Shadow Gambit im Test: An diesen Geisterpiraten hätte selbst Guybrush seine Freude
Test 9,99 €
Mimimi schafft es schon wieder: Auch Shadow Gambit liefert erstklassige Schleichtaktik, diesmal mit gut gelaunten Geisterpiraten in einer verfluchten Karibik. Das spielt sich so gut wie eh und je - doch nicht jede Neuerung trifft ins Schwarze. Update: Jetzt auch mit Wertung.
Ehre, wem Ehre gebührt: Wer großartige Echtzeit-Taktik sucht, die den Geist von Commandos atmet, kommt an Mimimi Games nicht vorbei. Die Münchner haben es mit Shadow Tactics und Desperados 3 gleich doppelt bewiesen: In dem Genre macht ihnen so schnell niemand was vor. Nun folgt ihr nächster Streich, der lange nur unter dem Projektnamen "Süßkartoffel" bekannt war: "Shadow Gambit - The Cursed Crew" setzt auf ein farbenfrohes Karibiksetting, in dem ihr eine Mannschaft aus gut gelaunten Geisterpiraten anführt. Der Tapetenwechsel ist überaus gelungen, auch wenn sich das Gameplay über weite Strecken genauso anfühlt wie Shadow Tactics vor neun Jahren. Ein paar Neuerungen gibt es aber, die wichtigste heißt: Freiheit! In Shadow Gambit dürft ihr ein paar Dinge entscheiden, die in Mimimis letzten Spielen noch streng vorgegeben waren. Das macht viel Spaß, bringt aber auch ein paar Nachteile mit sich - welche das sind und warum Shadow Gambit trotzdem eine klare Empfehlung ist, erfahrt ihr in unserem Test.
Das Spielprinzip: Unverändert gut
Falls ihr Shadow Tactics oder Desperados 3 gespielt habt, wisst ihr schon, wie sich Shadow Gambit (jetzt kaufen 9,99 € ) spielt und könnt gleich zum nächsten Abschnitt springen: Alle vertrauten Features sind wieder an Bord, die Steuerung funktioniert wie gewohnt und auch das Spielgefühl ist unverkennbar. Veteranen finden sich also blitzschnell zurecht.
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- Seite 1 Shadow Gambit im Test: An diesen Geisterpiraten hätte selbst Guybrush seine Freude
- Seite 2 Shadow Gambit im Test: An diesen Geisterpiraten hätte selbst Guybrush seine Freude
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Für alle, die sich zum ersten Mal an Echtzeit-Taktik versuchen wollen: In Shadow Gambit befehligt ihr ein kleines Spezialistenteam über weitläufige Maps, auf denen sich unzählige Wachen herumtreiben - euer Job ist es, eure Missionsziele zu erreichen, ohne dabei entdeckt zu werden. Taktieren und Schleichen geht hier Hand in Hand: Euer Team muss im Verborgenen agieren, feindliche Patrouillen lautlos ausschalten, die Körper der Besiegten in Gebüschen oder an anderen Orten verstecken. Daraus ergeben sich hübsch verschachtelte Puzzles, in denen man sich geschickt vorarbeiten muss, Gegner für Gegner, Deckung für Deckung. Damit das klappt, dürft ihr die Sichtkegel von Feinden einblenden, dadurch weiß man stets genau, wo und wie ihr euch ungesehen bewegen dürft. Im Spielverlauf lernt ihr außerdem viele Details zu nutzen, die man schon aus den geistigen Vorgängern kennt: Manche Charaktere können schwimmen, andere sind in der Lage, an Ranken heraufzuklettern. Im Matsch hinterlassen eure Helden verräterische Spuren. Und im Dunkeln müsst ihr euch von Lichtquellen fernhalten, die eure Position schon von Weitem verraten.
Quelle: Mimimi Games
Wie in Shadow Tactics können wir das Geschehen pausieren und für unser Team mehrere Kommandos festlegen, die dann auf Knopfdruck gleichzeitig ausgelöst werden.
Das alles spielt sich sehr vertraut und das ist auch gut so: Nach ein paar Minuten geht Shadow Gambit einfach wunderbar von der Hand! Mimimi hat wieder ein poliertes, durchdachtes und nachvollziehbares Spiel gebaut, in dem jeder Klick genau das tut, was er soll. Qualitätsarbeit. Die Steuerung lässt sich außerdem detailliert anpassen, damit habt ihr alles im Griff - egal ob mit Maus und Tastatur oder mit einem Gamepad. Zwar sind PC-Spieler etwas im Vorteil, doch das gleicht Shadow Gambit mit einem praktischen Feature aus, das wir schon aus Shadow Tactics kennen: Ihr dürft das Geschehen jederzeit pausieren, um allen Teammitgliedern ein Kommando zu erteilen, das dann auf Knopfdruck automatisch ausgelöst wird. So könnt ihr zum Beispiel Angriffe auf mehrere Ziele gleichzeitig planen, lenkt im richtigen Augenblick eine Wache ab oder ihr entsorgt Leichen in Windeseile. Diese Taktik müsst ihr auch bei einigen neuen Gegnertypen anwenden: Manche Feinde benötigen grundsätzlich zwei Treffer, bevor sie zu Boden gehen. Andere sind magisch miteinander verbunden und müssen gleichzeitig ausgeknipst werden, sonst wird sofort Alarm geschlagen.
