Sniper Elite Resistance im Test: Jetzt geht's den Nazis wieder an die Nüsse!
Test
Neuer Charakter, ähnliches Spiel: Mit Sniper Elite Resistance geht die beliebte Reihe in die nächste Runde. Das meiste bleibt aber beim Alten.
Am eigentlichen Gameplay ändert sich dabei nichts im Vergleich zum Vorgänger. Ich steige über Hindernisse, klettere an Ranken sowie Regenrinnen und Hauswände nach oben, robbe durch hohes Gras und knacke zwischendurch immer wieder Schlösser.
Auch das Gunplay verändert sich nicht. Das ist aber okay, denn das Handling der Waffen bleibt eine Stärke der Reihe. Bei weiten Schüssen muss ich die Corioliskraft einberechnen, damit meine Kugel ihr Ziel trifft. Die Atmung meines Charakters spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Nach einem Vollsprint schießt es sich schließlich weniger genau.
Kein Hit, man!
Mein Highlight ist es aber dennoch, wenn ein gut geplanter Durchlauf heimlich funktioniert und mich kein Feind entdeckt. Das bringt schließlich noch ein paar mehr Glücksgefühle. Für die perfekte 3-Sterne-Wertung am Ende ist's allerdings egal.
Einige Möglichkeiten in der Spielwelt habe ich außerdem, um Kills wie einen Unfall aussehen zu lassen. Die sind aber nur sehr begrenzt vorhanden und meine Gegenspieler werden so auch aufmerksam auf mich. Als Fan der Hitman-Reihe fehlen mir in Resistance erneut weitere Gelegenheiten, um Personen lautlos auszuknipsen.
Die leichteste Variante ist es, Werkbänke in den Locations zu finden und sich dadurch Aufsätze wie Schalldämpfer für die unterschiedlichen Waffentypen freizuschalten. Erst dann kann ich mit meinem Scharfschützengewehr auf Entfernungsabschüsse setzen, zuvor mache ich die halbe Belegschaft der Hakenkreuzträger auf mich aufmerksam.
Schon in Sniper Elite 5 hätte ich mir weitere Schleich-Features gewünscht, und dabei muss ich auch im neuen Teil bleiben. Die Entwickler lassen in dem Punkt einiges an Potenzial liegen. Das Ganze könnte zumindest optional integriert werden, wer mehr auf Weitschuss-Kills setzt, darf dann auch bei seinem Spielstil bleiben.
Das kommt mir sehr bekannt vor
Für Vorteile im Kampf gegen meine Widersacher kann ich zusätzlich noch Fertigkeiten freispielen. Die sind aber wie im Vorgänger äußerst bedeutungslos für einen leisen Durchlauf. Mehr Munition sowie Granaten benötige ich schließlich beim heimlichen Vorgehen nicht. Auch mehr Ausdauer und Gesundheit spielen keine Rolle. Leider ist eine Vielzahl dieser Fertigkeiten nur auf die Krawallvariante ausgelegt.
Im Vergleich zu Sniper Elite 5 sind die freischaltbaren Hilfsmittel absolut identisch, das zeugt nicht gerade von Einfallsreichtum. Zumindest leisere Aktionen oder schnellere Bewegungen beim Transportieren von Leichen hätten die Entwickler als neue Fertigkeiten einbauen können. Kaum neue Gadgets gibt's bei Waffen und Ausrüstung. Allerdings fällt die Auswahl dabei schon ausreichend aus: Von Granaten über Minen bis hin Flaschen, die für Ablenkung eingesetzt werden, steht mir genug Zeug zur Verfügung.
