Gaming-PCs: Je zwei Mittelklasse- und High-End-PCs

Special Antonio Funes
Gaming-PCs: Je zwei Mittelklasse- und High-End-PCs
Quelle: LC-Power

Wir haben für euch sechs Gaming-PCs mit Preisen von etwa 600 bis 2200 Euro zusammengestellt. In unserem Special gibt es aber auch einige Tipps dazu, welche aktuellen Gaming-CPUs zu empfehlen sind. Wir erklären auch, welche Normen es zum Beispiel für Gehäuse und Mainboards gibt, zudem erfahrt ihr, was ihr bei der Auswahl einer passenden SSD beachten solltet.

Zwei Mittelklasse-PCs für 1200 und 1345 Euro

Unsere beiden Mittelklasse-PCs setzen auf CPUs für jeweils um die 200 Euro. Der AMD Ryzen 5 5600X ist dabei auf ähnlichem Niveau wie der Core i5-12400F, lässt sich aber im Gegensatz um Intel-Modell übertakten. Wer dies ambitioniert tun will, sollte beim Mainboard aber eher mindestens 50 weitere Euro investieren und eventuell einen noch stärkeren Kühler nehmen, wobei der Thermalright-Kühler auch einiges in Sachen Übertaktung zulässt. Bei Intel müsst ihr zum Übertakten den fast 300 Euro teuren Core i5-12600KF nehmen, der allerdings auch im Standardtakt etwas flotter als der Core i5-12400F ist. Außerdem ist ein Mainboard mit Z690-Chipsatz nötig, die es ab etwa 150 Euro gibt.

Bei den Laufwerken mischen wir jeweils eine M.2-SSD mit einer 2TB-Festplatte. Gehäuse und Netzteil sind der Leistung angemessen, es lässt sich dabei aber auch noch etwas sparen, wenn man möchte. Bei den Grafikkarten setzen wir auf eine AMD Radeon RX 6700 XT sowie eine Nvidia GeForce RTX 3070, obwohl AMD rein vom Preis-Leistungs-Verhältnis her allerdings mit der RX 6800 die bessere Grafikkarte bietet.

Bei Nvidia gibt es aber mehr Modellauswahl, denn unsere Grafikkarten-Modelle sind - wie auch bei den anderen vier PCs - nur Vorschläge, die zudem bei der Entstehung unseres Artikels recht günstig im Handel zu finden waren. So sehen unsere beiden Mittelklasse-PCs aus:

Komponente Mittelklasse AMD-Basis für 1200 Euro Preis ab   Mittelklasse Intel-Basis 1345 Euro Preis ab
CPU AMD Ryzen 5 5600X (6x 3,7-4,6 GHz), Box 190 Euro   Intel Core i5-12400F (6x 2,5-4,4 GHz), tray 200 Euro
Mainboard Gigabyte B550 Gaming X V2 120 Euro   ASRock B660M Pro RS 130 Euro
RAM 2x16GB G.Skil RipJaws V DDR4-3600 110 Euro   2x16GB TeamGroup Zeus DDR4-3200 100 Euro
Grafikkarte XFX Speedster SWFT 309 RX 6700 XT 480 Euro   Palit GeForce RTX 3070 GamingPro V1 590 Euro
SSD ADATA XPG Gammix S50 Lite (1TB, M.2) 80 Euro   TeamGroup T-Force Cardea Z44L (1TB, M.2) 95 Euro
2. Laufwerk Seagate BarraCuda (2TB, Festplatte) 50 Euro   WD Blue 2TB-Festplatte 50 Euro
Gehäuse Cooltek TG-01 RGB 60 Euro   LC-Power Gaming 804B Obsession X 75 Euro
Netzteil be quiet! System Power 9 CM 500W 60 Euro   Sharkoon WPM Gold Zero 550W 70 Euro
CPU-Kühler Thermalright UX210 ARGB Lightning 50 Euro   Arctic Freezer i35 CO 35 Euro
  Gesamtpreis 1200 Euro   Gesamtpreis 1345 Euro

