Diablo 4: Rätselraten nach der Beta - Wer oder was ist der Blutige Wolf? (Leichte Spoiler)

Special Felix Schütz
Diablo 4: Rätselraten nach der Beta - Wer oder was ist der Blutige Wolf? (Leichte Spoiler)
Quelle: PC Games

Wenn ihr die Beta von Diablo 4 gespielt habt, seid ihr im bereits begegnet: Der Blutige Wolf (Bloodied Wolf) zählt schon jetzt zu den mysteriösesten Charakteren im Spiel. Aber wer oder was steckt hinter der geheimnisvollen Figur? Vorsicht: Leichte Spoiler!

Ihr habt die Beta von Diablo 4 gespielt? Prima, dann wisst ihr bestimmt, worum es jetzt geht: Der mysteriöse Wolf, der bereits im Intro einen bedeutungsschwangeren Auftritt hat. Seitdem fragen sich viele Spieler auf Reddit und in einschlägigen Foren: Wer steckt hinter der blutigen Kreatur? Wie lassen sich seine Aussagen deuten? Und vor allem: Was sind das eigentlich für merkwürdige Runen, die sich auf seinem Schädel befinden und die man nur kurz genauer betrachten darf? Wir haben uns ein paar Gedanken dazu gemacht. Aber bevor wir etwas tiefer einsteigen, hier noch eine Warnung: Vorsicht, Spoiler! Falls ihr den ersten Akt von Diablo 4 noch nicht gespielt habt und absolut nix vorher wissen wollt, raten wir euch: Verlasst diese Meldung und lest stattdessen lieber die hier. Sobald ihr die Beta bzw den ersten Akt hinter euch habt, kommt einfach hierher zurück und fühlt euch schon jetzt herzlich eingeladen, in den Kommentaren mitzurätseln!

ACHTUNG: Ab hier folgen leichte Spoiler aus dem Prolog und dem ersten Akt von Diablo 4 (jetzt kaufen ). Beide Kapitel kann man schon in der Beta komplett spielen. Wir behandeln keine Ereignisse aus dem späteren Spielverlauf.

Begegnungen mit dem Wolf

Schauen wir uns zunächst kurz an, was wir über den Wolf im Spiel erfahren. Im Intro taucht er zu Beginn in der Höhle auf. Wir sehen hier in einer sehr kurzen Einstellungen seltsame Runen auf seinem Schädel. Nachdem wir erwachen, ist der Wolf allerdings verschwunden. Deutlich später gelangen wir während der Hauptquest in eine albtraumhafte Vision von Tristram, das völlig zerstört und überwuchert vor uns liegt, während sich am Kartenrand ein höllisches Inferno ausbreitet. In diesem Abschnitt können wir uns mit dem Wolf unterhalten. Er stellt sich uns als "eine Art Bewunderer" vor und behauptet, uns in den Bergen vor dem Erfrieren gerettet zu haben. Das zerstörte Tristram bezeichnet er abfällig als primitive Illusion der Horadrim. Warum er uns hilft? Seine Antworten sind vage: "Ihr wollt Lilith aufhalten, und ich will, dass Ihr Erfolg habt. Aber wenn Ihr den Horadrim folgt, schafft ihr das nie. Ihr Weg endet immer in Feuer und Tod."

In einer feurigen Version von Tristram lernen wir den Wolf näher kennen. Quelle: PC Games In einer feurigen Version von Tristram lernen wir den Wolf näher kennen. Dabei wird schnell klar: Dieses Wesen führt nichts Gutes im Schilde. Kurz darauf erklärt der Wolf, er sei gekommen, um uns zu warnen: "Der Tag wird kommen, an dem die Horadrim straucheln. Seid nicht in der Nähe, wenn das geschieht." Generell scheint der Wolf wenig Liebe für die Horadrim übrig zu haben. Als er erwähnt, dass der Orden einst eine ganze Stadt über dem Gefängnis von Diablo errichtet hat (rückblickend nicht die beste Idee!), muss sogar er lachen. Wir können ihn nochmals fragen, warum er Lilith aufhalten will, doch er gibt sich wieder kurz angebunden: "Mir gefällt die Welt, wie sie war - ohne Lilith. Ihre kleine Rebellion führt nur zur Chaos."

Wer ist der Blutige Wolf?

