Shadow Gambit im Test: An diesen Geisterpiraten hätte selbst Guybrush seine Freude
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Mimimi schafft es schon wieder: Auch Shadow Gambit liefert erstklassige Schleichtaktik, diesmal mit gut gelaunten Geisterpiraten in einer verfluchten Karibik. Das spielt sich so gut wie eh und je - doch nicht jede Neuerung trifft ins Schwarze.
Die Dialoge sind zwar nicht so messerscharf geschrieben, wie man es beispielsweise von guten, alten Lucas-Arts-Adventures kennt, aber dafür legen sich die meisten deutschen Sprecher kräftig ins Zeug. Und auch wenn die Nebenaufgaben letztendlich nur auf Gespräche hinauslaufen, ist das bisschen Interaktion auf dem Schiff bereits ein klarer Gewinn: Man hat zwischen den Missionen einfach mehr zu tun als noch in Shadow Tactics oder Desperados 3. Dazu zählt übrigens auch ein Upgrade-System, mit dem ihr eine Fähigkeit pro Crew-Mitglied aufwerten könnt. Nötig ist das aber nicht, und das hat auch einen guten Grund: Euer Team ist auch ohne Upgrades bereits verdammt stark!
Mächtige Truppe
In diesem Artikel
- Seite 1 Shadow Gambit im Test: An diesen Geisterpiraten hätte selbst Guybrush seine Freude
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Schon in Desperados 3 haben die Entwickler mit Fantasy-Elementen experimentiert, doch in Shadow Gambit gehen sie diesmal in die Vollen: Jedes Crewmitglied ist bunt, heiter, markant designt - und sie alle sind mit einzigartigen Fähigkeiten gesegnet. Afia verfügt zum Beispiel über einen Säbel, den sie über kurze Distanzen auf Feinde schleudern kann, der aber auch als flinker Teleporter taugt. Nebenbei kann sie Gegner kurzzeitig einfrieren. Klingt übermächtig? Haha! Wartet, bis ihr den Rest der Truppe kennenlernt.
Quelle: Mimimi Games
Vor jedem Einsatz bestimmen wir selbst, welche Crewmitglieder wir mitnehmen.
Die blinde Teresa übernimmt die Scharfschützenrolle im Spiel, kämpft sicher aus der Entfernung und blendet Feinde mit Rauchgranaten. Der feine Pinkus von Presswald - zu erkennen am brennenden Haarschopf - kann feindliche Körper übernehmen und mogelt sich so geschickt hinter feindliche Linien. Toya of Iga entspricht dagegen dem Ninja-Archetyp, er nutzt die bekannte Flöte, um Feinde in einem Radius anzulocken und mäht Feinde mit einem Teleporter-Angriff erbarmungslos nieder. Noch eindrucksvoller ist die Ausstattung von Gaëlle le Bris, die eine riesige Kanone mit sich herumschleppt. Sie lädt Gegner einfach ins Rohr und feuert die Körper dann auf den nächstbesten Feind. Alternativ schießt sie ihre Kameraden über feindliche Festungsmauern, was euch so manche Herausforderung erspart.
Und wenn ihr das schon mächtig findet, habt ihr die Schiffsärztin Suleidy noch erlebt: Sie darf überall ein kleines Gebüsch zur Tarnung erzeugen, was sich fast schon wie ein Cheat anfühlt, da man dort auch bequem besiegte Feinde ablegen kann. Außerdem schickt sie Wachen einfach mal weg oder lockt sie an, womit sie viele Situationen praktisch im Alleingang meistert. Der fröhlich-plappernde Quentin tickt da anders, ihm dient sein loser Kopf als Köder, um Feinde anzulocken. Seine beste Fähigkeit ist aber seine Angel, mit der er besiegte Feinde einfach in seiner Schatztruhe verschwinden lässt, die er am Rücken trägt - hätten wir das Ding mal in Desperados 3 gehabt!
Quelle: Mimimi Games
Praktisch: Mit ihrer Kanone feuert Gaëlle sowohl Feinde wie Freunde durch die Gegend.
Unser Favorit ist aber John Hughes Mercury: Der sympathische Schotte darf sich mit seinem magischen Anker im Erdboden versenken, was ihn sofort unsichtbar macht. So kann er Feinden gefahrlos auflauern und sie dann in hohem Radius mit einem Schlag besiegen - und ihre Körper lässt er dabei auch gleich noch verschwinden. Spätestens da stellt sich die Frage: Was haben uns die Gegner eigentlich noch entgegenzusetzen? Die Antwort: meistens nicht viel. Und da liegt das Problem.
Viele Wege führen ans Ziel
Mimimi Games gibt euch nämlich nicht nur eine bärenstarke Heldentruppe an die Hand, ihr dürft euer Team auch für (fast) jede Mission selbst zusammenzustellen. Die Einsätze sucht ihr einfach auf einer Seekarte aus, dort warten mehrere Inseln auf euren Besuch. Jede Map ist wunderbar detailreich gestaltet und vollgestopft mit Gegnern. Überall entdecken wir verschiedenste Routen und Lösungswege, mal könnten wir beispielsweise ungesehen durch eine Bucht tauchen, mal schleichen wir über die Festungsmauern oder wir arbeiten uns durch Geheimgänge oder Türen vor. Wie wir das anstellen, ist unsere Sache. Viele Aufgaben und Missionsziele sind leider sonderlich interessant, meistens muss man ein Objekt bergen, eine Wache belauschen oder ein Ziel ausschalten.
