KI verändert die Gaming-Welt - und ist nicht mehr aufzuhalten

Special Achim Fehrenbach Lukas Schmid
KI verändert die Gaming-Welt - und ist nicht mehr aufzuhalten
Quelle: Nvidia / Screenshot: Fehrenbach

Die Entwicklung von KI macht massive Fortschritte. Auch an der Games-Branche geht die Revolution nicht spurlos vorüber, im Gegenteil - und ist Gefahr, aber auch Chance.

Trainiert wurde das KI-Modell mit Daten aus dem Online-Brawler Bleeding Edge von Ninja Theory. Microsoft Research hat dazu auch einen Forschungsartikel in der Fachzeitschrift Nature veröffentlicht. "Wir sehen jetzt schon das Potenzial, das sowohl Spieler*innen als auch Spieleentwickler*innen eines Tages zugutekommen wird", heißt es in der Pressemeldung.

"Die Möglichkeiten reichen von der Wiederbelebung nostalgischer Spiele bis hin zur schnelleren und kreativeren Ideenfindung." Bis "Muse" ausgereift ist, dürfte es aber noch ein Weilchen dauern - siehe die Formulierung "eines Tages".

Sind die Neuerungen bei Gaming-KI also nur ein nerviger Hype? Werden AAA-Games auf absehbare Zeit konventionell produziert werden - einfach deshalb, weil KI als zentrales Spielelement zu unberechenbar ist? Tommy Thompson ist da nicht so pessimistisch.

"Ich habe das Gefühl, dass der Hype zwar immer noch groß ist, dass die Menschen aber zum Glück immer besser verstehen, wozu diese Technologien gut sind - und wie wir sie möglicherweise nutzen können", sagt er. Thompson erwartet, dass einige Firmen in diesem Jahr "aus dem Stealth-Modus herauskommen und Tools entwickeln, die spezifische Probleme bei der Spieleentwicklung und -produktion besser lösen".

Das wiederum werde zu mehr KI-Demos führen, so der Experte, der in diesem Bereich zwei große Trends sieht: Erstens die Verwendung von Small Language Models - und zweitens frische Demos mit besserem Design und besseren User Interfaces, die mehr Kontrolle über die verwendeten KI-Technologien bieten. "Hidden Door und BitPart.ai sind zwei Anbieter, die ich definitiv im Auge behalte", sagt Thompson.

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Taktische Unterstützung

Der KI-Forscher erwartet für 2025 spannende Beispiele, wie Generative AI das NPC-Gameplay verbessern kann. "In letzter Zeit hat beispielsweise Tencent für ihre kommenden KI-Companions in ihrem Extraction-Shooter Arena Breakout Infinite geworben", berichtet Thompson. "Nvidia hat angekündigt, seine ACE-Plattform zu nutzen, um Companion Bots für Spiele wie PUBG und Naraka Bladepoint zu erstellen."

In Arena Breakout Infinite beispielsweise können Spieler bestimmte Aufgaben, taktische Ziele und auch übergeordnete Strategien per Sprachbefehl an die KI-Companions weitergeben - etwa dann, wenn es ums Durchsuchen und Sichern eines Kartenabschnitts geht.

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Außerdem könne Generative AI in narrativen Games "ein Bindegewebe zwischen einzelnen Handlungssträngen aufbauen", erläutert Thompson. Will heißen: Überall da, wo keine explizite Lore oder Handlung existiert, liefert die KI den passenden Kitt. "Das kommt den Stärken von Large Language Models entgegen", sagt Thompson. Schließlich sei tief in den LLMs jede Menge Wissen verborgen, das es nur zu heben gelte.

Wir hoffen, ihr hattet Spaß mit diesem Artikel und fandet ihn interessant. Teil 2 unseres umfangreichen KI-Specials erscheint am kommenden Wochenende. Darin stellen wir euch einige spannende "AI-native games" vor - und analysieren außerdem, wo die größten Game-Design-Herausforderungen liegen.

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