Sniper Elite Resistance im Test: Jetzt geht's den Nazis wieder an die Nüsse!
Test
Neuer Charakter, ähnliches Spiel: Mit Sniper Elite Resistance geht die beliebte Reihe in die nächste Runde. Das meiste bleibt aber beim Alten.
Durch die gefundenen Werkbänke lassen sich vor jeder Mission oder beim Wiederholen der Abschnitte außerdem neue Modifikationen an meinen Waffen anbringen. Griffe, Mündungen, Visiere und vieles mehr verändern die Knarren nicht nur optisch, sondern verschieben auch die Werte. Wer lieber weniger Rückstoß anstatt eines Schalldämpfers mag, schraubt sich eben einen Kompensator auf das Schießeisen, um es der KI so richtig zu zeigen.
Zwischen Genie und Wahnsinn
Stichwort Künstliche Intelligenz: Dass Nazis nicht die cleverste Spezies sind, wissen wir schon lange. In Resistance schwankt der IQ der NPCs aber trotzdem zu stark. Scharfschützen erspähen mich über einige hundert Meter hinweg, - nicht falsch verstehen, den Realismus daran mag ich sehr gerne -, aber andere Bodentruppen laufen mir dagegen nach und nach immer wieder ins offene Messer.
Quelle: Rebellion
Sobald ich einen Widersacher überwältige, sehen die restlichen Soldaten nach dem Rechten (hehehe) und kommen allesamt zur gleichen Stelle, um für mich ein gefundenes Fressen zu sein. Aufgrund der Masse an Feinden ist das Spiel bereits auf dem mittleren Schwierigkeitsgrad dennoch anspruchsvoll, schließlich hält mein Held nicht sonderlich viele Kugeln aus. Ärgerlich sind solche KI-Aussetzer aber schon.
Treffsicher ist die KI, sobald sie mich gesichtet hat, und ein wenig zu hartnäckig in der Verfolgung. Entkommen fällt ziemlich schwer, und das kann durchaus nerven, wenn die Gegnerhorden wie von Geisterhand meinen Standort lokalisieren. Sobald da noch Bugs dazukommen, bei denen ich gegen Feinde keinen Nahkampf ausführen kann und ich dadurch auffliege, ist der Ärger groß.
Das trifft mich im Herz
Dafür entschädigt das wohl bekannteste Feature der Reihe. Denn die Flugbahn eines tödlichen Schusses zu verfolgen und den Einschlag im Körper inklusive Röntgenansicht zu sehen, hat zwar etwas Martialisches, zeitgleich aber auch etwas Befriedigendes an sich.
Ich gehe sogar so weit und behaupte, Sniper Elite würde ohne die brutale Perspektive ein gutes Stück seiner Identität verlieren. Da werden Gehirne durchbohrt, Knochen gebrochen und auch der ein oder andere Hoden abgeschossen. Autsch! Wer trotzdem irgendwann genug gesehen hat, kann die Häufigkeit der Röntgenansicht auch jederzeit anpassen.
Achtung, Eindringling!
Neben diesem brutalen Feature gibt's noch eine Besonderheit, die es mir seit dem Vorgänger angetan hat. Der Achseninvasionsmodus lässt mich nämlich wieder andere Spieler in deren Kampagne ärgern - oder eben sie mich. Denn wenn ich es erlaube, dürfen Freunde oder auch fremde Spieler in meine Kampagne eindringen.
Für zwischendurch bringt das eine Extra-Prise Adrenalin in die Mission. Schließlich kann mich die andere Person aufspüren und umbringen, und ich werde belohnt, wenn ich wiederum sie erledige. Invasionen haben mich schon in ähnlichen Modi in anderen Spielen und auch beim Vorgänger abgeholt. Möchte ich die Missionen in Ruhe spielen, lässt sich das Feature aber natürlich auch einfach abstellen.
Außerdem darf ich das komplette Spiel wieder im Zweispieler-Koop-Modus zocken. Zusätzlich steht erneut der Überlebensmodus zur Verfügung, bei dem ich mich gegen Gegnerwellen verteidigen muss, zudem ein kompetitiver Multiplayer für bis zu 16 Spieler. Den konnte ich vor Release aber noch nicht testen.
