Neben der Killerspiel-Debatte ist die Suchtgefahr das beliebteste Argument gegen Spiele. Pure Propaganda oder können Games wirklich abhängig machen?
Quelle: Montage PC Games
Sind Spiele wirklich so gefährlich wie Drogen? Bis dato existiert Spielesucht im wörtlichen Sinn laut der renommierten American Psychiatric Association jedenfalls nicht. Diese verschloss sich bis dato dem Anliegen, exzessives Spielen als krankhaft im Sinne einer medizinisch-psychologischen Diagnose anzuerkennen. Dennoch sollte man nicht den Fehler begehen, die Kritiker zu belächeln und das Thema als Hirngespinst beiseitezuschieben. So radikal und überzogen manche Stimmen auch erscheinen – selbst Hardliner wie die Pfeiffers treffen einen wahren Kern. Etwa mit der Forderung nach mehr elterlicher Medienkompetenz. Konsolen und PCs sollten nicht als digitaler Babysitter eingesetzt werden. Seiten wie spielen-verbindet.de oder games4family.de helfen dabei. Hier erfährt man etwa, dass World of Warcraft ein Freigabe-System besitzt, mit dem sich die Spielzeit beschränken lässt.
Dass man es, egal ob als Jugendlicher oder Erwachsener, mit der Zockdauer übertreiben kann, steht außer Frage. Nur sollte man davon ausgehen, dass volljährige Spieler von Tetris, Bejeweled, Drakensang, Dragon Age, Die Sims, Modern Warfare 2 und Co nicht von der Teilnahme am sozialen Leben abgehalten werden. Der Mitarbeiter, der seinen Job verliert, weil er während der Arbeitszeit lieber FarmVille spielt als eine Excel-Tabelle zu bearbeiten, ist die Ausnahme, nicht die Regel. Auch sollte man keinem Spiel die Schuld geben, wenn ein junger Mann die Schule schmeißt. Man muss kein Wissenschaftler sein, um zu wissen, dass wie für die meisten anderen Dinge auch für Spiele gilt: Die Dosis macht das Gift.
