Vorschau 2023: Mögliche Trends bei Monitoren und beim Stromsparen
Special
Wir bieten eine Vorschau auf das Jahr 2023, was Grafikkarten und Prozessoren sowie mögliche Hardware-Trends angeht, und zwar vor allem zum Thema Gaming.
Mögliche Trends: Monitore
Rund um Monitore gibt es im Grunde genommen schon alles, was man sich derzeit denken kann - irgendwelche Innovationen sehen wir daher nicht. Es könnte aber sein, dass 2023 endlich die OLED-Technik günstiger wird. Bisher gibt es nur gut eine Handvoll Modelle, und die Preise für diese Monitore sind extrem hoch: Ab 1000 Euro und zudem auch erst ab 31 Zoll als Diagonale geht es los. Bei OLED-Fernsehern sieht es deutlich besser aus, aber günstig ist es noch nicht: TVs mit OLED findet man ab etwa 700 Euro im Handel, dann aber auch direkt mit 48 Zoll oder größer.
Dabei bieten OLED-Displays besonders satte Farben, und ein "echtes" Schwarz, da jedes Pixel selbst leuchtet oder auch, um "Schwarz" darzustellen, ausgeschaltet werden kann. Bei normalen LED-Displays gibt es eine Hintergrundbeleuchtung, die die Pixel von hinten anstrahlt - je nach Position der Kristalle im Pixel leuchtet das Pixel dann in einer anderen Farbe. Aber selbst dann, wenn die Kristalle für "Schwarz" an sich kein Licht mehr durchlassen sollten, kommt noch etwas Licht beim Nutzer an - bestenfalls hat man dann einfach nur kein wirklich vollkommen sattes Schwarz, sondern eher ein sehr dunkles Grau.
Mit Pech hat man sogar deutliches sogenanntes Clouding. Dabei gibt es wolkenartig aussehende Bereiche auf dem Display, die etwas heller sind als andere Bereiche. Dies fällt vor allem bei dunklen Inhalten oder schwarzen Ladebildschirmen auf.
Quelle: MSI
Der MSI MEG 342C ist einer von sicher mehreren neuen OLED-Monitoren, die 2023 erscheinen. Die Preise dürften aber weiterhin hoch sein.
Mit OLED fällt dieses Problem weg. Selbst falls die Auswahl an OLED-Monitoren sich im Jahr 2023 stark erhöht, werden die Preise aber freilich höher als bei den klassischen Displays sein.
Bei anderen Displays werden Gaming-Features ihren Siegeslauf fortsetzen: Hohe Bildwiederholfrequenzen von 144 Hertz oder mehr in Verbindung mit Adaptive Sync, mindestens WQHD als Auflösung sowie auch Breitbild-Formate.
Formate wie 21:9 werden bei Gamern auch wegen der sinkenden Preise immer beliebter, da sie in vielen Games das Blickfeld links und rechts oder bei Strategiegames den sichtbaren Kartenbereich erweitern. Diese Trends werden sich sicher auch im Jahr 2023 fortsetzen.
Mögliche Trends: Kosten sparen mit Leistungsverzicht
Niemand weiß, ob die Energiepreise sich im Laufe des Jahres 2023 wieder fangen oder ob sie steigen oder einfach nur konstant bleiben. Die Gaspreise fielen ja gerade erst auf einen Stand von vor dem Ukraine-Krieg, was aber auch nur für eine kurze Phase so bleiben könnte.
Quelle: Asus
Effiziente Netzteile mit Gold- oder Platin-Label helfen beim Stromsparen - wer aber wirklich ein 1000 Watt-Netzteil benötigt, sollte sich eher über den Sinn der Hardware im Inneren des PCs Gedanken machen.
So oder so sind sich viele bewusster darüber geworden, wie wertvoll Energie sein kann. Für manch einen Gamer kann die Krise auch ein Anstoß dazu gewesen sein, trotz des stromverbrauchenden Hobbys etwas an Energie und Kosten einzusparen.
Ein PC mit einem Core i7-13700K und einer AMD Radeon RX 6800 XT kostet einen Gamer, der im Schnitt wirklich jeden Tag im Jahr 4 Stunden spielt, bei 30 Cent pro KWh gut 200 Euro. Die Stromkosten sind aber schon deutlich gestiegen, selbst Bestandskunden sollen wohl 2023 eher 50 Cent und mehr pro KWh berappen müssen.
Daher könnte es gut sein, dass der ein oder andere weniger spielt. Eine Option, falls man mit starker Hardware unterwegs ist, ist das Begrenzen der FPS-Werte in Spielen.
Denn wenn der PC ab einer bestimmten FPS-Grenze keine weiteren Bilder mehr liefern muss, benötigt er weniger Strom. Auch beim Kauf von neuen Bauteilen wird die Effizienz sicher bei vielen eine größere Rolle als früher spielen.
Ein Beispiel: Der Aufpreis einer AMD Radeon RX 7900 XT auf eine RX 6900 XT ist rein an der Leistung gemessen zu hoch. Aber pro FPS benötigt die neuere AMD-Grafikkarte signifikant weniger Strom.
Der ein oder andere wird sich auch bei einem Neukauf fragen, ob es wirklich die starke Grafikkarte mit 350 Watt Strombedarf sein soll oder ob man mit einem 250-Watt-Modell sowohl beim Kaufpreis als auch bei den Stromkosten spart und dann vielleicht bei den Details und FPS ein paar Abstriche in Kauf nimmt. Dies war unsere Vorschau - wir wünschen allen Lesern und ihren Lieben ein friedliches und gesundes neues Jahr!
