Call of Cthulhu: Lovecraft-Horror in der Gamescom-Vorschau

Special Paula Sprödefeld
Call of Cthulhu spielt mit den Sinnen und der geistigen Gesundheit seiner Spieler, so wie H.P. Lovecraft mit seinen Lesern spielte. (22)
Quelle: Focus Home Interactive

Es gibt schon einige Spiele zu H.P. Lovecrafts Klassiker Call of Cthulhu - unter anderem ein Pen and Paper Spiel. Jetzt haben sich Focus Home Interactive und Cyanide Studio zusammengeschlossen, um eine düstere und moderne Videospiel-Version zu schaffen.

Basierend auf dem Tabletop-Spiel hat dessen Autor Mark Morrison auch die Story für Cyanides Call of Cthulhu geschrieben und diese ist sehr interessant aufgebaut. Nachdem er ein ominöses Gemälde bekommen hat, macht sich Privatdetektiv Edward Pierce auf den Weg nach Darkwater Island, um die Familie Hawkins und ihre Villa zu untersuchen. Dort muss Pierce verschiedene Orte besuchen, Hinweise sammeln und Rätsel lösen, die ihn näher an die Lösung des Hawkins-Falles bringen. Am Anfang sind seine Beziehungen mit den Inselbewohnern nicht wirklich tief, sie sehen ihn als Außenseiter und wollen ihm zunächst nichts erzählen. Er muss diese Beziehungen ausbauen, um mehr Informationen zu erhalten. Dafür könnt ihr seine Skills in den Bereichen "Social", "Physical", "Knowledge" und "Profession" ausbauen.Etwas kommt euch bei eurer Detektivarbeit jedoch in die Quere: Der Wahnsinn. Auf der Insel erlebt ihr Dinge, die euren Verstand überwältigen und ihr wisst bald nicht länger, was Realität ist und was nur in eurem Kopf passiert. Das kann Einfluss auf eure Einschätzung nehmen, euch falsche Informationen präsentieren und zu falschen Entscheidungen führen. Diese haben dann wiederum eine Auswirkung auf das Ende des Spiels.

Durch die relativ offenen Bereiche könnt ihr immer mehr Hinweise aufdecken und viele Fragen ergeben sich erst noch im Laufe des Spiels. Wenn ihr die Story aber relativ geradlinig durchspielt, könnt ihr mit 12 bis 15 Stunden Spielspaß in den düsteren 20er Jahren rechnen.

Bildergalerie

Auffällig waren die mittelschweren Ruckler, die trotz sehr starkem PC-Setup auftraten. Außerdem sind die Gesichtsanimationen noch etwas steif und die wenigen Kampfsequenzen, die wir sehen konnten, wirkten recht langweilig.

Im Großen und Ganzen bietet Call of Cthulhu jedoch eine großartige Story und eine schön düstere Stimmung, die wir gerne in ihrer Gesamtheit am Ende des Jahres bestaunen möchten.

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