In verschiedenen Foren wird nun eifrig diskutiert, um wen es sich bei dem Wolf handeln könnte. Manche vermuten, es handelt sich einfach um einen wiederauferstandenen Diablo, nachdem seine Seele (und die der sechs anderen Übel) aus dem Schwarzen Seelenstein befreit wurden. Andere tippen eher auf Zoltun Kulle, der sich schon in Diablo 3 als praktisch unsterblich herausgestellt hat - seine Stimme und die des Wolfes weisen eine gewisse Ähnlichkeit auf. Ebenfalls im Rennen bei vielen Fans: Rathma, der legendäre Nekromant, der auch in der Beta von Diablo 4 eine wichtige Rolle in der Geschichte spielt. Was für Rathma sprechen könnte? Er hat seinen Tod vorausgesehen - und möglicherweise hat er seine Wiederauferstehung für den Tag geplant, an dem seine Mutter Lilith nach Sanktuario zurückkehrt. Andere tippen dagegen eher auf Trag'Oul, der ebenfalls eng mit Rathmas Geschichte verwoben ist.

Die Runen sind der Schlüssel

Die Runen auf der Stirn des Wolfes stimmen mit den Runen aus Adrias Beschwörungsformel überein. Quelle: PC Games Die Runen auf der Stirn des Wolfes stimmen mit den Runen aus Adrias Beschwörungsformel überein. Unser Erspartes setzen wir aber auf einen anderen Charakter: Mephisto, entweder höchstpersönlich oder in Gestalt eines Dieners. In der Lore von Diablo ist er der Vater von Lilith und eine Schlüsselfigur im Ewigen Konflikt zwischen Himmel und Hölle. Lilith hat Sanktuario gegen den Willen ihres Vaters erschaffen, doch als die Großen Übel davon erfuhren, erkannten sie, dass der Krieg nur über die Welt der Nephalem (und Menschen) entschieden werden kann. Lilith dagegen scheint in Diablo 4 ihre eigenen Pläne zu verfolgen - es ist absolut denkbar, dass sie versuchen wird, Sanktuario gegen Himmel und Hölle gleichermaßen zu verteidigen und vielleicht sogar die Sieben Übel selbst zurückzuschlagen. Was definitiv nicht in Mephistos Interesse wäre. (Und falls sich jemand fragt, ob Inarius da nicht noch ein Wörtchen mitzureden hat: Den lernen wir in Diablo 4 regelrecht verbittert kennen, in einem Gespräch macht er deutlich, dass er vor allem danach strebt, in den Himmel zurückzukehren. Hat er die Menschheit bereits aufgegeben? Oder schließt er sich Liliths Plänen an?)

Es gibt aber noch einen anderen Grund, der deutlich mehr für Mephisto als Akteur hinter dem blutigen Vierbeiner spricht: die Runen auf dem Schädel des Wolfes. Ein paar findige Fans haben die Symbole nämlich mittlerweile zuordnen können. In dem offiziellen Begleitwerk Book of Adria (hierzulande als Diablo: Die Adria-Chronik veröffentlicht) sind zahlreiche Glyphen und Beschwörungen aufgezeichnet, die Adria verwendet hat, um die Sieben Übel an den Schwarzen Seelenstein zu binden. Wie man unschwer erkennen kann, sind die Runen für Mephistos Ritual nahezu identisch mit denen auf dem Wolfskopf. Die gleichen Glyphen sind übrigens auch auf der Website des Künstlers Fernando Forero zu sehen, der laut eigenen Angaben maßgeblich an dem Buch mitgewirkt hat.

Habt ihr die Beta von Diablo 4 gespielt? Macht mit bei unserer Umfrage!

Handelt es sich also um Mephisto in tierischer Gestalt? Oder um einen alten Handlanger von Mephisto, der nun seine Stunde gekommen sieht und den Spieler gegen Lilith in Stellung bringen will? Oder ein ehemaliger Horadrim, der nun in den Diensten der Hölle steht? Manche glauben, für einen Sekundenbruchteil die Umrisse eines Engels in der knöchernen Stirn des Wolfes zu erkennen.

Andere spekulieren sogar, es könnte sich bei dem Wolf um einen korrumpierten Geist von Deckard Cain handeln - so weit würden wir zwar nicht gehen, aber: Wir rechnen zumindest damit, dass es sich die Autoren diesmal nicht so einfach machen werden, Mephisto irgendwann einfach aus der Wolfshaut erscheinen zu lassen. Schließlich lernen wir schon früh, dass wir absolut niemandem in der Welt von Diablo 4 trauen sollten. Wir sollten uns also auf die eine oder andere Überraschung gefasst machen. Schön werden sie nicht sein, da sind wir uns nach der Beta schon ziemlich sicher. Was denkt ihr, wer hinter der Wolfsgestalt stecken könnte? Schreibt es uns in die Kommentare!

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