen, die im benachbarten Wurmloch hausen und für die Zeit und Raum keinerlei Bedeutung hat, weswegen ihre Wortmeldungen, die nur äußerst selten und kostbar über die Jahrtausende Bajor erreichten, die Zukunft vorhersehen und als Prophezeiungen gelten.
Eine dieser Weissagungen klingt auf den ersten Blick gar fürchterlich, denn sie besagt, dass eben jenes Wurmloch zerstört werden soll, wenn gewisse, vage ausformulierte Bedingungen eintreten. Nach und nach ereignen sich immer mehr Dinge, auf welche diese Aussagen zutreffen könnten, und so wächst die Angst vor der Apokalypse zunehmend.
Beteiligt an der Handlung sind auch drei cardassianische Wissenschaftlerinnen, Stellvertreterinnen für die drei Weisen aus dem Morgenland - dann erscheint am Firmament ein Komet, ganz offensichtlich der Stern über Bethlehem - und am Ende bewahrheitet sich zwar der uralte Text, aber auf unerwartet optimistische Art und Weise. Man hätte die Prophezeiung einfach viel weihnachtlicher lesen müssen, dann hätte man sich eine Menge Panik erspart.
Was der DS9-Episode Destin" jedoch zum perfekten Krippenspiel fehlt, ist das Kindlein im Stroh - und deswegen gibt es am sechsten Tag der Star-Trek-Weihnacht den Enterprise-Zweiteiler Demons/Terra Prime (Dämonen/Terra Prime).
Eine Geschichte, die aktueller kaum sein könnte, denn der Chef einer fremdenfeindlichen Erdmiliz, gespielt von Robocop-Darsteller Peter Weller, klont aus der DNS zweier Enterprise-Crewmitglieder ein Baby, genauer gesagt das der Vulkanierin T'Pol und des menschlichen Chefingenieurs Trip Tucker. Terra Prime, so heißt diese Terrorgruppe, möchte damit zeigen, dass Leben, welches aus der Vielfalt entsteht, nicht überlebensfähig ist.
Das Baby ist Teil eines größeren Plans, sämtliche Außerirdische von der Erde zu verbannen, den Kontakt zum Rest der Galaxis abzubrechen und die Erde in einer isolationistischen Diktatur abzuschotten. Am Ende obsiegt der weihnachtliche Friede unter den Völkern - auch gebracht vom kleinen Kindlein - über den Fremdenhass, denn Terra Prime ist geschlagen und eine große Konferenz der Gründungsvölker der zukünftigen Föderation wird zum vollen Erfolg.
Traurig ist das Ende jedoch für Trip und T'Pol, denn die kleine Elizabeth, so heißt das vulkanisch-menschliche Kindlein, ist tatsächlich nicht überlebensfähig.
Es stirbt und bringt seine beiden "Eltern" dennoch in Liebe zusammen. Doch da es sich bei der Serie um ein Prequel handelt, schimmert für das Publikum die Hoffnung durch, denn sie wissen längst, dass ein Jahrhundert später ein Kindlein beider Völker zum intergalaktischen Friedensbringer werden wird - die Rede ist von niemand geringerem als Mr. Spock.
Quelle: Paramount
Tragisches Krippenspiel im 22. Jahrhundert
Kurz nach Weihnachten unserer jüngeren Vergangenheit, genauer gesagt am 27. Dezember 2000, beginnt die Handlung der Voyager-Episode 11:59 (23:59), weswegen sie eine großartige Wahl ist für den siebten Tag der Star-Trek-Weihnacht. Die Wissenschaftlerin Shannon O'Donnel, soeben bei der NASA rausgeflogen, fährt in ihrem klapprigen Auto durch einen Schneesturm. Als die Karre endgültig den Geist aufgibt, ist sie gestrandet in Portage Creek, Indiana.
