Wenn Fans es besser können: So stehlen Mods und Fan-Games Blockbustern die Show
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Fan-Games, Mods und Co. gehören zur Gaming-Branche wie Call of Duty, Zelda und Indie-Games - und sie sind häufig besser als das Original!
Einen weiteren Versuch, Mods kostenpflichtig zu machen, startete Bethesda letztes Jahr mit den Bethesda Game Studios Creations für Skyrim, einer Art Upgrade für den Creation Club. Auch hier können Modder sich mit ihren Mods bewerben, dürfen aber ihre eigenen Preise setzen und müssen weniger strengen Regeln folgen.
Zum Beispiel müssen Mods nicht mehr Lore-freundlich sein. Manche unabhängigen Entwickler nutzen dieses Update nun, um Einnahmen zu generieren. Andere Mod-Autoren und Fans sind abermals beunruhigt: Nicht nur, weil Bethesda erneut die kostenpflichtige-Mod-Route nimmt, sondern auch, weil sie sich um die Zukunft anderer Bethesda-Spiele wie Starfield sorgen, die vielleicht das gleiche Schicksal ereilen könnten.
Zusätzlich sorgen solche Updates dafür, dass Mods, die über den Skyrim Script Extender SKSE (ein Toolkit der Community, das mehr Anpassung ermöglicht) laufen, nicht mehr funktionieren, und man zuerst auf ein Update von SKSE warten muss.
Grundsätzlich gibt es nichts daran auszusetzen, wenn ein Spiel einen großen Mod-Support hat. Ein Problem ist es, sobald die Mods nicht mehr nur ein spaßiger Zusatz, sondern essenziell sind, um das Game vollständig genießen zu können.
Genauso beanstanden Fans auch nicht, dass Modder für ihre Mühen entschädigt werden, sondern viel mehr, dass Bethesda selbst Profit daraus ziehen will, und das auch noch, indem Spieler für etwas zahlen müssen, das sonst eigentlich kostenlos ist.
Zwischen zwei Stühlen
Fan-Content steht in der Gaming-Industrie zwischen zwei Stühlen. Auf der einen Seite werden Fans auch in Zukunft Content zu ihren Lieblingsspielen erschaffen - sei es nur aus bloßer Fan-Liebe oder mit dem Ziel, damit einmal Geld zu verdienen. Sie können sich nämlich nicht aussuchen, was sie mögen oder wovon sie inspiriert sind.
Auf der anderen Seite werden sie immer damit rechnen müssen, dass die Entwickler des Originalspiels früher oder später darauf reagieren, ob positiv oder negativ. Oft geht es nicht darum, Fans ihre Kreativität zu verweigern und ihren Mund zuzukleben, sondern darum, die eigene IP zu schützen.
Machen wir uns nichts vor, das Wichtigste wird für Spieleunternehmen immer der höchstmögliche Profit sein. Daher sind sowohl Bethesdas Versuche, Mods kostenpflichtig zu machen, als auch Valves Versuche, Mods zu eigenen Spielen zu machen und zu verkaufen, kein überraschendes Verhalten.
Es bleibt abzuwarten, wie sich Fan-Content in der Zukunft entwickeln wird. Werden Fans weiterhin darum kämpfen müssen, ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen oder werden alle Unternehmen mit der Zeit offener? Dieser Konflikt zwischen unabhängigen Entwicklern und Spieleunternehmen wird uns mit Sicherheit noch lange begleiten.
