Final Fantasy 16: Einstellbarer Schwierigkeitsgrad und Dark Fantasy

Special Viktor Eippert
Final Fantasy 16: Einstellbarer Schwierigkeitsgrad und Dark Fantasy
Quelle: Square Enix

Am 22. Juni steht der Release von Final Fantasy 16 an. Wir konnten das neue Fantasy-Epos von Square Enix bereits stundenlang spielen. Was wir dabei erlebt haben, wie sich FF 16 von anderen Teilen der Reihe abhebt und mehr erfahrt ihr in unserer Preview.

Positiv aufgefallen ist uns, dass die Entwickler viel Wert darauf legen, dass möglichst wenig Spieler vom actionreichen Kampfsystem überfordert werden. Dafür sprechen Kleinigkeiten wie optische Hinweise in Bosskämpfen, die zeigen, in welchen Arealen große Flächenattacken landen. Oder eine dezente Anzeige am Bildschirmrand, die verrät, von wo eventuell Gefahr droht, falls sich gerade nicht alle Gegner im Kameraausschnitt tummeln. Auch konnten wir unsere Fähigkeiten im Talentbaum jederzeit komplett kostenlos zurücksetzen und neu verteilen, was zum Experimentieren anregt. Wobei wir nicht sicher sind, ob das nur für diese angepasste Presse-Version gilt oder auch im fertigen Spiel funktioniert. Wir vermuten aber Letzteres.

Auch lesenswert: Unser Vorschau-Special zu den Esper in Final Fantasy 16

Der wichtigste Punkt ist aber der individualisierbare Schwierigkeitsgrad in Form von ausrüstbaren Zubehör-Items. Spieler, die wenig bis keine Erfahrung mit Action Games haben, können einen Ring ausrüsten, der Kombos bei wiederholtem Drücken der Angriffstaste automatisch aneinanderreiht. Wer sich dagegen schwertut, Timings zum Ausweichen zu treffen, streift mit Clive den Ring des zeitigen Augenmerks über. Dadurch wechselt das Spiel kurzzeitig in Zeitlupe, wenn man attackiert wird, und der Ausweich-Button wird eingeblendet. Damit es aber nicht zu einfach wird, sind nur maximal drei dieser Gegenstände gleichzeitig ausrüstbar. Und schließlich belegt man damit auch wertvolle Item-Slots, die anderweitig nützliche Gegenstände beherbergen würden. Im Fähigkeiten-Baum schalten wir die Esper-Skills frei. Pro Esper gibt es allem Anschein nach fünf Fähigkeiten. Quelle: Square Enix Im Fähigkeiten-Baum schalten wir die Esper-Skills frei. Pro Esper gibt es allem Anschein nach fünf Fähigkeiten.

Für Genre-Veteranen und diejenigen, die wirklich alles aus Spielen rausholen, haben Naoki Yoshida und sein Team auch etwas in petto, wie sie uns im Interview verraten haben: Nach dem Durchspielen der Story wird sowohl ein New-Game-Plus-Modus freigeschaltet als auch der neue Schwierigkeitsgrad namens Final Fantasy. Da man im New Game Plus die im ersten Durchgang erspielte Charakterstufe und alle Fähigkeiten mitnimmt, bietet sich ein zweiter Durchgang im Final-Fantasy-Modus an. Der macht das Spiel nicht einfach nur schwieriger, es tauchen auch Gegner an anderen Stellen auf und sogar neue Widersacher versprechen die Entwickler für diesen Modus. Wer die ultimative Herausforderung sucht, aktiviert ein zusätzliches Handicap, das Clives Stufenaufstiege verhindert und zahlreiche Fähigkeiten sperrt.

Heftiger als gewohnt

Kommen wir von brutalen Herausforderungen zu brutalen Szenen. Das Dark-Fantasy-Setting von Final Fantasy 16 ist nicht bloßes Marketing - hier geht es definitiv düsterer, brachialer und blutiger zu als in bisherigen Teilen. Wenn wir Gegner mit starken Attacken erwischen, spritzt Blut, und zu Boden geworfenen, stark verwundeten Widersachern gibt Clive mit einem beherzten Schwertstich den Rest. Zudem halten sich die Charaktere weder verbal noch mit ihren Schwertern, Zähnen oder Klauen in den Zwischensequenzen zurück. Zu einem gewissen Grad ist das ein Bruch mit dem, was die Serie bisher im Hinblick auf Gewaltdarstellung aufgefahren hat.

