Vorschau 2023: Intel Raptor-Lake und SSDs als Trend

Special Antonio Funes
Vorschau 2023: Intel Raptor-Lake und SSDs als Trend
Quelle: PC Games Hardware

Wir bieten eine Vorschau auf das Jahr 2023, was Grafikkarten und Prozessoren sowie mögliche Hardware-Trends angeht, und zwar vor allem zum Thema Gaming.

Intel: Der See der Raubvögel wird voller

Nachdem Intel zunächst für den Sockel 1700 die Core i-12000er-Prozessoren der Alder-Lake-Familie auf den Markt gebracht hatte, folgte im Oktober 2022 die 13000er-Reihe mit dem Familiennamen Raptor-Lake, also Raubvogel-See. Von der Leistung her entpuppten sich die insgesamt drei übertaktbaren Modelle Core i5-13600K, Core i7-13700K und Core i9-13900K auch als wahre Raubvögel, denn sie machten erfolgreich Jagd auf AMDs 7000er-CPUs. Die drei CPUs gibt es auch mit dem Kürzel KF als etwas günstigere Version ohne IGP (integrierte Grafikeinheit), was Gamern entgegenkommt, da sie keine IGP benötigen und ein paar Euro sparen können.

Anfang Januar wird Intel mit hoher Wahrscheinlichkeit dann noch ein Spitzenmodell vorstellen, und zwar im Rahmen der CES 2023. Es geht dabei um den Core i9-13900KS, der wohl ohne große Anstrengungen auf einen Takt von 6 GHz gebracht werden kann. Im weiteren Verlauf des Jahres 2023 erwarten wir aber auch Non-K-Modelle der 13000er-Serie, da ja nicht jeder seinen Prozessor übertakten möchte und die Non-K-Versionen merkbar günstiger als die K-Modelle sind, ohne dabei deutlich langsamer zu sein.

Neben einem Core i5-13600 dürfte es analog zu den vorigen Generationen der Core i-CPUs die gehobenen Einsteiger-CPUs in Form eines Core i5-13400 und 13500 geben, und auch ein Einstiegsmodell Core i3-13100 ist sehr wahrscheinlich.

Denn schon beim Vorgängersockel 1200 sowie den Core i-12000-Modellen für den Sockel 1700 hatte Intel stets die K-Versionen nicht nur um Non-K-Varianten mit identischer Modellnummer ergänzt, sondern zusätzlich auch mindestens einen Core i3 und zwei Core i5-Modelle mit den Endungen 400 und 500 veröffentlicht.

Mögliche Trends: Vorhersage-Versuche

Bei Grafikkarten und CPUs gibt es Neuheiten, die man eindeutig erwarten kann. Bei anderen Produkten ist es hingegen deutlich schwieriger, differenziert einzelne Produkte zu nennen, die man in den nächsten 12 Monaten erwarten darf.

Denn es ist klar, dass es eine Menge an neuen Produkten wie Monitore, SSDs, Tastaturen und mehr geben wird, unter denen man aber keine einzelnen Modelle hervorheben kann.

Wir können aber versuchen, mögliche Trends aufzuzeigen - dies sind natürlich nur Vermutungen, aber wenn wir richtig liegen sollten, machen wir uns ein Sternchen in unser Notenheft. Wir beginnen mit dem Thema SSDs.

Mögliche Trends: SSDs als großes Gaming-Laufwerk

Schon in unserer Rückschau auf 2022 hatten wir ja die sinkenden SSD-Preise thematisiert. Sollte sich dabei kein gegenteiliger Trend ergeben, der die Preise steigen lässt, würde eine SSD als großes Zweilaufwerk immer attraktiver werden.

Einige 2TB-SSDs für die SATA-Schnittstelle gibt es schon ab 100 Euro. 1TB sind entsprechend ab 50 Euro zu haben.  Quelle: Crucial Einige 2TB-SSDs für die SATA-Schnittstelle gibt es schon ab 100 Euro. 1TB sind entsprechend ab 50 Euro zu haben.  Mittlerweile sind 2TB-SSDs für die SATA-Schnittstelle vereinzelt schon für 100 Euro zu haben - natürlich ist das noch immer weit mehr als für eine 2TB-Festplatte. Aber 100 Euro für eine langfristige Komponente auszugeben ist eine völlig andere Hausnummer, als wenn es eher um 150 Euro aufwärts geht, was für 2TGB bei SSDs bis in den Herbst 2022 hinein eher der normale Preis war.

Übrigens: Nennenswert teurer waren SSDs trotz der pandemiebedingten Lieferkrise bei elektronischen Chips nicht geworden. In unserem Special vom Oktober 2019 seht ihr in der Marktübersicht, dass eine 2TB-SSD ab etwa 160 Euro kostete.

Im April 2021 sowie August 2021 waren es etwa 170 Euro. In unserem Special vom letzten November waren es wiederum bereits Preise von ab 100 Euro. Wir meinen: 2TB Speicherplatz für Games zu einem Preis von 100 bis 120 Euro, der dafür sorgt, dass Spiele deutlich schneller laden, sind eine gute Investition.

Und falls die Preise auf dem Niveau bleiben oder gar weiter sinken, könnte sich auch ein Trend ergeben, bei dem viele Spieler ihrem PC diese kleine Aufrüstung spendieren. Übrigens: Der Zeitgewinn beim Laden von Games im Vergleich zu einer Festplatte ist mit extrem schnellen PCIe 4.0-SSDs im M.2-Format kaum höher als mit einer viel langsameren SATA-SSD. Es muss also keine teure M.2-SSD sein, um mehr Komfort zu genießen.

  1. Seite 1 Vorschau 2023: Nvidia erweitert die 4000er-Serie
  2. Seite 2 Vorschau 2023: AMD mit neuen Grafikkarten und CPUs
  3. Seite 3 Vorschau 2023: Intel Raptor-Lake und SSDs als Trend
  4. Seite 4 Vorschau 2023: Mögliche Trends bei Monitoren und beim Stromsparen
  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 06/2026 PCGH Magazin 06/2026 play5 06/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 06/2026 LinuxUser 06/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk