CoD Black OPs Cold War - RTX und DLSS: Die RTX-Effekte im Spiel
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In Call of Duty: Black OPs Cold War gibt es Raytracing-Effekte, für die Nvidias RTX-Grafikkarten prädestiniert sind. Wir haben uns anhand einer Nvidia GeForce RTX 3080 die Effekte näher angesehen und auch Performance-Tests durchgeführt. Gleiches gilt für die Nvidia-Technik DLSS, die mit Hilfe von künstlicher Intelligenz die Grafikkarte unterstützen und entlasten kann.
DLSS - Qualität und Performance
Eine interessante neuere Technologie von Nvidia ist DLSS. Auch diese haben wir mit der GeForce RTX 3080 ausprobiert, und zwar den Modus "Qualität", bei dem eine möglichst gute Bildqualität das Resultat sein soll und der für unsere Testauflösung WQHD (2560 mal 1440 Pixel) auch empfohlen wird. Weitere Modi sind Ultra-Performance (für 8K gedacht), Leistung (für 4K) und Ausgeglichen. Wirklich sichtbar sind die Unterschiede im Modus "Qualität" im Vergleich zum deaktivierten DLSS nicht, jedenfalls nicht direkt im Sinne von besser oder schlechter - aber das ist ja auch einer der Zwecke von DLSS. Denn DLSS kann bei gleicher Grafik-Qualität für mehr FPS sorgen.
In diesem Artikel
Wir haben unsere Tests im Modus "Qualität" durchgeführt, da wir selbst bei maximalen Details in WQHD und ohne DLSS stets genügend FPS hatten und keine Leistungs-orientierte DLSS-Variante benötigten. DLSS nutzt KI-generierte Informationen und Algorithmen, um bei der Grafikberechnung zu helfen. Strenggenommen ist DLSS eine Art Supersampling und erzeugt das Bild in einer höheren Auflösung.
Quelle: Screenshot Antonio Funes
CoD Black OPs Cold War - Screenshotr aus der ersten Mission
Dabei gleicht DLSS das Ergebnis zwecks einer Optimierung mit Screenshots aus einer großen Datenbank ab, damit das berechnete Bild später in der Ziel-Auflösung besser aussieht als ohne DLSS. Bei Call of Duty: Black OPs Cold War ersetzt DLSS das normale Anti-Aliasing (Kantenglättung). Der Hauptzweck ist also, dass ihr im Bild keine sichtbaren Pixel-Treppchenbildung habt und dies weniger Performance kostet als ohne DLSS, aber mit aktivertem Anti-Aliasing. DLSS kann die Grafikkarte also bei der Echtzeitberechnung entlasten - das Ergebnis sind höhere FPS-Werte bei gleichbleibender Qualität, wie wir oben bereits vermerkten, oder eben auch gleichbleibende FPS-Werte trotz einer Grafik, die einem höheren Detaillevel entspricht.
Dies ist vor allem für 4K interessant, denn falls ihr ohne DLSS beispielsweise in 4K nur mit mittleren Details die 30 FPS-Grenze knackt, könnten mit Hilfe von DLSS vielleicht doch hohe Details beziehungsweise eine Optik wie bei hohen Details mit über 30 FPS drin sein. Nvidia weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass DLSS bei höheren Auflösungen möglicherweise besser zur Geltung kommt. Denn bei niedrigen Auflösungen kann es vorkommen, dass die CPU ein zu großer Faktor wird, vor allem wenn man keine sehr starke CPU nutzt. Bei niedrigeren Details und/oder Auflösungen wiederum kann es sein, dass ohne DLSS ohnehin schon sehr viel FPS zustandekommen, so dass DLSS, was natürlich trotzdem etwas Leistung benötigt, im Nachteil ist. Das folgende Bild haben wir als weiteren Vergleich der RTX-Effekte eingebettet - es zeigt nicht die DLSS-Einflüsse.
Cod Black OPs Cold War Screenshot Vietnam
Achtet auf die Schatten links, die ohne RTX-Effekte gar nicht vorhanden sind. Das Gras in der Mitte des Bildes ist mit RTX wiederum viel heller - vermutlich durch das vom rechten Helikopter reflektierte Licht. Unter diesem Helikopter entstehen wiederum mit RTX-Effekten mehr Dunkelheit und durch das diffusere Licht weniger scharfe Schatten. Rechts neben dem Wachturm, der hinter dem Helikopter zu sehen ist, wird es wiederum heller, ebenfalls mutmaßlich durch refklektiertes Licht.
