Die spielbare Bibliothek: Das Potenzial von Buchvorlagen für Videospiele
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Es gibt nicht nur The Witcher und Herr der Ringe: Wir nehmen euch mit auf eine Reise durch die Welt von Videospielen, die auf Büchern basieren.
Der künstlerischen Freiheit sind dann keine Grenzen gesetzt, da das Ursprungsmaterial nicht nur nach Belieben verwendet, sondern auch entfremdet werdend darf, schließlich gibt es keine Auflagen, an die sich Entwicklerstudios halten müssten. Das hat sich auch das Team von Twice Different zunutze gemacht, die in Winnie's Hole den niedlichen, honigliebenden Bären Winnie Puuh in ein grausiges, mutiertes Monster verwandelt haben.
Der reinste Medienstrudel: Spiele, Bücher und Filme
Lizenzen funktionieren ebenfalls in der anderen Richtung, weshalb es vorkommt, dass ihr in der Buchhandlung über einen Roman oder Comic zu einem bestimmten Videospiel stolpert. Beispiele dafür sind Assassin's Creed, Mass Effect und Resident Evil, wo ihr dank begleitender Romane und Comics nach dem Abspann noch weiter in die Welten eintauchen könnt. Je nach Reihe erzählen die literarischen Adaptionen manchmal die Geschichte des Spiels nach, andere Umsetzungen erweitern das Universum oder weichen von der ursprünglichen Handlung ab. Trotzdem sind sie eine tolle Möglichkeit, das Gedächtnis aufzufrischen oder weniger spielebegeisterten Freunden die Geschichten näherzubringen.
Außerdem gibt es noch Filmadaptionen, die sich ein Franchise vorknöpfen und auf die Kinoleinwand bringen. Während der Super-Mario-Bros.-Film einen Rekord nach dem anderen bricht, werden viele Videospielverfilmungen ihren Vorlagen nicht gerecht und sorgen für enttäuschte Fans und leere Kinokassen, wie sich vor ein paar Jahren am Beispiel von Assassin's Creed zeigte.
Quelle: Bioware
Mass Effect
Egal von welchem Medium ins andere gewechselt wird, es gibt immer sowohl Vor- als auch Nachteile, wenn sich ein Unternehmen entschließt, eine bereits bestehende Vorlage aufzugreifen und umzusetzen.
Letztendlich liegt es bei Videospieladaptionen literarischer Werke in den Händen des Entwicklerteams, seinen eigenen Weg zu gehen und einen Titel zu erschaffen, der die Vorlage respektiert und dennoch genügend Raum für kreative Ideen lässt.
Außerdem warten in den Bücherregalen dieser Welt noch einige Bände darauf, sich von den bedruckten Seiten zu lösen und stattdessen über den heimischen Bildschirm zu flackern.
Unsere Wunschliste ist lang, von einem Spiel zu Game of Thrones im Stil von The Witcher, zur Abwechslung mal einem richtig guten Spiel zu Der Herr der Ringe oder weiteren düsteren Märchenverschnitten à la Alice: Madness Returns.
Für Letzteres hat die Autorin Christina Henry einiges in petto, was wir uns gut als Spiel vorstellen können, unter anderem ihre Neuinterpretation von Peter Pan in Lost Boy. Und bis dahin tauschen wir den Controller zeitweise gerne gegen ein dickes, gebundenes Buch ein und gönnen unseren Augen eine Pause vom Blaulicht. Schließlich gibt es noch so viele Geschichten, die von uns entdeckt werden wollen.
