Gaming-Monitore: Bildwiederholfrequenz und Sync-Techniken
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Wir bieten eine Marktübersicht zu Gaming-Monitoren und klären auf über Features wie Auflösung, Bildwiederholfrequenz, Sync-Techniken und Panel-Arten.
Bildwiederholfrequenz
Standard-Monitore arbeiten mit einer Bildwiederholrate von 60 Hertz. Sie zeigen also 60-mal pro Sekunde das Bild an, das sie gerade beim Monitorausgang der Grafikkarte vorfinde. Falls sich beim Bild aktuell keine Veränderungen im Vergleich zum vorherigen Bild ergibt, passiert nichts - die Pixel leuchten weiterhin in ihrer zuvor schon festgelegten Farbe vor sich hin. Bei alten Röhrenmonitoren wurden, egal ob es bereits ein neues Bld von der Grafikkarte gab, stets X einzelne Bilder Zeile für Zeile neu aufgebaut, wobei X dem Hertzwert entspricht. Daher sah man auch ein zum Teil deutliches Flimmern, denn nach jedem gezeigten Bild war der Monitor für einen kurzen Augenblick schwarz. Je niedriger der Hertz-Wert, desto stärker das Flimmern.
Bei modernen Monitoren sind für Gamer sind höhere Werte als 60 Hertz aber ein Vorteil. Und selbst bei Officetätigkeiten können höhere Werte dafür sorgen, dass zum Beispiel eine Mauszeiger-Bewegung ein wenig sanfter wirkt. Bei Gaming lässt sich der Vorteil aber auch klar beziffern. Hertz, also der doppelten Frequenz, dauert es logischerweise nur halb so lang, nämlich 8,33 Millisekunden. Bei 60 Hertz muss man 1/60-Sekunde auf das neueste Bild warten. Das entspricht 16,67 Millisekunden. Bei 120 Als Spieler sieht man also auch 8,33 Millisekunden früher bereits ein neues Bild - dies gleich einem um 8,33 besseren Ping.
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Viel ist das freilich nicht, aber spielt ihr kompetitiv in einem schnellen Multiplayer-Shooter und habt als Gegenüber einen Spieler, der spielerisch sowie bei der Technik bis auf den Monitor identisch zu euch ist, können die gut 8 Millisekunden den Vorteil bieten, wegen dem ihr als erster agiert und das Duell gewinnt. Natürlich ist der Vorteil umso wichtiger, je mehr FPS euer PC schafft.
Aber selbst dann, falls er nur 70 FPS schafft, ist die Chance, dass ihr den Moment erwischt, zu dem der Monitor ein neues Bild präsentiert, bei 120 Hertz höher als bei 60 Hertz. Bei aktuellen Monitoren sind mittlerweile 144 Hertz üblich - viele Modelle bieten auch noch höhere Werte.
Sync-Techniken
Der PC berechnet bei Games in aller Regel keine konstanten FPS-Werte. Dies hat zur Folge, dass die Grafikkarte in dem Moment, in dem der Monitor nach einem neuen Bild anfragt, oftmals nur einen Teil des Bildes fertigberechnet hat. Zeigt der Monitor nun den bereits berechneten Teil, aber auf dem Rest des Displays noch das alte Bild, kann es zum Tearing kommen.
Dabei scheint der Bild in der Mitte horizontal zerrissen zu sein, was vor allem bei schnellen seitlichen Bewegungen der virtuellen Kamera im Spiel zu sehen ist. Um dies zu vermeiden, gibt es die Softwarelösung V-Sync. Hierbei beschränkt das Game seine FPS-Werte, so dass die synchron zu den Bildwiederholraten des Monitors sind. Der Nachteil dabei war, dass zum Beispiel für einen Zielwert von 60 Hertz die FPS auf 30 beschränkt wurden, wenn der PC die 60-FPS-Grenze nicht stabil packt.
Quelle: PC Games Hardware
Bei einer Präsention im Jahr 2013 zeigte Jen-Hsun Huang, CEO von Nvidia, wie Tearing aussehen kann, um daraufhin G-Sync als Lösung vorzustellen.
Inzwischen ist V-Sync zwar ausgereifter - noch besser ist aber eine Synchronisierung von Grafikkarte und Monitor. Das heißt: Schafft der PC 78 FPS, beträgt die Bildwiederholfrequenz 78 Hertz. Sind es 101 FPS, dann ergeben sich 101 Hertz. Diese Anpassung erfolgt fließend. Die Grenze sind die maximalen Hertzwerte, die der Monitor schaffen kann
Man spricht allgemein von Adaptive Sync, wenn ein Monitor so eine Technik bietet. Früher gab es noch eine klare Unterteilung: für Nvidia-Grafikkarten gab es G-Sync-Monitore, für AMD-Grafikkarten Freesync-Monitore. Die Sync-Techniken waren nur dann nutzbar, wenn die Karte zum Monitor passt.
Ansonsten fehlte die Möglichkeit für die Sync-Technik. Vor allem, da die G-Sync-Monitore wegen eines Hardwaremoduls deutlich teuer sind als Freesync-Modelle, hat Nvidia aber per Treiberupdates dafür gesorgt, dass Freesync auch mit Nvidia-Grafikkarten funktioniert. Reine GH-Sync-Monitore gibt es kaum mehr. Im Zweifelsfall kann man bei Nvidia nachsehen, ob ein Wunschmonitor mit Freesync oder Adaptice-Sync auch offiziell G-Sync-kompatibel ist.
