Hard West 2 im Test + Video: XCOM trifft Wildwest-Horror - klappt's im zweiten Anlauf?

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Hard West 2 im Test + Video: XCOM trifft Wildwest-Horror - klappt's im zweiten Anlauf?
Quelle: PC Games

Cowboys, Okkultismus und eine Extraportion XCOM: Fertig ist die Rundentaktik-Mischung, die auch im zweiten Teil funktioniert. Zum Hit reicht's leider trotzdem nicht. Im Test prüfen wir, wo es bei Hard West 2 hapert - und warum das Spiel trotz allem sein Geld wert ist. Update: Jetzt auch mit Test-Video.

Im Fahrwasser von XCOM ist schon so manches Taktikspiel aufgetaucht, manche waren sogar richtig gut. Eines davon war Hard West, das wir 2015 für euch getestet haben. Unser Fazit damals: "Keine Oberklasse, aber ein solider Taktikspaß mit netten Ideen. Mehr davon!" Gesagt, getan: Sieben Jahre später ist Hard West 2 da und es macht seine Sache gut. Wer ein ordentliches Rundentaktik-Spiel mit XCOM-Einschlag sucht, macht beim Nachfolger nichts verkehrt. Allerdings steckt der Teufel nicht nur in der Story (tut er wirklich!), sondern auch im Detail. Im Test klären wir, wo Hard West 2 ins Schwarze trifft und wo noch Luft nach oben bleibt. Falls ihr neugierig auf das Spiel seid, könnt ihr unter anderem hier auf Steam oder bei GOG zuschlagen, der Preis liegt bei ca. 25 Euro.

Das erste Hard West wurde noch von Creative Forge Games entwickelt, der Nachfolger dagegen stammt von Ice Code Games. Trotz Entwicklerwechsel bleibt Hard West 2 (jetzt kaufen 26,09 € ) dem Konzept des ersten Teils treu. Ihr erlebt also auch diesmal wieder ein ordentlich trashiges Abenteuer, das ein bleihaltiges Wild-West-Szenario mit allerlei Gruselkram und Fantasy vermixt. Um durchzublicken, braucht ihr den ersten Teil übrigens nicht kennen, da Hard West 2 eine eigenständige Handlung erzählt. Die wird anders als im Vorgänger auch nicht auch in mehrere Kurzgeschichten unterteilt, es gibt also nur noch einen zusammenhängenden Plot.

Seelenräuber im Wilden Westen

Es beginnt mit dem Revolverhelden Gin Carter, der mit seiner kleinen Gaunerbande einen Raubüberfall auf einen Zug verübt. Dumm nur, dass sich an Bord kein kostbares Diebesgut, sondern der Leibhaftige befindet. Noch während sich unser Team durch die Gegnerreihen schießt, verwandelt sich der Zug in ein monströses Höllengefährt, das auf mächtigen Stahlbeinen über die Gleise donnert. Der Überfall endet für unsere Truppe katastrophal: Carter und seine Gefährten werden ihrer Seelen beraubt, womit das Spiel des Ziels klar sein dürfte: Den Teufel jagen und die verlorenen Seelen zurückgewinnen. Auch bei niedrigeren Trefferchancen lohnt es sich manchmal, das Risiko einzugehen. Wer daneben schießt, erhält zumindest Glückspunkte als Ausgleich. Quelle: PC Games Auch bei niedrigeren Trefferchancen lohnt es sich manchmal, das Risiko einzugehen. Wer daneben schießt, erhält zumindest Glückspunkte als Ausgleich.

Sechs Halunken müsst ihr sein

Für ihren seichten Plot dürften die Entwickler keinen Preis gewinnen, doch er reicht vollkommen aus, um die Rundentaktik für 20 bis 25 Stunden zusammenzuhalten. Die Inszenierung ist allerdings nur Mittelmaß: Es gibt Zwischensquenzen, die aus leicht animierten Artworks bestehen und die große Ereignisse illustrieren sollen, ohne dabei wirklich mitzureißen. Und es gibt jede Menge Dialoge, von denen die meisten auf Englisch eingesprochen wurden. Die Vertonung ist nicht die beste, manche Sprecher tragen ihre Rollen etwas zu dick auf, was sicher auch dem trashigen Skript geschuldet ist. Unterm Strich geht das aber noch in Ordnung, schließlich nimmt sich die Story selbst nicht wirklich ernst.

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