Nvidia GeForce RTX 5070 Ti: Endlich Druck auf die AMD Radeon RX 7900 XTX - falls lieferbar
Special
Wir haben die Leistung der Nvidia GeForce RTX 5070 Ti analysiert, und sie ist nah an der AMD RX 7900 XTX. Preis-Leistung wäre top - wenn sie verfügbar wäre.
Zum dritten Mal in diesem Jahr bringen wir für euch ein Special online, bei dem es um eine Nvidia-Grafikkarte mit der neuen Blackwell-Architektur geht, nämlich um die Nvidia GeForce RTX 5070 Ti. Und zum dritten Mal nacheinander ist es eine Nvidia-Grafikkarte, bei der es im Grunde fast zeitgleich zum Verkaufsstart bereits heißt: ausverkauft.
Denn am gestrigen Donnerstag, dem 20. Februar, war nachmittags der Verkaufsstart der GeForce RTX 5070 Ti - sie war aber sofort vergriffen. Bei manchen Shops sahen wir zwar gelistete, aber nicht lieferbare Modelle, bei anderen war die Kategorie der RTX 5000er-GPUs erst gar nicht mehr freigeschaltet.
Wir haben trotzdem mehrere Tests, die zur neuen Nvidia-GPU veröffentlicht wurden, in einer eigenen Analyse statistisch zusammengefasst, um euch damit einen umfassenden Leistungsvergleich der neuen GeForce RTX 5070 Ti mit anderen Gaming-Grafikkarten anbieten zu können. Und wer weiß, vielleicht wird die GeForce RTX 5070 Ti ja in Kürze doch besser verfügbar sein als ihre großen Schwestern.
Farewell, Blackwell?
Starten wollen wir aber mit einem Blick auf die Lieferbarkeit der neuen Nvidia Blackwell-Grafikkarten im Allgemeinen. Die Nvidia GeForce RTX 5080 und RTX 5090 kamen im Januar in den Handel, und viele Shops ließen damals schon im Vorfeld durchsickern, dass sie nur wenige Exemplare der Partnerhersteller von Nvidia erhalten hatten.
Seit dem Release sind die beiden Top-Gaming-GPUs vergriffen, auch da der Nachschub von Nvidia ausbleibt respektive viel zu klein ausfällt. Es gibt lediglich einige sehr teure Angebote: plus 400 bis 500 Euro im Vergleich zur UVP bei der RTX 5080 und sogar plus 1400 Euro bei der RTX 5090. Die neue RTX 5070 Ti wird heute (21. Februar, Stand 11 Uhr) statt zur UVP in Höhe von 879 Euro erst ab 1250 Euro gelistet.
Dass es überhaupt Exemplare zu kaufen gibt, dürfen wir Scalpern "verdanken" - diese kaufen neu erscheinende Produkte ein, die mutmaßlich knapp und begehrt sein werden, nur um sie dann deutlich teurer wieder zu verkaufen. Dabei setzen sie teils Beziehungen zu Händlern, meist aber Bots ein, um gegenüber normalen Käufern im Vorteil zu sein.
Hat ein regulärer Händler doch mal ein paar Exemplare der Blackwell-GPUs auf Lager, muss er das Hochpreis-Spiel mitmachen, um die Exemplare nicht direkt erneut an Scalper zu verlieren.
Besser wird die Lage erst, wenn Nvidia die Verfügbarkeit steigern kann. Wir sind gespannt, was uns zum Thema Verfügbarkeit in den kommenden Wochen bezüglich der anstehenden GeForce RTX 5070 sowie AMDs Radeon RX 9700 und RX 9700 XT erwarten wird.
Technik GeForce RTX 5070 Ti
Zur allgemeinen Technik der Blackwell-Generation hatten wir schon den Specials zur GeForce RTX 5080 und RTX 5090 einiges erklärt. Der Technologiesprung zum Vorgänger, Ada Lovelace, ist nur minimal, sodass der Strombedarf in Relation zur Leistung sehr ähnlich ist.
