Vorschau 2023: AMD mit neuen Grafikkarten und CPUs
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Wir bieten eine Vorschau auf das Jahr 2023, was Grafikkarten und Prozessoren sowie mögliche Hardware-Trends angeht, und zwar vor allem zum Thema Gaming.
AMD - Radeon und Ryzen rollen an
Nach Nvidia hatte auch AMD noch vor Jahresende 2022 zwei vorläufige Flaggschiffe für den Grafikkartenmarkt veröffentlicht: Die Radeon RX 7900 XT und RX 7900 XTX. Letztere ist so stark wie die GeForce RTX 4080, und genau das war auch das Ziel von AMD. Die RTX 4090 ist zu weit weg, und ehrlich gesagt benötigt auf absehbare Zeit auch nur ein extrem kleiner Teil der Gamer die Leistung einer RTX 4090. Allerdings ist die RX 7900 XTX bisher absolute Mangelware.
Die inzwischen recht gute verfügbare RX 7900 XT kann ein guter Kompromiss sein: Man bekommt sie ab etwa 1000 Euro, und sie ist bei der Leistung zwischen der RX 6950 XT und RTX 4080 anzusiedeln, benötigt aber weniger Strom als das alte AMD-Flaggschiff. Doch uns geht es ja um einen Ausblick auf 2023. Genau wie bei Nvidia, wird auch AMD die neue Generation weiter ausbauen. Dabei kann es sein, dass AMD ähnlich wie zuvor vorgeht und nicht - wie Nvidia - zuerst die drittschnellste Grafikkarte isoliert auf den Markt bringt, sondern zwei oder drei Modellreihen auf einen Schlag herausbringt oder zumindest gemeinsam vorstellt.
Dies könnte also zum Beispiel die Kombi bestehend aus einer RX 7600 XT, RX 7700 XT und RX 7800 XT sein. Allerdings gibt es bislang noch keine Hinweise darauf, was wir wann von AMD zu erwarten haben.
Derzeit ist AMD unterhalb der neuen RX 7900 XT mit der RX 6600 bis 6950 XT sehr gut aufgestellt und kann bis einschließlich der Nvidia GeForce RTX 3090 in jeder Leistungsklasse eine preislich sehr attraktive Alternative zu Nvidia bieten. Wir erwarten zudem auch eine Weiterentwicklung von AMDs FSR, der Alternative zu Nvidias leistungssparendem KI-Upscaling DLSS.
Qualitativ ist AMD mit der Version 2.0 schon nahe an DLSS herangekommen, und ein Vorteil von FSR ist, dass es leichter als DLSS ist, Spiele einzubauen sowie auch kompatibel zu Nvidia-Grafikkarten ist. Nutzt Entwickler hingegen für ein Spiel nur DLSS, schließen sie AMD-Nutzer vom KI-Upscaling aus.
Quelle: PC Games Hardware
Die meisten verfügbaren RX 7900-Modelle sind mit Hersteller-Label versehene AMD-Referenz-Designs.
Bei Prozessoren wird es vom Team Red hingegen schon recht früh im Jahr neue Modelle geben, die für Gamer mit einem Desktop-PC interessant sind. Denn nachdem es für den im Herbst veröffentlichten Sockel AM5 bisher nur vier Ryzen "X"-Modelle gibt, sollen schon im Januar die Modelle Ryzen 5 7600, Ryzen 7 7700 und Ryzen 9 7900 erscheinen.
Dabei soll letzterer deutlich schneller als der Ryzen 9 5900X sein. Preislich soll es beim Ryzen 5 7600 schon bei 229 Dollar losgehen, was 100 Dollar günstiger als die Preisempfehlung des Core i5-13600K ist. Interessant wird vor allem für preisbewusste Gamer im Laufe des kommenden Jahres dann sein, wie sich die Preise für DDR5-RAM entwickeln.
Denn der Sockel AM5 von AMD erfordert zwingend DDR5-RAM, das aktuell noch über 50 Prozent teurer als dieselbe Menge DDR4-RAM ist. Die Konkurrenz von Intel mit dem Sockel 1700 hingegen kann auch mit dem günstigeren DDR4-RAM ausgestattet werden, wenn man sich beim Mainboard für die DDR4-Version des Modells entscheidet.
Der Sockel AM4 von AMD arbeitet ebenso mit DDR4-RAM und bietet noch immer einige CPUs, die bezüglich Gaming für einige Jahre ausreichen werden.
Sollte sich der kommende Ryzen 5 7600 oder auch Ryzen 7 7700 als Preis-Leistungs-Tipp erweisen, aber die DDR5-RAM-Preise weiterhin hoch sein, wäre das Gesamtpaket weniger attraktiv. Auch für deutlich geringere Mainboardpreise beim Sockel AM5 muss AMD im nächsten Jahr sorgen, und wird dies sicher auch tun.
Aktuell geht es erst ab 170 Euro mit dem Chipsatz B650 los - das sind Preise, die nur sehr anspruchsvolle Nutzer oder Übertakter für ein Mainstream-Sockel-Mainboard ausgeben.
Wir erwarten im Jahr 2023 noch einen A-Chipsatz, der einen günstigeren Einstieg ermöglicht und den Sockel AM5 als Gesamtpaket attraktiver macht. Denn wer nicht übertakten will, findet bei den Sockeln AMD AM4 und Intel 1700 haufenweise Mainboards für deutlich unter 120 Euro. Hinzu kommt wie zuvor erwähnt, dass für die beiden AM5-Alternativen das günstigere DDR4-RAM ausreicht.
