Videospiele im Land der aufgehenden Sonne. Unser Special zeigt, was in Nippon gezockt wird.
Während Densha de Go! einen comicartigen Look bietet und einen spielerischen Ansatz verfolgt, ist Microsofts Anspruch das manchmal trockene und originalgetreue Steuern eines Zuges, fotorealistische Streckennachbauten inklusive. Taitos Ansatz ist da deutlich spaßiger, wenngleich das zulasten des Realismus geht, aber genau dies ist auch beabsichtigt. Mittlerweile wird in Japan auf einer Konsole so ziemlich alles simuliert, was nur den Hauch von Spaß verspricht: Eigene Lebensformen (Seaman, N.U.D.E.), Haustiere (Nintendogs), das Leben selbst (Animal Crossing, Princess Maker) oder selbst das Dating (True Love, Classmates).
Ein eigener Unterbereich sind Berufssimulationen, in denen der Spieler beispielsweise in einen Arztkittel (Trauma Center) schlüpft oder gar eine Kochmütze aufsetzt, um schmackhafte Gerichte rechtzeitig und auf den Punkt gegart auf den Tisch zu bringen (Ore no Ryouri, Cooking Mama). Nicht ganz ohne Grund sind gerade diese Konzepte in Japan so beliebt, denn Arbeit beziehungsweise Berufswahl sind nach wie vor zentrale Themen, und einmal getroffen, steht diese Entscheidung im traditionsbewussten Land normalerweise bis zum Ruhestand. Wie schön also, einmal ohne Zwänge in andere Berufe schlüpfen zu können.
