Gaming-Monitore: Formate, Auflösungen und Leistungsverluste
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Wir bieten eine Marktübersicht zu Gaming-Monitoren und klären auf über Features wie Auflösung, Bildwiederholfrequenz, Sync-Techniken und Panel-Arten.
Auflösungen: Zusammenhang mit Formaten und Leistung
Es gibt fünf Bildschirmformate, die auf dem Markt der PC-Monitore eine mehr oder weniger große Rolle spielen: 16:9, 16:10, 21:9, 24:10 und 32:9. Jedes Format sorgt automatisch dafür, dass dabei nur bestimmte Auflösungen in Frage kommen. Denn jedes Pixel ist quadratisch, so dass nicht nur die Breite geteilt durch die Höhe, sondern auch die Zahl an Pixeln in der Breit geteilt durch die Anzahl an Pixeln in der Breite stets dem Format entspricht. 1920 x 1080 Pixel, also Full-HD, gehört zu einem 16:9-Format. Und 1920 geteilt durch 1080 ergibt in der Tat das gleiche wie 16/9, nämlich 1,78.
Für die beiden weiteren relevanten 16:9-Auflösungen WQHD (2560x1440 Pixel) und 4K beziehungsweise UHD (3840x2160 Pixel) ergibt sich beim Teilen ebenfalls der Wert 1,78. Die Auflösung ist zudem auch bei der Frage wichtig, wie viel Bilder pro Sekunde, also FPS euer PC bei einem Spiel schaffen kann. Je mehr Pixel, desto mehr muss der PC rechnen. Da es bei der Auflösung in Sachen 3D-Grafik vor allem um die Grafikkarte geht, kann man aber keine linearen Zusammenhänge erkennen. Denn für einen Teil der FPS sind auflösungsunabhängig CPU, RAM und Schnittstellen zum Datenfluss verantwortlich.
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Die gute Nachricht dabei: Der Leistungsverlust durch höhere Auflösungen ist unterproportional. Man verliert also nicht direkt die Hälfte an FPS, wenn man in der doppelten Auflösung spielt. Sondern es sind deutlich weniger FPS-Verlust beim Verdoppeln der Auflösung. Die folgende Tabelle klärt euch auf, wie viel Leistungsverlust man in etwa in Kauf nehmen muss, wenn man eine höhere Auflösung als Full-HD wählt:
| Bezeichnung | Seitenverhältnis | Pixel Breite | Pixel Höhe | Pixelsumme etwa | Pixel-Plus | FPS | Verlust in % |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Full-HD | 16:9 | 1920 | 1080 | 2,07 Mio | entfällt | 100 | entfällt |
| UW-UXGA | 21:9 | 2560 | 1080 | 2,77 Mio | 33 Prozent | 85 | 15% |
| WQHD | 16:9 | 2560 | 1440 | 3,69 Mio | 78 Prozent | 75 | 25% |
| UW-WQHD | 21:9 | 3440 | 1440 | 4,95 Mio | 139 Prozent | 60 | 40% |
| QHD+ | 24:10 | 3840 | 1600 | 6,14 Mio | 196 Prozent | 50 | 50% |
| Dual QHD | 32:9 | 5120 | 1440 | 7,37 Mio | 256 Prozent | 45 | 55% |
| UHD / 4K | 16:9 | 3840 | 2160 | 8,29 Mio | 300 Prozent | 40 | 60% |
Zur Erklärung: Angenommen, euer PC schafft bei Full-HD 100 FPS. Dann könnt ihr in der Spalte "FPS" erkennen, wie viele FPS in etwa übrig bleiben, wenn ihr auf eine der höheren Auflösungen umsteigt. Bei "Pixelplus" und "Verlust in %" beziehen sich die Angaben ebenfalls stets auf den Vergleich zu Full-HD.
Quelle: PC Games Hardware
Bei schnellen Spieleszenen, wie zum Beispiel beim actionreichen Spider-Man (Remastered), sind hohe FPS-Werte ein Segen.
Wichtig ist bei all den Informationen und Zahlen, dass es vom Spiel und auch von den Details abhängt, wie groß der FPS-Verlust am Ende wirklich ist. So kann es durchaus ein Spiel geben, bei dem der Verlust selbst bei 4K (UDH) bei nur 30 Prozent liegt, bei einem anderen Game aber bei über 70 Prozent einzuordnen ist.
In jedem Falle solltet ihr euch klar sein, dass ein Monitor mit einer hohen Auflösung im Zweifel eure Hardware so stark überfordern kann, dass ihr in geringeren Detailstufen spielen müsst. In so einem Fall ist das Spielen bei höheren Details und dafür mit einem Monitor, der eine geringere Auflösung hat, am Ende optisch nicht schlechter. Ihr hättet beim Kauf des Monitors mit der geringeren Auflösung also ohne einen Verlust bei der Optik Geld sparen oder ein bei den sonstigen Features hochwertigeres Modell nehmen können.
Kauftipps: Welche Features braucht man?
Bisher ging es nur um Größe und Auflösung. Doch es gibt auch weitere Features, die für einen Gaming-Monitor hilfreich sind: eine hohe Bildwiederholfrequenz, eine Sync-Technik und ein gutes Display-Panel. Diese drei Dinge werden wir auf den beiden nächsten Seiten genauer erläutern, wollen aber einen ersten Tipp dazu geben, was euer Monitor haben sollte: Falls ihr auf das 16:9 Standard-Format setzt, dann ist WQHD als Auflösung zu empfehlen.
Selbst wenn euer PC einige Spiele in WQHD nicht mehr mit guten FPS-Werten packt, könnt ihr in Full-HD spielen und den Monitor das Bild hochskalieren lassen. Im Alltag macht sich WQHD statt Full-HD aber durchaus positiv bemerkbar, und der Monitor bleibt eine Investition für die Zukunft.
Außerdem ist eine Bildwiederholfrequenz ab 144 Hertz sowie eine Sync-Technik und IPS- oder VA-Panel ratsam. Los geht es dabei bei 27 Zoll-Monitoren ab etwa 250 Euro. Falls euch das zu viel ist, könnt ihr bei den Features natürlich auch Abstriche machen - alle genannten Features, aber in Full-HD statt WQHD, erweitert das Angebot bereits auf den Preisbereich ab 180 Euro.
