Star Citizen: Der wahre Grund, warum die Weltraum-Sim so beliebt ist!

Special Carlo Siebenhüner
Star Citizen: Der wahre Grund, warum die Weltraum-Sim so beliebt ist!
Quelle: Roberts Space Industries

Star Citizen ist seit über zehn Jahren in Entwicklung und lange nicht fertig. Trotzdem zieht die Space-Sim mehr Leute an. Aber was treiben die da eigentlich

Und das Projekt selbst? Das wurde durch die wachsenden Geldmengen immer größer und ausufernder geplant. Mehr Features, größerer Umfang, höherer Detailgrad.

Wo steht die Entwicklung von Star Citizen?

Der ursprüngliche Release war für 2014 geplant. Das war 2012 aber auch schon halsbrecherisch eng gedacht und das große Interesse der Fans brachte den Plan komplett durcheinander. Mit den damals schon großen Geldmengen im Rücken wandte sich Chris Roberts 2015 dann mit einem langen Brief an die Backer und fragte, ob man das Projekt so wie ursprünglich versprochen abliefern oder doch zur Größenordnung des heutigen Projekts aufziehen soll. Wie die Community entschieden hat, kann heute jeder sehen.

Die Grundidee ist aber noch da. Ein großes frei begehbares Universum, in dem man machen kann, was man will. Dafür entkoppelte man Storykampagne und Sandbox-Universum. Für den Singleplayer namens Squadron 42 konnte man große Namen wie Mark Hamill oder Gary Oldman verpflichten. Spielen kann man ihn allerdings bisher nicht, denn laut Roberts soll Squadron 42 fertig erscheinen.

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Dafür ist das freie Sandbox-MMO-Universum namens Star Citizen aber für alle Backer zugänglich. Hier können Spieler bereits seit vielen Jahren eintauchen und sich ein Bild vom Zustand des Spiels machen. Der schreitet zwar stetig voran, nur ist man eben über zehn Jahre später noch weit von einer Fertigstellung entfernt und weiterhin in der Alpha. Das hat vor allem technische und auch organisatorische Gründe.

Wollte man anfangs beispielsweise noch auf externe Studios bauen, die die Entwicklung unterstützen, konnte man sich mit den enormen Geldsummen ein eigenes globales Studionetzwerk aufbauen. Das war auch bitter nötig, denn einerseits benötigt man für so ein Projekt eine ordentliche Teamstärke.

Andererseits muss man die verwendete Lumberyard-Engine extrem modifizieren, damit man die Ziele überhaupt umsetzen kann. Das ging so weit, dass man dem Technikgrundgerüst jetzt mit "Star Engine" einen eigenen Namen gegeben hat, da wohl nicht mehr viel von der ursprünglichen Engine übrig ist.

Die Star Engine

In einer 24-minütigen Präsentation zeigten die Entwickler von Star Citizen Ende 2023, was mit der einzigartigen Technik alles möglich sein soll. Da sehen wir eine Reise durchs Weltall zu Planeten, die wir bereisen, die detaillierten Landschafts- und Klimasimulationen, die riesigen Städte und beeindruckenden Raumschiffe, in denen überall NPCs, aber natürlich auch zahlreiche Spieler umherlaufen. Dazu gibt es noch Kämpfe, Katastrophen und mehr.

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Das beeindruckendste ist aber wohl, dass das alles ohne Ladezeiten passiert und nahtlos gestreamt wird. In einigen Teilen ist das auch bereits Realität im Spiel. Jedoch hat Star Citizen auch noch einige Einschränkungen.

Aktuell dürfen beispielsweise nur 100 Spieler gleichzeitig auf einen Server, 400 werden gerade getestet. Das Ziel ist es, alle Server und damit alle Spieler zu einem großen und dynamisch skalierbaren Konstrukt zusammenzuschließen. Doch das ist gar nicht so einfach und die Technik dahinter musste sich Cloud Imperium Games über viele Jahre mühsam selbst zusammenschrauben.

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Anfang 2024 ist das erste Testspieler-Schiff mit Crew und Inventar nahtlos von einem Sternensystem zum anderen geflogen und damit von einem Server zum nächsten. Damit wurde Entwicklungsgeschichte in Star Citizen geschrieben, denn lange Zeit wurden diese ambitionierten Netzwerkpläne von Fans und vor allem Kritikern argwöhnisch beäugt.

Inhaltlich ist die aktuelle Marschrichtung für die Alpha, das erste Sonnensystem Stanton mit den wichtigsten Kernfeatures auszustatten, bevor man sich an weitere Sternensysteme wagt. Dazu gehören natürlich die Gameplaymechaniken, aber auch technische Features, die den Traum vom nahtlosen Universum möglich machen.

All das wird in sehr regelmäßigen Updates von den Entwicklern dokumentiert. Der Entwicklungsprozess von Star Citizen ist also mittlerweile sehr transparent nachzuvollziehen. Das sind die Entwickler den Backern einerseits natürlich schuldig, andererseits führt diese detaillierte Dokumentation ebenfalls dazu, dass viel Zeit und Geld draufgeht.

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