Wir bieten euch Tipps zu Leistung, der Auflösung, den unterschiedlichen Panel-Arten sowie der Bildwiederholrate.
Auflösungen, Diagonalen und Leistung
Hat ein Monitor mehr Pixel als ein anderer, dann wird ein PC bei Spielen mit 3D-Grafik und identischen Grafikdetail-Einstellungen logischerweise weniger FPS (Bilder pro Sekunde) erzielen, da mehr Rechenarbeit zu bewältigen ist. Auch wenn ein Monitor bei der Höhe zwar genauso viele Pixel wie ein anderer hat, aber durch sein extrabreites Format mehr Pixel in der Horizontalen aufweist (etwa ein 21:9-Monitor im Vergleich zu einem 16:9-Modell), sind es freilich in der Summe mehr Pixel, die der PC berechnen muss.
Ein Beispiel für 16:9-Monitore: 4K hat in der Horizontalen und Vertikalen jeweils doppelt so viele Pixel im Vergleich zu Full-HD, sodass die Gesamtzahl an Pixeln viermal so hoch ist. Es ist allerdings nicht so, dass ihr im Vergleich zu Full-HD daher nur noch ein Viertel der FPS (Bilder pro Sekunde) übrig habt, wenn ihr in 4K spielt. Die pure Pixelberechnung ist nämlich nicht die einzige Aufgabe des PCs bei der Spieleberechnung. Ihr könnt grob davon ausgehen, dass bei vierfacher Auflösung etwa 50 bis 60 Prozent der FPS verloren gehen. KI-Upscaling-Techniken wie DLSS oder AMDs FSR federn diesen Effekt übrigens stark ab.
Die folgende Tabelle zeigt euch einige Auflösungen und unsere Einschätzung zum Leistungsverlust - diese dient aber nur als Anhaltspunkt und kann je nach Game anders ausfallen:
| Bezeichnung | Typische Diagonalen | Seitenverhältnis | Pixel Breite | Pixel Höhe | Pixelsumme etwa | Pixel-Plus | Leistung c.a. |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Full-HD | 23,8 / 24 / 27 / 31,5 Zoll | 16:9 | 1920 | 1080 | 2,07 Mio | entfällt | 100 |
| UW-UXGA | 29 / 34 Zoll | 21:9 | 2560 | 1080 | 2,77 Mio | 33 Prozent | 85 |
| WQHD | 23,8 / 27 / 31,5 / 32 Zoll | 16:9 | 2560 | 1440 | 3,69 Mio | 78 Prozent | 75 |
| UW-WQHD | 34 / 40 Zoll | 21:9 | 3440 | 1440 | 4,95 Mio | 139 Prozent | 60 |
| Dual QHD | 44,5 / 49 Zoll | 31:9 | 5120 | 1440 | 7,37 Mio | 256 Prozent | 45 |
| UHD / 4K | 27 / 28 / 31,5 / 32 Zoll | 16:9 | 3840 | 2160 | 8,29 Mio | 300 Prozent | 40 |
Panel-Typen: TN, IPS, VA und OLED
Bei den Display-Techniken waren früher für Gamer TN-Panels das Mittel der Wahl. Wegen ihrer schnellen Reaktionszeit beim Farbwechsel der Pixel gab es keine Schlierenbildung, die Produktion ist zudem sehr günstig. Die Alternativen, die mit einer besseren Farb-und Kontrastqualität versehenen Panel-Arten IPS und VA, waren früher bei der Reaktionszeit zu langsam und später dann schnell genug, aber so teuer, dass TN lange Zeit der Platzhirsch blieb. Schon seit einigen Jahren sich die Preise der drei Panel-Arten aber so stark angeglichen, dass es vor allem bei Monitoren mit Gaming-Eigenschaften kaum mehr TN-Monitore im Handel gibt. Wer etwas mehr ausgeben kann, sollte sich viel eher mit OLED-Panels beschäftigen.
Der Hauptunterschied von OLED zu TN, VA und IPS ist, dass bei OLED jedes Pixel aktiv leuchtet und für einen guten Schwarzwert auch komplett abgeschaltet werden kann. Bei den älteren Techniken strahlt immer eine größere Lichtquelle von hinten durch die Pixel hindurch. Die Pixel bestehen wiederum aus Kristallen, die von der Elektronik so angesteuert werden, dass sie mehr oder weniger des Lichts hindurchlassen. Sie schimmern stärker oder schwächer in einer bestimmten Farbe, aber ein wirklich sattes Schwarz ist nicht möglich. Es können auch ungleichmäßige, etwas hellere Stellen sowie ein am Rand durchleuchtendes Licht zu sehen sein. Was das Darstellen von dunklen Farben und Schwarz sowie den Kontrast und die Farben allgemein angeht, ist OLED die bessere, aber auch teurere Technik. Unter unserer noch kommenden Monitorauswahl sind auch einige OLED-Modelle dabei.
Bildwiederholfrequenz
Wichtig für Gaming ist eine hohe Bildwiederholfrequenz, kurz auch Bildrate. Bei 120 Hertz stellt der Monitor 120 mal pro Sekunde das Bild neu dar - falls kein neues Signal von der Grafikkarte kommt, leuchten die Pixel einfach in der aktuellen Farbe weiter. Ein Flackern entsteht daher also nicht. Im Gamingbereich sind inzwischen Monitore ab mindestens 144 Hertz Bildrate üblich und schon unter 150 Euro erhältlich. Je höher die Bildrate, desto wahrscheinlicher ist es, dass der Monitor ein von der Grafikkarte berechnetes Bild zeitnah anzeigt. Bei einer Bildrate von 60 Hertz kann es bis zu knapp 16,7 Millisekunden dauern, bis ein gerade neu berechnetes Bild erscheint. Bei 120 Hertz hingegen seht ihr das Bild schon nach etwa 8,3 Millisekunden. Das ist zwar nicht viel, aber es ist ein kleiner Vorteil, den man dankend annehmen wird, da man im Zweifel einen Wimpernschlag früher einen Feind auf dem Monitor erspähen kann.