Leistungsbetrachtung
Doch wie sieht es mit der Leistung aus, die Raytracing benötigt respektive die DLSS bringen kann? Wir haben mehrere Missionsteile gespielt, bei denen wenig gekämpft wird, um Einflüsse durch KI-Gegner, Kampfhandlungen und hektische Bewegungen zu minimieren. Außerdem haben wir auch gegen Bots im Multiplayermodus gespielt. Dabei verwendeten wir, was die Einstellungen abseits von Raytracing und DLSS angeht, maximale Details und als Auflösung WQHD.
Quelle: Screenshot Antonio Funes
RTX-Vergleich im KGB-Gebäude
Insgesamt zeigten sich dabei sehr unterschiedliche Ergebnisse - zum Teil spielte es kaum eine Rolle, ob wir Raytracing und/oder DLSS aktivierten oder nicht. Wir spielten beispielsweise eine Mission im KGB-Gebäude Lubjanka sowie gegen Bots auf der Map "Moskau" - dabei hatten in jeder Kombination mit oder ohne RTX und DLSS durchschnittlich 75 bis 80 FPS. Bei der Story-Mission gab es fast keine Unterschiede, auf der Map "Moskau" waren es ohne RTX-Effekte etwa 10 Prozent mehr Bilder pro Sekunde.
Es gab aber auch Fälle, wo wir aber einen klaren Leistungs-Unterschied feststellen konnten. Aber auch hier war es uneinheitlich. So lagen die FPS-Werte ganz ohne Raytracing bei einer Mission in winterlicher Umgebung mit viel Sonne, wo man also einen starken Einfluss auf die RTX-Effekte betreffen Sonnenschatten erwarten könnte, bei etwa 77. Aber auch bei aktiviertem RTX sowie DLSS hatten wir 76 FPS. Lediglich bei deaktiviertem DLSS, aber aktiviertem RTX sanken die Werte stark ab, und zwar auf 57 FPS. Das ist ein Minus von etwa 25 Prozent. Bei anderen Tests mit einer Misssion in Vietnam wiederum gab es sogar einen 45-Prozent-Abfall vom besten zum schlechtesten Wert, nämlich von deaktiviertem RTX in Verbindung mit DLSS im Vergleich zu aktivertem RTX ohne DLSS. Wir haben anhand von vier Beispiel-Messwertdurchgängen eine anschauliche Balkengrafik erstellt, die auch die Unterschiede von Fall zu Fall aufzeigt:
Quelle: Screenshot Antonio Funes
FPS Vergleich CoD Black OPs Cold War
Da die Ergebnisse sehr unterschiedlich ausfallen, können wir leider keine klare Beurteilung abgeben - hierfür müsste man bestenfalls alle Missionen mehrfach in den mindestens vier möglichen Kombinationen (Mit RTX und DLSS - ohne RTX und DLSS - nur RTX - nur DLSS) nachspielen.
Für die Frage, wie es im Multiplayermodus aussieht, sollte man ebenfalls alle vier Kombinationen jeweils mindestens 10 bis 20 Stunden spielen - oder sogar in mehr als vier Kombinationen, denn es gibt ja auch noch weitere DLSS-Modi als den von uns verwendeten Qualitäts-Modus. Die Ergebnisse zu solch umfangreichen Tests könnten aber wiederum durch einen Patch oder neue Grafikkartentreiber verändert werden, so dass ein so großes Testszenario nicht wirklich durchführbar ist. Trotzdem meinen wir, dass wir euch eindeutige Tipps geben können. Denn einen Trend können wir aber in jedem Falle feststellen, nämlich dass aktiviertes Raytracing ohne die Hilfe von DLSS am wenigsten FPS bringt, und zwar oftmals zwischen 25 und 45 Prozent weniger. Kombiniert mit aktivertem DLSS (Qualität) gibt es es wiederum die besten Performance-Ergebnisse, aber in vielen Fällen ist der Abstand zu deaktiviertem RTX und ohne DLSS gering, teilweise gibt es ohne DLSS auch etwas mehr FPS. Das bedeutet: Mit aktiertem DLSS habt ihr die beste Chance auf gute FPS-Werte bei guter Qualität.
