Sniper Elite Resistance im Test: Jetzt geht's den Nazis wieder an die Nüsse!

Test Michael Grünwald
Sniper Elite Resistance im Test: Jetzt geht's den Nazis wieder an die Nüsse!
Quelle: Rebellion/PC Games

Neuer Charakter, ähnliches Spiel: Mit Sniper Elite Resistance geht die beliebte Reihe in die nächste Runde. Das meiste bleibt aber beim Alten.

Das ist doch Propaganda

In die nagelneuen Propagandaherausforderungen habe ich mich aber bereits gestürzt. Dort übernehme ich einen beliebigen Widerstandskämpfer und muss innerhalb eines Zeitlimits eine bestimmte Anzahl an Feinden töten.

Freigeschaltet werden die Missionen über gefundene Propagandaplakate in der Kampagne. So richtig begeistern können mich die Aufträge allerdings noch nicht. Für besondere Kills wie Nahkampfangriffe bekomme ich einen Zeitbonus gutgeschrieben; sobald ich entdeckt wurde, gibt's dagegen weniger Punkte für die Endabrechnung und auch keine Zeitgutschrift.

Sieben Herausforderungen kann ich derzeit spielen und in jeder stehen mir andere Waffen, verschiedene Gegner und ein unterschiedliches Zeitlimit zur Verfügung. Für zwischendurch sind die Aufträge ganz nett, ein Gamechanger werden sie aber vermutlich nicht.

Der Spieler geht hinter Sandsäcken vor einem Panzer in Deckung Quelle: Rebellion

Nicht hübsch, nicht hässlich

Bleibt noch ein Blick auf die Technik. Grafisch macht es Resistance wie die Vorgänger. Eine Revolution bleibt aus, aber zumindest die Schauplätze sind liebevoll gestaltet und wirklich schön anzusehen. Die Charaktere sehen dagegen eher blass aus. Mimik und Gestik sind ebenfalls ein wenig aus der Zeit gefallen.

Doch die Prioritäten liegen anderweitig, und deswegen reicht die Optik aus. Kantenflimmern und andere Texturfehler fallen mir zwischendurch aber schon deutlich auf. Vielleicht spendieren die Entwickler dem nächsten Teil endlich ein großes Grafik-Update.

Über ein paar Bugs bin ich auch gestolpert. Ärgerlicherweise kämpft das Spiel wie schon der Vorgänger wieder mit Problemen, wenn ich über Stufen steige. Manchmal bleibt meine Figur nämlich an einer unsichtbaren Wand hängen, und in einem blöden Moment kann das zum Auffliegen der Tarnung führen.

Erste klasse finde ich dagegen die Sound-Kulisse. Waffen, Explosionen und viele andere Effekte hören sich absolut wuchtig an. Das passt super zum Weltkriegs-Shooter. Auch die englischen Sprecher machen einen guten Job, eine deutsche Vertonung besitzt das Spiel jedoch nicht. Immerhin Untertitel sind in sämtlichen Sprachen zuschaltbar.

Insgesamt bekomme ich wieder ein umfangreiches Paket geboten, doch komplett überzeugen kann mich auch Sniper Elite Resistance nicht. Mir fehlen die Abwechslung in den Missionen und eine spannende Geschichte.

Wertung zu Sniper Elite Resistance (PC)

Wertung:

7.0 /10
Fazit

Ach, Sniper Elite, was machst du mit mir? Ich würde dich gerne noch viel mehr mögen, aber es wäre so viel mehr möglich!

Ab dem 30. Januar gibt's Sniper Elite Resistance für PC, PS5 und Xbox Series X/S. Für 50 bis 60 Euro erhaltet ihr kurzweilige Action gepaart mit gutem Stealth-Gameplay. Wer die Vorgänger mochte, macht auch mit dem neuen Teil nichts verkehrt. Transparenzhinweis: Für die Erstellung dieses Beitrags wurde uns die Release-Fassung vom Publisher zur Verfügung gestellt.

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