Evil Dead The Game: Das Multiplayer-Gesplatter im Test - Seite 2
Test
In unserem Test zu Evil Dead: The Game erfahrt ihr, warum Splatter und Fan-Service nicht reichen, um längere Zeit zu begeistern.
Ohnehin sollte man trotz neuer Fähigkeiten und Verbesserungen nicht erwarten, dass sich das Spielgefühl sonderlich unterscheidet. Egal, welche Klasse, alle Charaktere spielen sich sehr ähnlich. Während des Tests konnten wir uns beispielsweise auch recht mühelos mit unserer Jägerin durchprügeln, als wir zunächst keine Fernkampfwaffe fanden. So verwundert es auch nicht, dass viele Spieler nicht auf die Klassen ihrer Kameraden achten, sondern einfach immer das beste Zeug einsacken, das sie finden können.
Vier Freunde müsst ihr sein
Dabei baut das Spiel darauf, dass sich die Spieler gegenseitig unterstützen. Hilfreiche Gegenstände lassen sich mit L1/LB/Alt markieren. So kann man zum Beispiel auch ganz ohne Voice-Chat einem Ash Bescheid sagen, dass eine Kettensäge im Schuppen liegt oder anzeigen, wo es Pink-F-Flaschen gibt. Mit denen kann man innerhalb einer Session nämlich Charakterwerte wie Nahkampf, Fernkampf, Gesundheit, Ausdauer oder Amulette verbessern. Letztere gewähren zusätzlichen Schutz. Ihr merkt schon, ihr solltet in Evil Dead: The Game nicht einfach auf Deadite-Fieslinge zustürmen, ansonsten landet ihr schneller in der Hölle, als ihr "Klaatu Verata Nektu" sagen könnt.
Evil Dead: The Game im Test
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Ihr startet in jede Runde ohne Waffen oder sonstige Gegenstände und solltet daher mit eurer Gruppe auch Hütten und Häuser nach hilfreichen Dingen durchforsten. Dabei dürft ihr aber nicht das Zeitlimit außer Augen lassen. Innerhalb von 30 Minuten müsst ihr drei Kartenteile finden, wodurch euch die Fundorte des kandarischen Dolches sowie der fehlenden Seiten des Necronomicons offenbart werden.
Quelle: PC Games
Evil Dead: The Game ist klar auf Teamplay ausgelegt. Nur, wer in der Gruppe zusammenarbeitet, hat auch gegen Bossgegner wie Evil Ash eine Chance. (PC)
Die lassen sich aber nicht einfach aufheben. Stattdessen müsst ihr innerhalb eines abgesteckten Bereiches Gegnerhorden abwehren, bis ihr das Objekt schließlich einsacken könnt. Anschließend werden die manifestierten dunklen Mächte auf der Karte markiert.
Den Dunklen müsst ihr dann noch einheizen, bevor schlussendlich das Necronomicon erscheint, das ihr zwei Minuten vor Gegnern beschützen müsst, bis es das Böse einsaugt und ihr die Runde gewonnen habt. Klingt verwirrend, ist aber tatsächlich schnell durchschaut.
Das liegt vor allem daran, dass jede Runde genau gleich abläuft: Ausrüsten, Kartenstücke finden, Dolch und Seiten einsacken, Dunkle verstrahlen, Necronomicon schützen. Dazwischen sammelt man besseres Zeug, killt Gegner und rennt entweder durch die Gegend oder fährt mit einem Auto. Wer fährt oder schießt, verrät aber natürlich dem Dämon seine Position, sodass dieser seine Horden schicken oder Fallen einsetzen kann. Allerdings sind die Karten eben auch wirklich groß.
Und dennoch fehlt es auch hier an Abwechslung, denn zum Launch stehen nur zwei Maps zur Verfügung. Eine dritte soll demnächst als Gratis-DLC erscheinen. Obwohl die Karten verschiedene Witterungsbedingungen bieten und verhältnismäßig groß sind, hat man schnell alles gesehen.
Quelle: PC Games
Mit jeder Waffe gibt es verschiedene Finishing-Moves. Leider kann man nicht aussuchen, welche man ausführt und die Animationen dauern zu lang. (PS5)
Das ist schade, denn auch spielerisch gibt es nicht allzu viel Varianz. Fans der Vorlage freuen sich natürlich, als Ash die Kettensäge oder als Henry, der Rote, das Schwert zu schwingen und dabei zu sehen, wie das Blut nur so spritzt und allerlei Körperteile durch die Luft fliegen. Auch das nutzt sich aber relativ zügig ab.
Die Kamera ist etwas zu nah an den Charakteren, das Movement ist etwas sperrig und die spektakulären Finishing-Moves hat man auch bald alle gesehen, was dazu führt, dass man oftmals auf sie verzichtet, weil sie viel zu viel Zeit kosten, während die Gruppe gerade von Gegnern angegriffen wird.
Die Heil-Animation ist sogar besonders nervig. Möchte man Lebensenergie zurückgewinnen, muss man einen Schluck Cola trinken. Das dauert aber viel zu lange und die Energie bekommt man nur, wenn die komplette Animation beendet wird. Im Eifer des Gefechts mal eben heilen, das ist so teilweise unmöglich. An anderer Stelle fehlen hingegen Animationen. Kisten gehen einfach auf und statt in ein Auto einzusteigen, ploppt man einfach rein.
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