Die Blackwell-GPUs bieten in Relation gesehen etwas mehr integrierte Bauteile (zum Beispiel Shader-Einheiten) in den GPUs, und die Bandbreite des Video-RAMs ist größer. Die folgende Tabelle zeigt euch die drei GeForce RTX 5000er-Grafikkarten sowie als Vergleich die RTX 4090, 4080 und 4070 Ti Super:
| Grafikkarte | GeForce RTX 5090 | GeForce RTX 5080 | GeForce RTX 5070 Ti | RTX 4070 Ti Super | RTX 4080 Super | GeForce RTX 4090 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| GPU-Name | GB202 | GB203 | GB203 | AD103 | AD103 | AD102 |
| Chipfläche | 750 mm² | 378 mm² | 378 mm² | 379mm² | 379mm² | 609 mm² |
| Fertigung | 4nm TSMC | 4nm TSMC | 4nm TSMC | 4nm TSMC | 4nm TSMC | 4nm TSMC |
| Transistoren | 92,2 Mrd | 45,6 Mrd | 45,6 Mrd | 45,9 Mrd | 45,9 Mrd | 76,3 Mrd |
| Streamprozessoren | 170 | 84 | 70 | 66 | 80 | 128 |
| FP32-ALUs (Shadereinheiten) | 21760 | 10752 | 8960 | 8448 | 10240 | 16384 |
| Raytracing-Kerne | 170 | 84 | 70 | 66 | 80 | 128 |
| KI-Kerne (Tensor-Kerne) | 680 | 336 | 280 | 264 | 320 | 512 |
| Boost-Takt (Referenz) | 2410 MHz | 2617 MHz | 2452 MHz | 2610 MHz | 2505 MHz | 2520 MHz |
| Max Boost-Takt Gaming | 2720 MHz | 2730 MHz | 2710 MHz | 2770 MHz | 2730 MHz | 2740 MHz |
| Video-RAM | 32GB GDDR7 | 16GB GDDR7 | 16GB GDDR7 | 16GB GDDR6X | 16GB GDDR6X | 24GB GDDR6X |
| Bandbreite RAM | 512 Bit | 256 Bit | 256 Bit | 256 Bit | 256 Bit | 384 Bit |
| Bandbreite RAM | 1792 GB/s | 960 GB/s | 896 GB/s | 672 GB/s | 736 GB/s | 1008 GB/s |
| Total Graphics Power | 575 Watt | 360 Watt | 300 Watt | 285 Watt | 320 Watt | 450 Watt |
| UVP | 2329 Euro | 1169 Euro | 879 Euro | entfällt | entfällt | entfällt |
| Marktpreis | 3700 Euro | 1600 Euro | 950 Euro | 1450 Euro | 3500 Euro |
Die GPU-Fläche ist bei der GB203 (RTX 5070 Ti und RTX 5080) fast identisch zur AD103 (RTX 4070 Ti Super, RTX 4080) - bei den Ada Lovelace-GPUs ist die Anzahl an Transistoren sogar ein wenig größer. Die GeForce RTX 5070 Ti hat aber bei den FP32-ALUs sowie Raytracing- und KI-Kernen gut 6 Prozent sowie bei der RAM-Bandbreite 33,3 Prozent mehr zu bieten als die GeForce RTX 4070 Ti Super.
Die GeForce RTX 5080 liegt in Sachen FPU32-ALUs und Co 20 Prozent vor der GeForce RTX 5070 Ti sowie gut sieben Prozent vorn in Sachen RAM-Bandbreite. Gegenüber der RTX 4070 Ti Super dürfte die GeForce RTX 5070 Ti durch das Plus an Shader-Einheiten und Spezialkernen sowie der schnelleren Bandbreite punkten, dies aber mit mehr Strombedarf erkaufen.
