Hardware-Vorschau auf 2023: Grafikkarten und CPUs für Gamer sowie mögliche Trends
Special
2022 gab eine Menge für PC-Gamer interessante neue Produkte aus dem Hardwarebereich, die wir schon vor einer Woche in einem Special zusammengefasst hatten. Heute blicken wir in die Zukunft und schauen, was uns das Jahr 2023 bringen wird oder auch nur bringen könnte, was Grafikkarten und Prozessoren für Spieler angeht. Auch mögliche Hardware-Trends versuchen wir vorherzusagen.
Kurz vor dem Beginn des neuen Jahres 2023 wollen wir einen Blick darauf werfen, welche für PC-Spieler interessante Hardware-Neuheiten wir in den kommenden 12 Monaten erwarten dürfen. Darunter sind bestätigte Neuheiten, aber auch Dinge, die bisher irgendwo zwischen Gerücht und "kommt höchstwahrscheinlich" rangieren. Wir versuchen auch abzuschätzen, welche Bereiche an Gaming-Hardware oder Hardwarefeatures wir im Jahr 2023 als mögliche Trends sehen. Wer gerne noch einmal rekapitulieren möchte, welche wichtigen Hardware-Neuheiten es im Jahr 2022 gab, sollte sich unser dazu passendes Special aus der Vorwoche ansehen. Klar dominant war das Thema Grafikkarten, aber auch Prozessoren spielten eine Rolle. Wir starten aber zuerst mit Nvidia-Grafikkarten und einer Mutmaßung für ein neues Produkt.
Nvidia: Kleiner Rückblick und große Vorschau
Nachdem Nvidia im Oktober die neue Generation Ada Lovelace mit der GeForce RXT 4090 ins Leben gerufen hatte, kam kurz darauf die GeForce RTX 4080 auf den Markt. Der Leistungssprung zu den Vorgängern der Ampere-Familie ist immens - ebenso aber auch die Preise, vor allem, was die RTX 4090 angeht. Auch die GeForce RTX 4080 ist mit Preisen ab etwa 1400 Euro alles andere als erschwinglich.
In Bezug auf die GeForce RTX 3080 bis 3090 Ti ist der Preis sogar in Ordnung, aber gegen AMD fällt der Vergleich schlecht aus: Die RTX 4080 leistet 25 bis 30 Prozent mehr als die Radeon RX 6950 XT, die es aber schon ab 900 Euro gibt. Insofern ist die GeForce RTX 4080 preislich mit einem Preisplus von 500 Euro (etwa 50 Prozent) ziemlich teuer, obgleich sie mit dem neuen DLSS3 ein deutlich höheres Leistungsplus in kompatiblen Spielen einbringt.
Quelle: KFA²
Eine KFA2 GeForce RTX 4080 SG (aktuell ab 1379 Euro) mit laufenden Lüftern und RGB-Beleuchtung
Umso spannender ist, was Nvidia im Laufe von 2023 auf den Markt bringen wird. Als nahezu sicher gilt, dass die nächste Grafikkarte die GeForce RTX 4070 Ti sein wird. Am 5. Januar startet die Technikmesse CES in Las Vegas, auf der auch Nvidia vertreten sein und bereits zwei Tage vor Start der CES eine "GeForce-Beyond"-Keynote abhalten wird.
Vermutlich wird dort die neue Grafikkarte offiziell angekündigt, inklusive genaueren technischen Daten und Preisempfehlungen. In China sind, wie auch die PC Games Hardware berichtete, bereits Preise zu einigen Modellen aufgetaucht.
Demnach geht es ab etwa 970 Euro los - dies ist der Preisrahmen, den eigentlich eine geplante Variante der GeForce RTX 4080 mit 12 statt 16 GB RAM haben sollte. Glücklicherweise hatte Nvidia den Release dieser Variante zurückgezogen, denn auch die GPU-Leistung sollte unter jener der 16GB-Version liegen - es hätte ansonsten wegen des identischen Namens Verwirrung und Ärger gegeben.
Man darf davon ausgehen, dass die kommende GeForce RTX 4070 Ti technisch der doch nicht veröffentlichten Light-Version der GeForce RTX 4080 entspricht.
Neben der GeForce RTX 4070 Ti dürfen wir von Nvidia natürlich im Laufe des Jahres weitere Ada Lovelace-Grafikkarten erwarten, die innerhalb der Generation die Mittel- oder auch Unterklasse repräsentieren werden. Das heißt aber nicht, dass die Grafikkarten auch preislich günstig sein werden, vor allem da das Leistungsplus der neuen Architektur recht groß ist.
Sollte eine mögliche RTX 4060 oder gar schon eine RTX 4050 beispielsweise so stark wie eine RTX 3070 sein, erwarten wir keinesfalls Preise von nur 200 bis 300 Euro. Welche 4000er-Modellserien noch bis Jahresende 2023 wirklich erscheinen, steht derzeit aber noch in den Sternen. Eine reine Mutmaßung zu Nvidia haben wir zum Schluss noch parat.
Denn wie wir kürzlich berichteten, wird Nvidia bei der Nvidia Shield die Funktion streichen, sie als Streaming-Box für einen vorhandenen Gaming-PC zu verwenden.
Einen logischen Grund hierfür konnten wir nicht erkennen. Eine, wenn auch nur spekulative Erklärung: Eventuell plant Nvidia eine kompakte Streaming-Box und will zumindest einen Teil der Shield-Nutzer dazu bewegen, sich diese Streaming-Box anzuschaffen. Aber wie gesagt: Dies ist ein reines Gedankenspiel - Hinweise auf eine solche Box gibt es bislang keine.
