Hard West 2 im Test + Video: XCOM trifft Wildwest-Horror - klappt's im zweiten Anlauf?

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Hard West 2 im Test + Video: XCOM trifft Wildwest-Horror - klappt's im zweiten Anlauf?
Quelle: PC Games

Cowboys, Okkultismus und eine Extraportion XCOM: Fertig ist die Rundentaktik-Mischung, die auch im zweiten Teil funktioniert. Zum Hit reicht's leider trotzdem nicht. Im Test prüfen wir, wo es bei Hard West 2 hapert - und warum das Spiel trotz allem sein Geld wert ist. Update: Jetzt auch mit Test-Video.

Hier ein Beispiel: Hexe Flynn nutzt ihre Spezialfähigkeit, die es ihr erlaubt, mit einem Gegner die Position zu tauschen. So holt sie einen verwundbaren Scharfschützen aus seiner Deckung heraus und bringt ihn so in die Reichweite unserer anderen Teammitglieder. Lazarus feuert nun mit einer Schrotflinte in die Gegnergruppe, richtet so geringen Blutungsschaden an. Anschließend schickt er eine Stange Dynamit hinterher und räumt damit den unglücklichen Sniper aus dem Weg. Dank Bravado kann er gleich nochmal feuern und dann sicher in seine Deckung zurückkehren. Nun stapft der langsame Old Man Bill aufs Schlachtfeld, baut sich vor der versammelten Gegnertruppe auf und aktiviert seine Fähigkeit "Rache der Toten". Damit trifft er alle Feinde in Sichtweite, der Schaden richtet sich danach, wie viele Lebenspunkte er bereits verloren hat (weshalb es sich tatsächlich lohnen kann, Bill Schaden zuzufügen!).

Nun sind die meisten Gegner bereits schwer angeschlagen und Gin Carter kommt zum Einsatz. Aus einer hohen Schussposition feuert er mit einem präzisen Gewehr, schaltet so mehrere Feinde nacheinander aus. Am Ende ist der Großteil der Gegner besiegt und wir haben sogar noch Punkte übrig- alles in einer einzigen Runde. Kleiner Tipp: Im Test haben wir Laughing Deer als die wertvollste Figur empfunden. Dank seiner Spezialfähigkeit "Wilder Ansturm" ist er im Nahkampf unschlagbar, da sich der Schaden vergrößert, je mehr Distanz er zum Gegner zurücklegt. Wer hier clever plant und alle Teammitglieder effektiv zum Einsatz bringt, kann mit Laughing Deer ungeheure Schäden anrichten.
Die vielen Mini-Quests und Entscheidungen haben keine nennenswerten Auswirkungen. Quelle: PC Games Die vielen Mini-Quests und Entscheidungen haben keine nennenswerten Auswirkungen.

Wo Höhen auch für Tiefen sorgen

Zwei Besonderheiten aus dem ersten Hard West kehren ebenfalls zurück. Das ist einmal die Glück-Mechanik, um die ihr euch nur selten kümmern braucht. Wenn euch ein Gegner verfehlt oder ihr am Ziel vorbeischießt, erhält eure Spielfigur Glückspunkte, die ihr nach Belieben aktivieren könnt. Damit steigert ihr die Trefferchance eures nächsten Angriffs, sehr nützlich!

Ein weiteres Feature ist der Trickschuss, der ähnlich wie im Vorgängerspiel funktioniert. Überall in den Levels sind Objekte verteilt, an denen ihr Schüsse abprallen lassen könnt, zum Beispiel Schilder, Krüge oder Schaufeln. Um sie besser zu erkennen, werden solche Objekte vom Spiel automatisch rot hervorgehoben. Mit bestimmten Waffen könnt ihr sie anvisieren und von dort aus den Trickschuss weiter verlängern oder einen Gegner aufs Korn nehmen. Auf diese Weise könnt ihr buchstäblich um die Ecke schießen und die Deckung von Feinden umgehen. Oft ist der Trickschuss deshalb die bessere Wahl als ein Frontalangriff. Leider lässt sich aber nur schwer einschätzen, ob ein Trickschuss überhaupt möglich ist, denn oft genug ist der Winkel nicht richtig oder unsere Spielfigur steht ganz einfach falsch.
Verbrauchsgegenstände wie Dynamit sind mächtig, müssen aber klug eingesetzt werden. Quelle: PC Games Verbrauchsgegenstände wie Dynamit sind mächtig, müssen aber klug eingesetzt werden. Das liegt auch daran, dass alle Levels mehrere Höhenstufen besitzen, die in Hard West 2 eine wichtige Rolle spielen. Ein weit oben positionierter Scharfschütze profitiert zum Beispiel stark von höheren Trefferchancen und freien Sichtlinien. Allerdings gerät das Leveleldesign hin und wieder zu verschachtelt und unübersichtlich: Gerade durch die Höhenstufen landen wir immer wieder in Situationen, in denen wichtige Bereiche verdeckt werden oder in denen sich kaum abschätzen lässt, ob unsere Truppe vor Angriffen geschützt ist oder nicht. Das führt auch leicht zu Eingabefehlern, darum müssen wir die Kamera häufig drehen, um zu verhindern, dass wir unsere Leute nicht aus Versehen auf ein falsches Feld schicken.

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