Indiana Jones und der Große Kreis im Test: Der beste Indy seit vielen Jahren

Test Felix Schütz
Indiana Jones und der Große Kreis im Test: Der beste Indy seit vielen Jahren
Quelle: PC Games

Vom Filzhut bis zum Peitschenknall: So stilecht war Indiana Jones seit Der letzte Kreuzzug nicht mehr. Update: Jetzt auch mit PS5-Wertung!

Gelegentliche Kämpfe, kleine Rätsel, schleichen, sammeln, fotografieren, erkunden - es ist vielleicht kein anspruchsvoller Mix, den mir Indy da auftischt, aber er funktioniert! Bis zum Ende des Gizeh-Kapitels hätte ich dafür noch eine höhere Wertung vergeben.

Doch bei einer Spielzeit von 25 Stunden nutzt sich das Konzept einfach etwas ab. Gerade im letzten Drittel, in dem auch die Story ein wenig nachlässt, habe ich neue Impulse vermisst. Man darf hier zwar ausgiebig Motorboot fahren und gelegentlich sogar tauchen, es gibt sogar noch die eine oder andere Überraschung, doch das ändert nichts daran, dass das Gameplay schon langsam auf der Stelle tritt. Mehr Werkzeuge, neue Nebenaktivitäten und frische Spielmechaniken hätten hier Wunder wirken können.

Spielt eure Hardware da noch mit?

Dafür bleibt die Inszenierung auf sehr hohem Niveau: Egal ob im verschneiten Himalaya, auf den Flüssen von Sukhothai oder in den Wüsten von Afrika, das Abenteuer punktet mit toller Umgebungsgestaltung, fantastischer Lichtstimmung, scharfen Texturen und unzähligen Details. Mein persönliches Highlight: Die wutverzerrten Gesichter von Gegnern, wenn sie auf mich zustürmen - und die Verblüffung in ihren Augen, wenn sie zu Boden gehen. Einfach klasse!

<strong>Season: A Letter to the Future im Test:</strong> Rad-Tour durch die Apokalypse (#6) Quelle: PC Games Indiana Jones und der Große Kreis im Test: Der beste Indy seit vielen Jahren - jetzt auch für PS5 (42) Die Qualität der Animationen schwankt allerdings ein wenig, gerade die Übergänge wirken nicht immer sauber. Auch die Schattenberechnung nagt an der Atmosphäre, da hier schon auf kurze Distanz deutlich an Details eingespart wird, was gerade in Sukhothai für sichtbare Popups sorgt. Doch unterm Strich ist das trotzdem noch ein verdammt schickes Abenteuer, das den Look der ersten Filme erstaunlich gut einfängt.

Indy lässt seinen Blick über die Wüste schweifen. Quelle: PC Games Indiana Jones und der Große Kreis im Test: Der beste Indy seit vielen Jahren - jetzt auch für PS5 (23) Die Pracht hat aber auch ihren Preis, über die satten Hardwareanforderungen haben wir bereits berichtet. (Tipp: Unsere Kollegen vom PC Games Hardware haben sich das Spiel bereits angeschaut!) Trotzdem lässt es sich dank DLSS auch auf günstigeren Grafikkarten noch sehr ordentlich in Full HD spielen, 60 Fps sind hier absolut drin. Nur bei den Textureinstellungen muss man deutlich sparen, was mir beim Spielen aber nie störend aufgefallen wäre.

Auf der Xbox Series X macht das Spiel erwartungsgemäß eine gute Figur, aber auch auf der schwächeren Series S bekommt man noch ein akzeptables Ergebnis. Hier wird die hohe Framerate allerdings mit großzügigem Upscaling und schwächeren Texturen erkauft, das Bild wirkt dadurch verwaschener als in den anderen Versionen. Spaß macht's trotzdem!

Nachtest: Wie gut läuft Indiana Jones auf PS5 und PS5 Pro?