Im Interview erklärt uns Producer Naoki Yoshida, dass es nicht unbedingt der Plan war, ein brutaleres Spiel zu entwickeln. Es ging vielmehr darum, eine glaubwürdige Welt zu erschaffen. Yoshida dazu: "Es ist natürlich eine Fantasy-Welt, aber wir wollten sicherstellen, dass sie sich so anfühlt, als könnte sie tatsächlich existieren. Wir haben da diese realistische Welt mit echten Problemen. Alle darin haben ihre Sorgen und ihre Werte und sie versuchen, in dieser harten Welt zu überleben. Entsprechend geschehen gewaltsame Dinge dabei. Wir hätten diese Ereignisse in der Gewaltdarstellung herunterspielen können, aber dann würde sich das in so einer realistischen Welt einfach billig anfühlen."

Dem Entwickler-Team bei Square Enix ist klar, dass dieser Schritt für manche Langzeit-Fans von Final Fantasy gewöhnungsbedürftig ist. Wir begrüßen den Ansatz. Schließlich ist Final Fantasy dafür bekannt, immer etwas Neues auszuprobieren - warum also nicht auch einen erwachsenen, düsteren Ansatz?

Noch viel mehr zu Final Fantasy 16

Wer zu Beginn genau aufgepasst hat, weiß sicher noch, dass wir drei Demos spielen konnten. Und die Dritte hatte es echt in sich, denn darin konnten wir eines der Highlights von Final Fantasy 16 ausprobieren: die Esper-Schlachten. Da es hierzu einiges zu sagen gibt, haben wir diesem Aspekt des Spiels kurzerhand gleich ein komplettes, eigenes Vorschau-Special spendiert! Darin haben wir alles Wissenswerte zu den Esper in FF 16 zusammengetragen. Zum Beispiel, welche Esper schon bestätigt sind, wie sie sich von den sonst üblichen Beschwörungen unterscheiden oder wie toll sie inszeniert sind. Und natürlich verraten wir euch auch, wie uns der Kampf Esper gegen Esper gefallen hat, den wir ausprobieren durften. Direkt steuern könnt ihr nur Clive, aber an bestimmten Stellen im Spiel schließen sich auch weitere Gefährten eurer Truppe an. Quelle: Square Enix Direkt steuern könnt ihr nur Clive, aber an bestimmten Stellen im Spiel schließen sich auch weitere Gefährten eurer Truppe an.

Aber das ist noch nicht alles! Wir haben noch einiges mehr an Berichterstattung rund um Final Fantasy 16. Zum Beispiel gehen wir drauf ein, welche Parallelen das Rollenspiel mit Game of Thrones aufweist. Auch im PC Games Podcast Folge #22 ist FF 16 ein großes Thema. Darin schildern Viktor und buffed -Kollegin Susanne ihre Eindrücke vom Anspiel-Event. Selbstverständlich findet ihr auch Video-Beiträge zum Spiel auf unserem Youtube-Kanal.

Ihr möchtet Viktor direkt zu seinen Spielerlebnissen in Final Fantasy 16 befragen? Oder darüber debattieren, welches Final Fantasy das Beste ist? Kein Problem! Denn er macht auf seinem Twitch-Kanal VikSpielt einen Special-Stream zu FF 16 am Montag, den 6. März ab 19 Uhr, wo er mit den Zuschauern über das Gespielte redet und Fragen beantwortet. Wenn ihr also mehr zu bestimmten Aspekten wissen möchtet, schaltet ein und stellt Fragen im Chat.

Final Fantasy 16 erscheint am 22. Juni 2023 für Playstation 5. Eine PC-Version ist offiziell noch nicht bestätigt, ist aber mit einem späteren Release-Datum nicht unwahrscheinlich. Freut ihr euch schon auf das neue Final Fantasy? Lasst uns außerdem gerne in den Kommentaren wissen, was ihr euch noch für Final Fantasy 16 wünscht, worauf ihr euch beim Rollenspiel am meisten freut und wie euch die letzten Teile der Reihe gefallen haben.

  1. Seite 1 Final Fantasy 16: Düster, intensiv, actiongeladen, imposant - große Hands-on-Vorschau
  2. Seite 2 Final Fantasy 16: Fetzige Action-Kämpfe, keine Open World
  3. Seite 3 Final Fantasy 16: Einstellbarer Schwierigkeitsgrad und Dark Fantasy
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