Call of Cthulhu-Preview: Cyanides Detektiv-Rollenspiel ist eine atmosphärische Pen&Paper-Umsetzung
Special 17,99 €
Call of Cthulhu des französischen Entwicklers Cyanide könnte eine würdige Umsetzung des gleichnamigen Pen&Paper-Rollenspiels werden. In Paris war der Horror-Titel einmal mehr vorab zu bestaunen. Der Release verzögert sich zwar weiter, aber die vielfältigen Lösungsmöglichkeiten verzaubern Redakteur Peter Bathge bereits. Jetzt muss es ihn in der Vollversion nur noch richtig schön gruseln!
Wer schon mal geschäftlich in Paris war, der kennt das Anlitz des wahren Grauens. Es verbirgt sich hinter der Fassade des Flughafens Paris-Charles-de-Gaulle, schimmert durch die Abgaswolken der viel zu vielen Pkws auf den viel zu engen Straßen von Frankreichs Hauptstadt - und zeichnet sich klar im Gesicht des typischen hochnäsigen französischen Kellners ab. Kein Wunder also, dass aus Paris mit Call of Cthulhu (jetzt kaufen / 17,99 € ) der pure Horror kommt - wenn auch mit Verspätung.
Das offizielle PC/PS4/Xbox One-Spiel zum Pen&Paper-Rollenspiel Call of Cthulhu soll 2018 endlich erscheinen. Der Release hat sich verzögert, dabei machte das Detektivspiel voller Tentakelmonster bereits Anfang 2017 einen runden Eindruck in unserer Vorschau. Genau ein Jahr später präsentierte Entwickler Cyanide das ungewöhnliche Rollenspiel erneut den versammelten Pressevertretern - und wieder waren wir von der dichten Atmosphäre und den vielen spielerischen Möglichkeiten in Call of Cthulhu angetan. Mehr dazu in der Preview!
Call of Cthulhu-Vorschau: Atmosphäre top!
Quelle: Focus Home Interactive
Call of Cthulhu macht Dishonored alle Ehre: Vorschau zum Horror-Detektivspiel (4)
Call of Cthulhu beginnt, wie es sich für ein Spiel mit diesem Namen gehört, im Nebel, auf dem Ozean, an Bord eines Schiffes. Das Fischerboot lädt den aus der Ego-Perspektive gesteuerten Protagonisten Edward Pierce am Hafen von Darkwater Island ab. Dort versucht der Spieler die Geheimnisse einer kleinen, eingeschworenen Gemeinde zu ergründen - und darf dazu vorgehen, wie es ihm beliebt. Call of Cthulhu spielt sich in der frei begehbaren Küstenstadt ähnlich grandios wie Dishonored - minus all das Schleichen und die brutalen Schwertgefechte, denn trotz Edwards Revolver spielen Kämpfe hier praktisch keine Rolle. Stattdessen liegt ein größerer Fokus auf dem Führen (und Belauschen) von Gesprächen, um an wertvolle Informationen zu gelangen - diese lassen sich sodann wenig später als Druckmittel einsetzen oder geben Hinweise auf eine zuvor verborgene Route.Bei der Preview-Präsentation von Call of Cthulhu soll der Spieler den Weg in ein verschlossenes Lagerhaus finden - laut Entwickler Cyanide stehen dafür gut ein halbes Dutzend Möglichkeiten zur Verfügung. In Verbindung mit dem Skillsystem, das sich Call of Cthulhu aus seiner P&P-Vorlage abschaut, ergibt das zumindest theoretisch einen hohen Wiederspielwert und große Entscheidungsfreiheit. Denn der Spieler entscheidet selbst, ob er seine hart erarbeiteten Erfahrungspunkte lieber in okkultes Wissen steckt, seine Smalltalk-Fähigkeiten ausbaut oder aber die lokale Geschichte büffelt. Elf dieser Skills stehen bereit, sie lassen sich in mehreren Stufen bis zur Perfektion steigern.
Abhängig von eurem Talentwert besteht eine größere Chance, bestimmte Aktionen wie das Überreden eines unwilligen NPCs oder das Verschieben eines schweren Gegenstands erfolgreich abzuschließen. Doch wer scheitert, muss nicht verzagen, denn die Entwickler halten euch stets noch ein weiteres Hintertürchen offen, so viele Lösungsmöglichkeiten für die Call of Cthulhu-Quests soll es geben. Im Beispiel war das etwa ein Geheimgang ins Lagerhaus, aber auch die Beziehungen zu den Gesprächspartnern sind wichtig und können euch neue Routen eröffnen - oder sie euch verbauen, wenn ihr euch durch allzu forsches Auftreten unbeliebt macht.
Quelle: Focus Home Interactive
Call of Cthulhu macht Dishonored alle Ehre: Vorschau zum Horror-Detektivspiel (3)
Call of Cthulhu-Preview: Horror Flop?
Quelle: Focus Home Interactive
Call of Cthulhu macht Dishonored alle Ehre: Vorschau zum Horror-Detektivspiel (5)
Die Atmosphäre ist bereits in diesen ersten Momenten mit Call of Cthulhu sehr dicht, Soundkulisse und der allgegenwärtige Nebel erzeugen eine bedrohliche Stimmung. Spannungspitzen sollen durch den Auftritt der Lovecraft-typischen Tentakelmonster gesetzt werden. Bei diesen Horror-Schrecksekunden machen wir uns momentan noch am meisten Sorgen um Call of Cthulhu. Bisher wirkten die Monster nämlich nicht allzu Furcht einflößend, kein Vergleich zum Nervenkitzel einer Partie Alien: Isolation oder den ersten Spielstunden mit der Baker-Familie in Resident Evil 7. Interessant klingt jedoch der Ansatz, Protagonist Edward und den Spieler gleichermaßen mit erschreckenden Visionen an der eigenen Wahrnehmung zweifeln zu lassen. Bisher gab es davon aber noch zu wenig zu sehen, um sich ein abschließendes Urteil über den Gruselfaktor erlauben zu können.
Call of Cthulhu für PC, PS4 und Xbox One wird im Test zeigen müssen, ob Entwickler Cyanide die Spielzeit von zwölf Stunden mit der richtigen Mischung aus mental fordernder Detektivarbeit, atmosphärischer Erkundung des düsteren Eilandes und dem Horror-Genre würdigen Schreckmomenten anreichern kann. Das Warten auf einen konkreten Releasetermin geht im Jahr 2018 jedenfalls erstmal weiter.
