Like a Dragon: Ishin! - Samurai-Yakuza mit Macken
Test
Bei seinem ursprünglichen Release erschien das Yakuza-Spin-off Ishin noch allein Japan, doch nun bekommen Like-a-Dragon-Fans endlich eine Mischung aus Remake und Remaster des Action-Adventures. Wir haben uns als Sakamoto Ryoma durch allerhand Samurai geschnetzelt, um euch zu verraten, ob sich das lange Warten auf den Titel gelohnt hat.
Immerhin standen uns noch ein paar Spezialattacken zur Verfügung, denn im Spielverlauf befehligt Ryoma einige Soldaten. Mit Soldatenkarten dürfen wir uns auf den Kampfstilen einen Trupp zusammenstellen, der zwar nie zu sehen ist, uns aber mehr Lebensenergie und Boni gewährt. Wir können so etwa kurzzeitig unsere Gegner mit Blitzen lähmen oder uns heilen, ohne extra dafür ins Menü zu müssen. Wir können neue Soldatenkarten kaufen oder aber auch besiegte Feinde rekrutieren und deren Karten mit unterschiedlichen Seltenheitswerten durch unsere Kämpfe weiter aufleveln. Zudem gibt es noch eigene Missionen für unseren Trupp in verschiedenen Schwierigkeitsgraden. Wir sagten ja bereits, dass Ishin viele optionale Inhalte bietet.
Filmisch, aber altbacken
Genau wie die Hauptteile von Like a Dragon ist auch Ishin sehr filmisch in Szene gesetzt. Die Handlung wird hübsch präsentiert und die ersten Auftritte von Schlüsselfiguren werden geradezu zelebriert. Allerdings gibt es hier auch mehrere Qualitätsstufen. Es gibt echt schöne, voll vertonte CG-Zwischensequenzen, aber auch vertonte Cutscenes in Spielgrafik und dann noch Szenen in Spielgrafik, die gar nicht vertont sind, und bei denen man sich durch Textboxen klicken muss. Fans der Reihe sind das natürlich gewohnt, aber trotzdem ist dieser ständige Wechsel der Qualitätsstufen etwas seltsam und echt aus der Zeit gefallen. Vor allem die vielen, vielen nicht vertonten Stellen im Spiel sind arg altbacken.
Die vertonten Szenen glänzen hingegen mit tollen Sprechern, aber eben auch nur japanischen Sprechern. Fans kennen das bereits aus alten Serienteilen, in denen es auch hierzulande nur japanische Sprachausgabe und englische Texte gab. Neulinge könnten sich daran aber stören, schließlich boten Yakuza: Like a Dragon und die beiden Judgment-Teile auch eine englische Sprachausgabe. Immerhin wurden die Texte alle auf Deutsch übersetzt. Hier haben sich mitunter zwar ein paar Rechtschreibfehler eingeschlichen, aber verständlich bleibt Ishin immer.
Auch technisch und bei einigen Spielmechaniken merkt man dem Titel mittlerweile sein Alter an. Zwischen verschiedenen Gebieten und beim Betreten von Häusern kommt es zu kurzen Ladezeiten und einige Ecken in der Spielwelt sind ziemlich hässlich. Grafisch reißt Ishin ohnehin keine Bäume aus, aber wenn man durch das Einkaufsviertel von Kyo schlendert, ist das trotzdem alles schön atmosphärisch. Die Wege, die die verschiedenen Gebiete verbinden, sind indes sehr karg und offenbaren, dass Ishin ursprünglich ein PS3- und frühes PS4-Spiel war.
