CoD Black OPs Cold War - RTX und DLSS: Die RTX-Effekte im Spiel
Special
In Call of Duty: Black OPs Cold War gibt es Raytracing-Effekte, für die Nvidias RTX-Grafikkarten prädestiniert sind. Wir haben uns anhand einer Nvidia GeForce RTX 3080 die Effekte näher angesehen und auch Performance-Tests durchgeführt. Gleiches gilt für die Nvidia-Technik DLSS, die mit Hilfe von künstlicher Intelligenz die Grafikkarte unterstützen und entlasten kann.
RTX-Effekte bei Call of Duty: Black OPs Cold War
Bei Call of Duty: Black OPs Cold War gibt es zwei Raytracing-Elemente, die wir der Einfachheit halber mit dem Kürzel RTX verbinden werden: Schatten und Umgebungsverdeckung. Die RTX-Schatten sind im Grafikoptionsmenü des Spiels wiederum unterteilt in durch die Sonne erzeugte Schatten sowie "lokale" Schatten, also Schatten durch künstliche Lichtquellen. Die RTX-Umgebungsverdeckung betrifft indirekt ebenfalls die Schattenberechnung, denn hier geht es um Einflüsse auf die Schattenbildung durch umgebende Gegenstände, Materialien und Reflexionen. Vereinfacht gesagt klärt dies die Frage, wie viel Licht oder Schatten an bestimmten Stellen durch indirekte Einflüsse entsteht, also ob es dort etwas heller oder dunkler sein müsste als durch eine klassische 3D-Engine berechnet.
In diesem Artikel
Im Multiplayermodus sind die RTX-Effekte bei Call of Duty: Black OPs Cold War übrigens nicht auf allen Maps mit im Spiel.
Wir haben unsere Screenshots und Testergebnisse mit der Singleplayer-Kampagne sowie mit einer Map des Multiplayer-Modus erstellt, die Raytracing bietet. Insgesamt müssen wir sagen, dass es in vielen Szenen zwar einen Unterschied gibt - da es aber nur um eine korrektere Schattendarstellung und Umgebungsverdeckung geht, sollte man nicht zu viel erwarten und muss sehr genau hinsehen. So etwas wie beeindruckend realistische Feuer-Reflexionen in Pfützen oder ähnliches gibt es im Spiel allerdings nicht, jedenfalls keine, die durch Raytracing entstehen.
Screenshot-Beispiel 1
Es kann aber kurioserweise durch Raytracing passieren, dass manch einer das optische Ergebnis als schwächer empfindet im Vergleich zu deaktiviertem Raytracing. Nämlich dann, wenn die Schatten mit RTX-Effekten viel schwächer und verwaschen aussehen, weil es anhand der Lichtverhältnisse auch völlig korrekt so ist. Dies zeigt direkt unser erster Screenshot-Vergleich: Links ohne Raytracing, rechts mit. Wenn ihr der Slider nach links schiebt und somit das Bild ohne RTX-Effekte durch das mit RTX-Effekten ersetzt, werdet ihr sehen, dass die vorher sehr scharfen, konturenreichen Schatten links an der Wand plötzlich viel schwächer und undeutlicher werden - und auch der Bus weiter hinten im Bild hat mit RTX-Effekten viel weniger und diffusere Schatten als ohne RTX-Effekte:
CoD Black OPs Cold War RTX-Effekte
Dies liegt offenbar daran, dass die Lichtverhältnisse durch die recht tiefstehende Sonne und den nassen Boden viel diffuser sind und durch Reflexionen beeinflusst werden, was die RTX-Effekte aber korrekt abbilden und den Schatten daher verwaschener sowie viele Flächen heller darstellen. Die RTX-Umgebungsverdeckung sorgt wiederum dafür, dass manche Schatten wie der an der Unterkante der Wand, direkt links von dem roten Transparent, dunkler dargestellt werden, weil dort anhand der Raytracing-Berechnung weniger Licht hingelangt.
Screenshot-Beispiel 2
Einen umgekehrten Fall zeigt ein Slider-Vergleich aus einer Mission. Hier wird der Schatten des Geländers und der Stange bei aktiviertem Raytracing schärfer, und bei dem Block links im Bild, der in der Sichtverlängerung des Geländerpfostens beginnt, entsteht überhaupt erst ein Schatten, der dem Block einen plastischeren Charakter verleiht. Die Umgebungsverdeckung sorgt wiederum dafür, dass rechts im Bild ein dunklerer Rahmen entsteht und es links unterhalb des Dachbereiches ebenfalls dunkler wird. Auch diesen Screenshot haben wir als Slider-Bild eingebettet:
CoD Black OPs Cold War RTX-Effekte 2
Vierfach-Vergleich RTX-Effekte
Ein weiterer Vergleich, bei dem wir den gleichen Bildausschnitt mit vier verschiedenen Einstellungen (ganz ohne RTX-Effekte, nur Umgebungsverdeckung, nur Schatten und alle RTX-Effekte) zu einer Collage zusammengestellt haben, zeigt die Unterschiede recht gut. Achtet auf die beiden Holzkisten rechts im jeweiligen Ausschnitt und die Drahtkorb weiter hinten.
Quelle: Screenshot Antonio Funes
CoD Black OPs Cold War: Vierfach-Vergleich
Mit aktivierter Umgebungsverdeckung entsteht zwischen den beiden Holzkisten ein deutlich dunklerer Bereich. Mit aktivierter Raytracing für Sonnen- und Lichtquellen-Schatten entsteht wiederum ein Schatten auf den Holzkisten, und der Drahtkorb wirft selbst auch einen Schatten. Ist alles aktiv, gibt es die neuen Schatten sowie auch den dunkleren Bereich zwischen den Holzkisten.
