Mit unfairen Mitteln zum Sieg: Wir sind in die Cheater-Szene abgetaucht und beleuchten in unserer großen Reportage, aus welchen Gründen und mit welchen Mitteln manche Spieler betrügen. Außerdem haben wir ein Interview mit einem Cheater für euch, lassen einen E-Sport-Vertreter zu dem brisanten Thema zu Wort kommen und verraten euch die wichtigsten Begriffe aus der Welt der Cheater.
Quelle: Games Aktuell
Gewusst wie: Durch zusätzliche Anzeigen bemerken Cheater frühzeitig, ob sie ein Gegner im Visier hat.
Cheater-Reportage: Falsches Spiel
Um nicht erwischt zu werden, greifen Cheater tief in die Programmier-Trickkiste. Mittlerweile ist es auf den ersten Blick kaum mehr zu erkennen, wer fair spielt und wer nicht. Insbesondere in Ego-Shootern ließ sich noch vor einigen Jahren die Benutzung einer automatischen "Zielhilfe", auch Aimbot genannt, kaum verheimlichen. Betroffene Spieler drehten sich wie wild im Kreis, um Gegner ins Visier zu nehmen – das war alles andere als unauffällig.
Heutzutage agieren Cheater wesentlich geschickter. Beim Einsatz moderner Aimbots muss der Spieler das Fadenkreuz selbst grob auf das Ziel richten – der vernichtende Schuss wird dann automatisch berechnet. Sogar geübte Spieler können so in der Wiederholung oft nicht erkennen, ob beim vorhergehenden Abschuss gemogelt wurde oder nicht.
Die Möglichkeiten sind sowohl auf dem PC als auch auf Konsolen nahezu grenzenlos – vorausgesetzt, man verfügt über die nötigen Programmierkenntnisse. Während auf dem PC direkt die entsprechenden Daten manipuliert werden können, müssen Konsolen-Cheater für solche Tricks erst einen Spielstand via USB-Stick oder SD-Karte auf den Computer transferieren, um ihn dann nach Belieben bearbeiten zu können.
Quelle: Games Aktuell
Der Klassiker: In Counter Strike lässt sich durch einen Hack die Position aller Spieler anzeigen.
Es geht aber auch einfacher: Viele Spiele verfügen über eine integrierte Skriptsprache und so mancher Falschspieler macht sich diese zunutze. Die Skriptsprache wird in der Regel für Befehle eingesetzt, die man über ein für jedermann zugängliches Eingabemenü ausführen kann. So lässt sich nicht nur die Farbe des Fadenkreuzes ändern, sondern auch die Grafik- und Server-Einstellungen. Kombiniert man diese Befehle auf eine bestimmte Weise, kann man sich entscheidende Vorteile verschaffen. Blitzschnelle Drehungen um 180 Grad und eine unnatürlich hohe Zielgenauigkeit lassen sich so ohne großen Aufwand umsetzen.
In diesem Artikel
- Seite 1 Cheater-Reportage: Damals und heute
- Seite 2 Cheater-Reportage: Falsches Spiel
- Seite 3 Cheater-Reportage: Transparente Wände
- Seite 4 Cheater-Reportage: Nicht mit uns
- Seite 5 Cheater-Reportage: Interview mit einem Cheater
- Seite 6 Cheater-Reportage: Interview mit einem E-Sports-Vertreter
- Seite 7 Cheater-Reportage: Das große Cheater-Glossar
- Seite 8 Bildergalerie
Bildergalerie
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