Sind Soundkarten sinnvoll? Wissen, Tipps und Marktübersicht rund um Soundkarten

Special Antonio Funes
Sind Soundkarten sinnvoll? Wissen, Tipps und Marktübersicht rund um Soundkarten
Quelle: Creative

Alte PC-Hasen erinnern sich vielleicht noch an die Zeiten, als eine Soundkarte Pflicht war, um überhaupt Spiele und Musik am PC zu genießen. Inzwischen hat jedes Mainboard einen meist ordentlichen Soundchip - lohnt sich eine separate Soundkarte überhaupt? Mit Tipps zu Wissen und Technik wollen wir dies klären, hinzu kommt eine große Marktübersicht mit Soundkarten.

Luxuskomponente Soundkarte?

Soundkarten sehen viele Nutzern heutzutage eher eine Art Luxusartikel - dabei ist der Sound an einem Spiele- oder Multimedia-PC nicht gerade unwichtig. Aber so ganz unrecht haben diejenigen, die eher von Luxus sprechen, nicht.
Denn in aller Regel reicht der Onboardsound des Mainboards für die Lautsprecher oder Kopfhörer, die viele typischerweise nutzen, völlig aus. Immer mehr Gamer verwenden dann, wenn sie den Sound intensiv genießen wollen, ohnehin ein USB-Headset, welches einen eigenen Soundchip hat, so dass weder der Onboardsound noch eine eventuell vorhandene extra Soundkarte überhaupt etwas zu tun hat.

Doch manch einer besitzt trotzdem eine Soundkarte - sei es, da er gute Lautsprecher oder Kopfhörer hat und diese ausnutzen will, oder sei es, da er einfach nur ein paar Features sucht, die sein Onboardsound nicht bietet. Hinzu kommen Anwender, bei denen der Onboardsound defekt ist oder anderweitige Probleme bereitet. Die genaueren Pro und Kontras einer Soundkarte schildern wir später noch, zudem haben wir eine Marktübersicht mit 30 aktuellen internen und externen Soundkarten vorbereitet. Zuerst erklären wir einige allgemeine Dinge rund um Soundkarten.

Was macht eine Soundkarte?

Eine Soundkarte verarbeitet - wie der Name schon sagt - die Befehle von Anwendungen, die mit Sound zu tun haben. Schaut ihr beispielsweise ein Video, dann sorgt die Soundkarte dafür, dass die Tonspur des Filmes an der Ausgabebuchsen (Line-Out) zur Verfügung steht und gegebenenfalls durch von euch gewählte Einstellungen angepasst wird - so gibt beispielsweise dynamische Effekte, die dafür sorgen, dass der Ton in allen Szenen auf ein gleiches Niveau angehoben oder gesenkt wird. Dies soll verhindern, dass nach einer Szene, in der die Schauspieler leise reden, der Ton einen plötzlich vom Stuhl fegt, nur weil auf die leise Szene eine Bombenexplosion folgt, welche durch die Filmemacher "realistischerweise" viel lauter als die Sprechszene ist. Ein anderes Beispiel, auch wenn Puristen die Nase rümpfen werden: Für Musik gibt Effekte, die vor allem für Partys die Musik noch druckvoller machen sollen.

Creative Sound Blaster Audigy FX Quelle: Creative Creative Sound Blaster Audigy FX Wie genau funktioniert aber die Übermittlung des Tons an die Boxen oder Kopfhörer? Falls ihr ein Boxenset angeschlossen habt, dann dürfte dies in den allermeisten Fällen ein analoges Boxenset sein. Der 3,5mm-Stecker, der in der Buchse der Soundkarte steckt, nimmt kleine Stromschwankungen auf, die an der Buchse anliegen und von der Soundkarte dorthin "geschickt" wurden. Die Schwankungen wandern über das Kabel zu den Boxen und werden dort mit einem eingebauten Verstärker aktiv verstärkt (daher spricht man auch von "aktiven" Boxensets, die stets einen eigenen Stromstecker haben), um die Boxenmembranen zum Schwingen zu bringen, so dass Schallwellen entstehen. Bei Kopfhörern funktioniert der Vorgang genauso - lediglich der Verstärker, den aktive Lautsprecher haben, fällt weg, da der Strom aus den Soundkartenbuchsen für Kopfhörer bereits stark genug ist. Da es Stromschwankungen und keine digitalen Daten (also kein 0 oder 1, an oder aus) sind, spricht man von analogem Sound. Eine 3,5mm-Soundkartenbuchse hat zwei Kanäle - für Stereo also den Ton links und rechts. Bevor der Ton bei der Buchse als analoger Strom ankommt, ist er aber digital - ansonsten könnte der PC die Daten ja auch gar nicht verarbeiten. Eine Baueinheit der Soundkarte wandelt den digitalen Ton um, bevor er zur Buchse gelangt - es handelt sich dabei um den D/A-Wandler. Dieser ist besonders wichtig für die endgültige Soundqualität der Soundkarte, sofern ihr den Ton nicht digital (zum Beispiel über ein optisches Kabel) sendet. Auch Geräte wie CD-Player (für ihre beiden analogen Cinch-Ausgänge) oder Smartphones (für den Kopfhörerausgang) haben übrigens einen D/A-Wandler, denn auch hier müssen digitale Daten in ein analoges Signal umgemünzt werden.

  1. Seite 1 Soundkarten: Luxus? Was macht eine Soundkarte?
  2. Seite 2 Soundkarten: Surroundsound analog, digital und als Simulation
  3. Seite 3 Soundkarten: Wann lohnt sie sich? Extern oder intern?
  4. Seite 4 Soundkarten: Audiointerfaces und Erklärung von Fachausdrücken
  5. Seite 5 Soundkarten: Marktübersicht mit 30 Soundkarten
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