F1 25 im Test: Codemasters gelingt endlich wieder ein Schritt in Richtung Königsklasse

Test Michael Grünwald
F1 25 im Test: Codemasters gelingt endlich wieder ein Schritt in Richtung Königsklasse
Quelle: Electronic Arts | Bildmontage: PC Games

Mehr Umfang und besseres Racing: Codemasters und Electronic Arts bekommen mit F1 25 die Kurve und dennoch ist die Zukunft ungewiss.

Auch in Braking Point 3 werde ich meistens wieder in einen Grand Prix geworfen und muss innerhalb von wenigen Runden ein paar Gegner überholen oder meinen Platz verteidigen. Der Modus ist auch im dritten Jahr kurzweilig und ich hoffe, dass er in der Zukunft weiter vorhanden bleibt. Andere Sportspiele können sich gerne eine Scheibe davon abschneiden, denn spannende Storys gibt's da nicht wirklich.

Die verdiente Evolution

Ein wenig anders kommt in F1 25 der beliebte Karrieremodus daher. Nach sechs Jahren mit marginalen Veränderungen gibt's in MyTeam einiges Neues. Der größte Unterschied ist, dass ich nicht mehr einen fahrenden Teamchef spiele, sondern zwei Piloten verpflichte und ich vor jedem Rennen wähle, mit wem ich ans Steuer greife.

Fahrerauswahl in MyTeam Quelle: Electronic Arts Je nach Abschneiden verbessern oder verschlechtern sich Ruf, Moral und Leistungen meiner Fahrer. Und auch auf das Team haben die Rennergebnisse Auswirkungen. Ich bestreite die Rennen zwar selbst, aber MyTeam geht wieder eindeutiger in Richtung Managermodus. Zum Glück wurde auch das Vorsaison-Interview mit den unsinnigen Antwortmöglichkeiten gestrichen.

Zunächst treffe ich in F1 25 ein paar Entscheidungen bezüglich Startbudget und Leistungsfähigkeit meines Rennstalls, erstelle Logo und Design meiner Boliden, wähle einen Hauptsponsor und Motorenhersteller aus und noch einiges mehr. Das lief aber auch schon in den letzten Teilen so ab.

Im Hauptquartier verändern sich dagegen ein paar Dinge. Ich kann unter anderem an Schulungen teilnehmen, um mehr Führungsqualitäten zu erhalten. Nachdem mein Team über einen bestimmten Zeitraum Upgrades erforscht hat, müssen die passenden Teile erstmal entwickelt werden. Außerdem muss ich manchmal festlegen, welcher Fahrer die Verbesserungen zuerst erhält.

Fahrzeugentwicklung in MyTeam Quelle: Electronic Arts Es ist kein komplett neues Spielerlebnis, aber die Veränderungen sind logisch. Obwohl ich den MyTeam-Modus auch in den letzten Jahren ohne die Neuerungen nicht schlecht fand, sind die neuen Features wirklich dringend nötig.

Um ein schickeres Fahrzeug auf die Räder zu stellen, stehen mir zudem mehr Design-Möglichkeiten als in den Vorgängern zur Verfügung. Auch die Sponsorenaufkleber lassen sich viel individueller aufs Chassis anbringen.

Da fehlt die Formel 3

Die Fahrerkarriere hat bereits in F1 24 ihr großes Update spendiert bekommen und geht dieses Mal bis auf ein paar Kleinigkeiten leer aus. In dem Modus ersetze ich einen der realen Piloten oder erstelle mir einen eigenen Racer und arbeite mich die Karriereleiter nach oben. Dabei kann ich wählen, ob ich direkt in der F1 durchstarte oder zunächst in der Formel 2, also der Nachwuchsklasse, antrete.

Mir fehlt da aber eindeutig seit Jahren die Formel 3 in der F1-Reihe. Es wäre super, wenn ich mich aus der F3 in die Königsklasse hochkämpfen könnte, schließlich fährt auch die Rennserie an etlichen Wochenenden im Rahmenprogramm. Aber leider gibt's die Boliden nach wie vor noch nicht. Auch klassische Strecken und Fahrzeuge bleiben wieder außenvor.

Das Hauptquartier des MyTeam-Modus Quelle: Electronic Arts Dafür können die sogenannten Icons nun auch von anderen Teams verpflichtet werden. Das sind bekannte Fahrer aus der Vergangenheit wie Ayrton Senna, Michael Schumacher oder Jenson Button. Das ist ganz nett, genauso wie die Möglichkeit das Konnersport- oder ApxGP-Team aus dem kommenden F1-Film in die Karriere zu integrieren. Aber die F3 im Spiel wäre mir deutlich lieber.

Ich geb' Gas, das macht Spaß

Noch wichtiger als bestimmte Features ist allerdings das Gameplay. Denn, wenn das in einem Rennspiel nicht funktioniert, kann es direkt einpacken. Vor allem F1 22 und der letztjährige Titel F1 24 hatten ziemlich stark mit Balancing-Problemen zu kämpfen. F1 25 kommt dagegen deutlich besser weg und macht auf der Piste extrem viel Spaß.

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