Microsoft hat Wort gehalten: Indiana Jones und der Große Kreis wird nach nur fünf Monaten auch für die Playstation 5 veröffentlicht. Wenig überraschend liefert Machine Games eine astreine Umsetzung ab. Optisch bekommt ihr schon auf der normalen PS5 eine hochwertige Optik geboten, die sich problemlos mit der PC-Fassung auf mittel-hohen Settings messen kann: Licht, Schatten, Texturen, da gibt's nichts zu meckern.

Ganz wichtig: Auch auf der PS5 gibt's eine durchgängig flüssige Framerate von 60 Fps und sehr kurze Ladezeiten. Das Abenteuer flutscht hier also genau so gut wie auf der Xbox Series X! Alle aktuellen Patches sind natürlich auch enthalten.

Vergleich PS5 vs. PS5 Pro

PS5 PS5 Pro

Zusätzlich haben wir Indiana Jones und der Große Kreis auch ausführlich auf PS5 Pro für euch getestet. Das Ergebnis: Neben den stabilen 60 Fps läuft das Spiel auf der Pro in nativer 4k-Auflösung, sieht also noch ein klein wenig schärfer aus. Außerdem kommt auf der Pro eine verbesserte Form von Raytracing zum Einsatz. (Ob einem der Unterschied überhaupt auffällt, steht auf einem anderen Blatt.)

Auf beiden Konsolen nutzt das Spiel zudem die Features des DualSense-Controllers. Wenn Indy auf Nazis eindrischt, macht sich das über das haptische Feedback bemerkbar und dank der adaptiven Trigger spürt man die Druckpunkte beim Abfeuern von Schusswaffen.

Fazit: Das ist Indy pur!

Mit Indiana Jones und der Große Kreis sind Machine Games und Publisher Bethesda ein Risiko eingegangen: Das Action-Adventure-Genre ist mittlerweile so hochkarätig besetzt, dass man hier schon gewaltige Geschütze auffahren müsste, um auch nur eine Delle in Sonys eindrucksvollen Katalog zu machen.

Doch letztendlich will Indiana Jones gar nicht mit einem Uncharted 4 konkurrieren, denn dazu müssten viele Spielmechaniken geschliffener, die Action rasanter, die Inszenierung aufregender sein.

Der Große Kreis will vor allem eines sein: ein herzliches, lange überfälliges Indiana-Jones-Abenteuer, das seinen ikonischen Helden und einfach alles, was dazugehört, in den Mittelpunkt rückt. Und genau das ist Machine Games hervorragend gelungen.

Hinweis: Wir haben unser Wertungssystem angepasst, das wirkt sich auch auf diesen Test aus. Alle Details dazu findet ihr hier.

Wertung zu Indiana Jones und der Große Kreis (PC)

Wertung:

8.5 /10

Wertung zu Indiana Jones und der Große Kreis (XSX)

Wertung:

8.5 /10

Wertung zu Indiana Jones und der Große Kreis (PS5)

Wertung:

8.5 /10
Fazit

Starkes Abenteuer, das viel von der alten Magie einfängt und damit vor allem Indy-Fans anspricht. Der zugängliche Mix aus Erkundung, Rätseln, Schleichen und Kämpfen ist gelungen, nutzt sich aber nach einer Weile ab.


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Indiana Jones und der Große Kreis ist seit dem 9. Dezember 2024 für PC, Xbox Series S und Xbox Series X erhältlich. Wer die Premium Edition vorbestellte, durfte schon am 6. Dezember loslegen. Das Spiel kostet auf dem PC knapp 70 und auf der Xbox etwa 80 Euro. Seit dem 9. Dezember ist es auch im Game Pass enthalten.

Die Umsetzung für PS5 ist ab dem 17. April 2025 erhältlich. Auch in diesem Fall gibt euch die Premium-Edition (zum Preis von 110 Euro) zwei Tage früheren Zugriff auf das Spiel, damit dürft ihr also schon ab dem 15. April loslegen. Transparenzhinweis: Die Testversionen wurden vom Publisher zur Verfügung gestellt.

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