Like a Dragon: Ishin! - Samurai-Yakuza mit Macken

Test Christian Dörre
Like a Dragon: Ishin! - Samurai-Yakuza mit Macken
Quelle: Sega

Bei seinem ursprünglichen Release erschien das Yakuza-Spin-off Ishin noch allein Japan, doch nun bekommen Like-a-Dragon-Fans endlich eine Mischung aus Remake und Remaster des Action-Adventures. Wir haben uns als Sakamoto Ryoma durch allerhand Samurai geschnetzelt, um euch zu verraten, ob sich das lange Warten auf den Titel gelohnt hat.

Mit Faust, Klinge und Pistole

Yakuza-Fans wissen natürlich Bescheid und auch Serien-Neulinge dürften es bereits erahnt haben: Der Kampf spielt eine große Rolle in Ishin. Sowohl bei den Balgereien auf den Straßen als auch in den Neben- und Hauptmissionen gibt es ordentlich was aufs Fressbrett. Hierfür dürfen wir zwischen vier unterschiedlichen Kampfstilen wählen. Wer das klassische Yakuza-Gameplay bevorzugt, darf weiterhin auf den Faustkampf setzen. Wollen wir uns hingegen mehr als Samurai fühlen, vertrauen wir auf unser Katana. Außerdem dürfen wir auch einen Stil wählen, in dem wir mit einer Pistole auf die Gegner ballern und dabei auch Spezialmunition benutzen. Und wer Tradition und Moderne mischen möchte, darf auch in einer Hand das Katana und in der anderen eine Schusswaffe führen. Selbstverständlich dürfen wir auch innerhalb eines Kampfes zwischen den Stilen hin und her wechseln und uns somit dem Vorgehen unserer Kontrahenten anpassen. Jeden Kampfstil dürfen wir jeweils auf einem eigenen Seelenbrett verbessern.

Wir erhalten normale Seelensteine für gesteigerte Erfahrung und speziell auf einen Kampfstil gemünzte Seelensteine, wenn wir eben den jeweiligen Kampfstil oft nutzen. Auf den Seelenbrettern schalten wir dann mit den Steinen neue Angriffe, Kombos, Manöver und Spezialattacken frei, die das Kampf-Gameplay spürbar aufwerten. Anfangs wirkt das Kampfsystem noch etwas hakelig und wenig spektakulär, doch nach einigen Aufrüstungen spielen sich die Gefechte immer besser. Hat man die neuen Manöver und das Blocken erst mal verinnerlicht, kloppt, ballert und schnetzelt es sich richtig spaßig.

 (5) Quelle: Sega (5)

Hinzu kommen natürlich noch die aus anderen Serienteilen bekannten Heat-Angriffe. Treffen unsere Attacken, füllt sich die Heat-Anzeige, wodurch wir mächtige Spezialangriffe einsetzen dürfen. So zerhacken wir unsere Gegner stylish oder stopfen ihm eine Frucht ins Maul, um diese anschließend zu zertreten. Das macht richtig Laune und ist gerade in den zahlreichen Bosskämpfen immer wieder ein gutes Mittel, um den stärkeren Gegnern ordentlich Lebensenergie abzuziehen. Umso ärgerlicher war es dann auch, dass wir im letzten Drittel des Spiels einen Bug hatten, der dafür sorgte, dass sich unsere Heat-Leiste nicht mehr füllte.

Sowohl ein neues Laden des Spielstands als auch weiterer Fortschritt in der Kampagne lösten dieses Problem nicht. Wir mussten uns hinterher also mit Standard-Attacken bis zum Abspann kämpfen. Das war richtig nervig und verpasste unserem Spielspaß einen herben Dämpfer. Ryu Ga Gotoku Studio sollte hier also dringend einen Patch bringen. Überhaupt fielen uns gerade in den letzten Kapiteln des Spiels einige Fehler auf. So zuckten NPCs im Hintergrund plötzlich herum oder Dialogoptionen waren unsichtbar. Hier können wir aber aufgrund von Spoilergefahr nicht weiter darauf eingehen.

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