CoD Black Ops Cold War auf RTX 3080: Leistungsvergleich mit Raytracing und DLSS
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In Call of Duty: Black OPs Cold War gibt es Raytracing-Effekte, für die Nvidias RTX-Grafikkarten prädestiniert sind. Wir haben uns anhand einer Nvidia GeForce RTX 3080 die Effekte näher angesehen und auch Performance-Tests durchgeführt. Gleiches gilt für die Nvidia-Technik DLSS, die mit Hilfe von künstlicher Intelligenz die Grafikkarte unterstützen und entlasten kann.
Seit Freitag, dem 13. November, heißt es bei Call of Duty wieder "Auf in den Kampf!" - diesen neuesten Call of Duty Ableger, Black OPs Cold War, haben wir auch bereits getestet. Gerade in der Singleplayer-Kampagne ist die Optik für viele Gamer besonders wichtig, aber auch die Performance ist ein Punkt. Und hier kommen zwei mögliche Elemente zur Geltung, auf die die RTX-Grafikkarten von Nvidia spezialisiert sind: Raytracing und DLSS. Vor allem um zu sehen, wie die Raytracing-Effekte die Grafik zu verändern, haben wir uns Call of Duty: Black OPs Cold War (jetzt kaufen 23,67 € ) genauer angesehen.
In diesem Artikel
Um ohne größere Einschränkungen testen zu können, verwenden wir eine Nvidia GeForce RTX 3080 in der Founders Edition, die uns Nvidia zur Verfügung gestellt hat. Wir haben zu Raytracing einige Vergleichsscreenshots erstellt, aber auch die Performanceunterschiede mit aktiviertem und deaktiviertem Raytracing sowie DLSS gemessen. Zuerst erklären wir aber die beiden Technologien.
Raytracing
Raytracing ist keine Erfindung von Nvidia. Vielmehr handelt es sich dabei um eine sehr ursprüngliche Art, 3D-Grafik zu berechnen. Schon vor gut zwei Jahren hatten wir zu Raytracing ein Special veröffentlicht. Übersetzt bedeutet das Wort Raytracing so viel wie Strahlen-Rückverfolgung. Und das trifft der Kern auch sehr gut. Denn es werden beim Raytracing virtuelle Strahlen, die vom Benutzer beziehungsweise dessen "Kamera" starten, in die 3D-Szene hinein verfolgt.
Quelle: Screenshot Antonio Funes
Call of Duty Black OPs Cold War in Vietnam
Dabei werden Materialen, Reflexionen, Lichtquellen und so weiter von den Gegenständen beachtet, auf die die Strahlen treffen - aber es werden auch Gegenstände und Lichtquellen beachtet, die aus Sicht der aktuellen Kamera gar nicht zu sehen sind und die Lichtverhältnisse, Farben und Schattenbildung beeinflussen. Die üblichen 3D-Engines beachten nur das, was von der Kamera aus zu sehen ist. Der Vorteil von Raytracing ist, dass das Ergebnis sehr realistisch ist, wenn man für das komplette 3D-Bild auf diese Berechnung setzt. Daher wird Raytracing seit vielen Jahren bei Hollywood-Filmen für die Grafikberechnung genutzt. Der Nachteil ist, dass es sehr viel Leistung frisst, was bei Filmen aber nicht schlimm ist. Denn die Bilder müssen ja nicht in Echtzeit beim Schauen des Filmes berechnet werden, sondern werden im Laufe der Produktion des Filmes Bild für Bild berechnet. Natürlich lassen sich inzwischen schon viel mehr Bilder pro Arbeitstag berechnen als beispielsweise noch zu Zeiten von "The Abyss" von James Cameron, in dem 1989 erstmals Raytracing auf einem für den Zuschauer faszinierend realistischen Niveau eingesetzt wurde. Damals wurde die Technik nur für wenige Filmminuten eingesetzt, da sie noch enorm teuer war, aber auch da die Berechnung noch so viel Zeit benötigte, dass man sich auf eine im Film nur wenige Minuten dauernde Sequenz beschränken musste.
In Spielen aber verlangt man mindestens 30 Bilder pro Sekunde in Echtzeit. Nvidia hat zu diesem Zweck seit Herbst 2018 die RTX-Grafikkartenserie auf dem Markt. Das RT steht stellvertretend für Raytracing. Diese Grafikkarten haben zusätzliche Rechenmodule, die speziell für auf der Raytracing-Idee basierende Grafikberechnungen zuständig sind. Um das komplette Bild in einem Spiel per Raytracing zu berechnen und dabei eine Grafik zu bieten, die mindestens das bietet, was man auch von normaler Spielegrafik gewohnt ist, wäre aber selbst Nvidias aktuelles Flaggschiff GeForce RTX 3090 zu schwach.
Seit Einführung der RTX-Technik gibt es aber in einigen Spielen Elemente, die per Raytracing umgesetzt werden, wie beispielsweise Schatten oder Reflexionen. Dies sind zwar auf den ersten Blick nur Kleinigkeiten, vor allem wenn man bedenkt, dass diese Dinge ja auch mit einer normalen Grafikengine umgesetzt werden können. Mit Raytracing können diese Elemente aber der Spielegrafik den letzten Kniff geben, um eine noch realistischere Atmosphäre zu kreieren und die Szene (im physikalischen Sinne) optisch korrekter darzustellen. Auch die neuen AMD-Grafikkarten könnten zwar diese Raytracing-Effekte berechnen. Da sie aber keine spezialisierten Bauteile haben, kostet dies deutlich mehr Leistung als mit einer RTX-Grafikkarte.
