F1 25 im Test: Codemasters gelingt endlich wieder ein Schritt in Richtung Königsklasse
Test
Mehr Umfang und besseres Racing: Codemasters und Electronic Arts bekommen mit F1 25 die Kurve und dennoch ist die Zukunft ungewiss.
Selten wurde eine Formel-1-Saison mit so viel Spannung erwartet wie die Aktuelle. Da wäre Lewis Hamiltons Wechsel zu Ferrari, das aufstrebende McLaren-Team, das Max Verstappen und Red Bull gefährden könnte und sechs Rookies, die zum ersten Mal in der Königsklasse an den Start gehen. Für Codemasters und EA gilt es nun, die Erwartungshaltung in ein gutes Spiel umzumünzen.
In den letzten Jahren hat die Qualität der Reihe immer wieder recht heftig geschwankt. Obwohl die F1-Reihe mit eher arcadigem Gameplay den großen Mainstream anspricht, darf man auch nicht die boomende Konkurrenz der Sim-Racer vergessen. Es wäre also der perfekte Zeitpunkt, um abzuliefern. Deswegen bin ich an den Test ziemlich gespannt herangegangen und ich muss direkt sagen, F1 25 (jetzt kaufen 59,99 € ) konnte mich größtenteils überzeugen. Ein paar nervige Kleinigkeiten bleiben aber ebenfalls beim Alten.
Ein Umfangmonster
Es ist wohl keine allzu große Überraschung, wenn ich euch nun verrate, dass es in unterschiedlichen Modi wieder um den virtuellen Weltmeistertitel der Königsklasse geht. Es stehen erneut alle offiziellen Strecken, Teams und Fahrer der F1-Saison zur Verfügung. Doch im neuen Teil der Reihe steckt noch deutlich mehr.
Seit 2021 kommt jedes zweite Jahr zum Beispiel der Story-Modus Braking Point mit dazu. In F1 25 startet Braking Point also in die dritte Saison und schon mal vorab: Auch da hat sich das Konnersport-Team zu einem Meisterschaftsanwärter gemausert. Worum sich die Geschichte in etwa dreht, erzähle ich euch gleich noch genauer.
Außerdem steht in diesem Jahr neben der Story noch die Überarbeitung des MyTeam-Modus im Rampenlicht. Endlich gibt's dort nämlich viele Neuerungen und Verbesserungen.
Technisch legt das Codemasters-Rennspiel ebenfalls einen Zahn zu. Durch Pathtracing sticht vor allem die PC-Version heraus, aber auch auf Konsolen muss sich F1 25 nicht verstecken. Aber nun wird's erstmal Zeit, auf die einzelnen Modi genauer einzugehen.
Netflix lässt grüßen
Mit der Rückkehr von Braking Point wird die Geschichte rund um das Konnersport-Team weitererzählt. Bei der Einführung im Jahr 2021 ging es größtenteils um den Konkurrenzkampf zwischen Nachwuchspilot Aiden Jackson und dem etablierten Fahrer Casper Akkerman.
Braking Point 2 im Jahr 2023 konnte mich dann mit einer erstaunlich tiefgründigen Story überzeugen. Es wurden Themen wie die Schwierigkeiten von Frauen im Motorsport und mentale Probleme behandelt. Im Vergleich zur The-Journey-Trilogie in den FIFA-Spielen ist die Erzählung von Braking Point nicht absolut klischeemäßig aufgebaut und kann mit einigen Twists überraschen.
Mit Braking Point 3 führt Codemasters die Reise von Jackson und seiner Teamkollegin Callie Meyer fort. In den Hauptrollen sind auch wieder Akkerman sowie Devon und Davidoff Butler dabei.
Ohne zu viel zu verraten, bleibt die Story ihrer Linie treu und es dreht sich nicht nur um die positiven Aspekte eines Rennstalls. Auch auf privater Ebene durchleben die Charaktere ein Wechselbad der Gefühle, was mich zwar teilweise an das gestellte Drama aus der F1-Doku Drive to Survive erinnert, aber interessant verpackt ist das Ganze schon.
Quelle: Electronic Arts
Ich kann dieses Mal vor manchen Veranstaltungen festlegen, ob ich mit Callie oder Aiden das nächste Kapitel in Angriff nehme. Große Veränderungen bringt das zwar nicht mit sich, da die meisten Events geskriptet sind, es ist aber trotzdem schön, eine Wahl zu haben. Zumindest verpassbare, sekundäre Ziele wirken sich auf Rufpunkte und bestimmte Kommentare von Fans aus. Zwischen den Rennen durchstöbere ich nämlich wieder meine Mails und Social Media, um mehr Hintergrundinformationen aufzusaugen.
