Burgen und Schlösser finden wir vor allem in Mittelalter- und Fantasy-Geschichten. Die Bauwerke üben so eine Faszination aus, dass sie häufig als Schauplätze in Videospielen genutzt werden. Aber was macht sie eigentlich so besonders?
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Stattdessen werden die zahlreichen Räume und Gänge zum verhängnisvollen Labyrinth, durch das ihr euch mit der blutrünstigen Schlossherrin auf den Fersen navigieren müsst. Die immer wieder eingestreuten Rätsel und Hindernisse, die mithilfe zur Atmosphäre passenden Elementen überwunden werden müssen, runden den schaurigen Gesamteindruck ab.
Schließlich könnt ihr das Bauwerk hier nicht in aller Ruhe erkunden und dem gesellschaftlichen Treiben zusehen, ohne dass ihr euer Leben mit jeder wertvollen Sekunde aufs Spiel setzt. Eindrucksvoll ist das Schloss Dimitrescu trotz des hohen Risikos aber allemal.
Nachdem wir es aber bereits mehr oder weniger unbeschadet aus dem Horrorschloss herausgeschafft haben, möchten wir kein weiteres Mal dahin zurückkehren und stattdessen viel lieber einen Ausflug nach Rumänien machen und die reale Vorlage in Sinaia bestaunen.
Geisterhafter Gothic Horror im Verlassenen Schloss Cainhurst
Den Bezug zu Dracula finden wir zwar nicht beim Wohnsitz der Vampir-Lady, dafür aber in Bloodborne wieder. Das Werk von FromSoftware ist wie ein spielbarer Schauerroman aus der Zeit der schwarzen Romantik - besser bekannt als englischsprachige Gothic Novel.
Quelle: PC Games
Das Verlassene Schloss Cainhurst befindet sich in einem geheimen Gebiet von Bloodborne.
Um das Verlassene Schloss Cainhurst überhaupt zu Gesicht zu bekommen, müsst ihr über eine entsprechende Einladung verfügen und zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein. Dafür werdet ihr nach einer Kutschfahrt mit dem eindrucksvollen Anblick des geheimen Gebiets belohnt.
Cainhurst wurde stark von Schloss Bran inspiriert, also dem rumänischen Bauwerk, das ebenfalls als Vorlage für den Schauplatz von Bram Stokers Roman Dracula gedient hat. Auf Deutsch ist das Schloss auch unter dem Namen Törzburg bekannt. Allerdings erwarten euch dort keine Vampire, sondern jede Menge Geister.
Ihr dürft nur wenige Schritte in der Eingangshalle machen, nachdem ihr euch vor der Eiseskälte gerettet habt, bevor euch die ersten Geister an den Kragen wollen. Doch nicht alle der leblosen Damen in langen Kleidern stürzen sich direkt auf euch: Wenn ihr sorgsam lauscht, könnt ihr fast im gesamten Schloss leises Schluchzen vernehmen.
Quelle: PC Games
Das Mondlicht in der gigantischen Bibliothek rundet den mystischen Eindruck von Cainhurst ab.
Euch erwartet also so gut wie keine lebende Seele in dem Geisterschloss, bei dem in bester Souls-Manier das Erkunden samt dem Entdecken von Abkürzungen im Vordergrund steht.
Habt ihr euch durch die gigantische Bibliothek voller rachsüchtiger Geister und entlang der verschneiten Außenmauern manövriert, erwartet euch auf dem Dach noch eine unheimliche Überraschung.
Allein für den Anblick des Schlosses bei stetiger Nacht lohnt es sich, den Umweg in das versteckte Gebiet auf sich zu nehmen. So abgelegen, wie Cainhurst sich beim Blick von den Dächern aus präsentiert, verstehen wir gleich noch besser, wieso ausgerechnet Schloss Bran als Vorbild gedient hat.
Schließlich befindet sich auch Draculas imposanter Wohnsitz im Roman mitten im Nirgendwo. Das klingt sehr beschaulich (und schauerlich), aber noch lieber würden wir jetzt einen Abstecher nach Transsylvanien zum direkten Vergleich machen.
Von dort aus ist es auch gar nicht mehr so weit bis zum Schloss Peleș - wir hoffen allerdings, dass beide Bauwerke in Rumänien ganz ohne Vampire und Geister auskommen. Cainhurst steht also sowohl spielerisch als auch optisch im starken Kontrast zu einer mittelalterlichen, realistischen Burg wie Trosky aus Kingdom Come: Deliverance 2, bei der ihr Zeuge des alltäglichen Lebens werdet - denn davon ist in Bloodbornes Schloss nichts mehr übriggeblieben.