Zwei High-End-PCs für 1965 und 2220 Euro

Unsere High-End-PCs sind, da wir auch das Preis-Leistungs-Gefüge beachten wollen, natürlich nicht in allen Belangen High-End im strengen Sinne. Wir haben aber Komponenten gewählt, die so stark sind, dass man selbst mit hohen Aufpreisen nur sehr wenig Leistung dazugewinnen kann - insofern stellen sie eine Art Preis-Leistungs-HighEnd dar. Bei den Grafikkarten setzen wir voll auf AMD, da die in Frage kommenden Modellreihen von Nvidia beim Preis-Leistungs-Verhältnis deutlich schlechter dastehen. Unsere Wahl: Für den einen PC eine AMD Radeon RX 6800 XT, die etwas mehr leistet als eine Nvidia GeForce RTX 3080, sowie für den zweiten PC die etwa 10 Prozent schnellere RX 6900 XT, die ein klein wenig schneller als eine RTX 3080 Ti ist. Beide Grafikkarten von AMD sind aber etwa 200 Euro günstiger als ihre jeweilige Nvidia-Konkurrenz - AMD steht hier also eindeutig deutlich besser da. Wer noch mehr Power will, sollte ebenfalls auf AMD setzen: Die RX 6950 XT ist etwas schneller als die RX 6900 XT und ordnet sich zwischen der RTX 3090 und 3090 Ti ein, und das bei einem Preis ab etwa 900 Euro - die Nvidia-Grafikkarten kosten hingegen 1100 Euro respektive 1250 Euro. Selbst die schwächere RTX 3080 Ti kostet 1000 Euro und mehr.

So viel zum Thema Grafikkarten für unsere beiden Top-PCs. Doch was ist mit dem Rest der Komponenten? Hier fiel uns die Wahl bei unserem ersten PC schwer. Wir nehmen den AMD Ryzen 7 5800X3D, der in Games sehr schnell ist und den Core i7-12700KF und sogar auf einem Level mit dem über 600 Euro teuren Core i9-12900K ist. Aber: Den Ryzen-Prozessor kann man nicht übertakten. Wer darauf Wert legt, nimmt den Ryzen 9 5900X für 450 Euro, der aber unübertaktet langsamer als der Ryzen 7 5800X3D ist. Übertakter nehmen zudem schnelleres RAM mit einem Takt von 3600MHz oder mehr. Unter der Tabelle mit unseren zwei High-End-PCs haben wir noch ein Wort zum Sockel AM5 als Alternative:

Komponente High-End auf AMD-Basis für 1965 Euro Preis ab   High-End auf Intel-Basis für 2220 Euro Preis ab
CPU Ryzen 7 5800X3D (8x 3,4-4,5 GHz) 430 Euro   Intel Core i7-12700KF (8x 3,6-5,0 GHz + 4 Kerne) 410 Euro
Mainboard MSI MPG B550 Gaming Plus 170 Euro   Asus TUF Gaming Z690-Plus D4 250 Euro
RAM 2x16GB Corsair Vengeance LPX DDR4-3200 110 Euro   2x16GB G.Sill RipJaws V DDR4-4000 130 Euro
Grafikkarte PowerColor Radeon RX 6800 XT Red Dragon 690 Euro   ASRock RX 6900 XT Phantom Gaming D 16G OC 800 Euro
SSD Crucial P3 SSD (2TB, M.2) 170 Euro   ADATA XPG DX8200 Pro (2TB, M.2) 180 Euro
2. Laufwerk Kingston NV1 NVMe (2TB, M.2) 145 Euro   Kingston NV2 NVMe (2TB, M.2) 150 Euro
Gehäuse NZXT H510 85 Euro   Fractal Design Define S 100 Euro
Netzteil Cooler Master V-Series V659 Gold V2 650W 95 Euro   be quiet! Straight Power 11 650W 110 Euro
CPU-Kühler Cooler Master MasterLiquid ML120L RGB V2 70 Euro   Corsair Hydro Series H100x 90 Euro
  Gesamtpreis 1965 Euro   Gesamtpreis 2220 Euro

Nun noch einige Worte zum Sockel AMD AM5, der derzeit noch zu teuer ist: Der Ryzen 7 7700X ist zwar etwa 10 Prozent schneller als der Intel Core i7-12700KF und überholt auch den Ryzen 7 5800X3D, wenn auch nur hauchdünn. Er kostet aber 460 Euro, und Mainboards sind derzeit nicht unter 320 Euro zu haben. 32GB des benötigten DDR5-RAM kosten 170 Euro. Insgesamt kostet das Paket also um die 200 bis 250 Euro mehr als die CPU-Mainboard-RAM-Sets aus unseren beiden Vorschlägen. Mit dem in naher Zukunft anstehenden Release der günstigeren B660-Mainboards und sinkenden DDR5-RAM-Preisen könnte der Sockel AM5 etwas attraktiver werden.

  1. Seite 1 Gaming-PCs: Einleitung und Prozessoren-Auswahl
  2. Seite 2 Gaming-PCs: Normen für Bauteile und deren Maße
  3. Seite 3 Gaming-PCs:Tipps zu SSDs und zwei Einsteiger-PCs
  4. Seite 4 Gaming-PCs: Je zwei Mittelklasse- und High-End-PCs
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