Xbox Series X: Zwei PCs zum Konsolenpreis
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Sony hält sich mit technischen Details zur Playstation 5 noch zurück. Microsoft hingegen hat eine Rechenleistung von 12 TFLOPS für die kommende Next-Gen-Konsole Xbox Series X offiziell bestätigt. Wir versuchen, den Wert einzuordnen, und haben vier PCs zusammengestellt: zwei PCs, die eine ähnliche Rechenleistung bieten, sowie zwei PCs zum "Konsolenpreis" (500 und 600 Euro).
Zwei PCs zum Konsolenpreis
Wir kommen nun zu zwei PCs, die aktuell 500 respektive 600 Euro kosten. Damit wollen wir zeigen, was man sich für Gaming selbst zusammenstellen kann, wenn man nur 500 bis 600 Euro zur Verfügung hat. Der erste PC kostet in der Summe 500 Euro. Hier haben wir mit heißer Nadel gestrickt, vor allem sind RAM und SSDs in den letzten Wochen wieder ein wenig teurer geworden, was unsere Auswahl erschwert.
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Trotzdem packt unser PC neue Spiele in Full-HD problemlos - wer noch wenige Euro drauflegt, ist mit der 8GB-Version der AMD Radeon RX 570 auf der ganz sicheren Seite.
Quelle: Palit
Palit GeForce GTX 1650 Super StormX
Die CPU ist ein inzwischen alter, aber trotzdem noch mit solider Leistung arbeitender Ryzen 5 1600. Durch unser Preis-Limit müssen wir mit 8GB RAM auskommen, gönnen uns aber bei der SSD ein ganzes Terabyte Speicherplatz. Für den zweiten PC haben wir 600 Euro als Budget, was als Preis für eine Playstation 5 von besonders pessimistischen Beobachtern befürchtet wird. Hier haben wir uns für mehr CPU- und Grafikpower entschieden, aber auch beim Mainboard ein wenig höher gegriffen sowie schnelleres RAM gewählt. Der Prozessor ist ein Ryzen 5 2600, der im Vergleich zum Ryzen 5 1600 etwas Spieleleistung oben drauflegt. Die Nvidia-Grafikkarte allein bringt in Spielen schon etwa 25 bis 30 Prozent mehr Leistung als die AMD Radeon RX 570. Im Endeffekt haben wir also für knappe 20 Prozent Aufpreis eher 30 Prozent und mehr zusätzliche Spieleleistung. Für moderne Spiele bei Full-HD reichen beide PC-Versionen noch gut aus. Wer zu einem PC greifen will, der langfristig eine gute Basis für alle Spiele darstellt, sollte aber lieber (wie bei unseren Konsolen-Nachbau-PCs) zu einem Ryzen 5 3600 und einer Grafikkarte in der Klasse ab einer Nvidia GeForce RTX 2060 Super greifen. Bevor wir weitere Alternativen nennen, kommen wir aber zuerst zu den beiden PCs für 500 und 600 Euro in einer tabellarischen Übersicht:
| CPU | Ryzen 5 1600 (6x 3,2-3,6 GHz) | 95 Euro | Ryzen 5 2600 (6x 3,6-4,2 GHz) | 130 Euro | |
|---|---|---|---|---|---|
| Mainbaord | ASRock A320M-HDV R4.0 | 50 Euro | MSI B450M Pro-VDH Max | 75 Euro | |
| RAM | 1x8 Crucial Ballistix Sport AT DDR4-2666 | 35 Euro | 1x8 G.Skill Aegis DDR4-3200 | 40 Euro | |
| Grafikkarte | MSI Radeon RX 570 Armor 4G OC | 140 Euro | Palit GeForce GTX 1650 Super StormX | 160 Euro | |
| SSD (M.2) | SanDisk SSD Plus 1TB | 100 Euro | Samsung SSD 860 QVO 1TB | 100 Euro | |
| Gehäuse | Sharkoon VG4-V | 35 Euro | Antec VSK-3000E Elite USB 3.0 | 40 Euro | |
| Netzteil | FSP Hexa+ 500W | 45 Euro | be quiet! System Power 9 500W | 50 Euro | |
| CPU-Kühler | mitgelieferter Box-Kühler der CPU | 0 Euro | mitgelieferter Box-Kühler der CPU | 0 Euro | |
| Gesamtpreis | 500 Euro | Gesamtpreis | 595 Euro |
Ein guter Kompromiss für eine lang nutzbare PC-Basis, wenn man keine 900 bis 1000 Euro ausgeben, aber gleichzeitig doch mehr als 600 Euro investieren kann, wäre auch folgende Variante: Nehmt den günstigeren der PCs vor der vorigen Seite als Basis, bestückt ihn aber nur mit einer Grafikkarte wie der Nvidia GeForce GTX 1650 Super und einer SATA-SSD mit 480 bis 512 GB Speicherplatz anstelle einer M.2-SSD. Ein solcher PC kostet nur 90 Euro mehr als der 600-Euro-PC, ist aber wegen des moderneren Ryzen-Prozessors schneller und zudem (auch dank der 16GB RAM) für viele Jahre gut geeignet, um auch mit einer sehr starken Grafikkarte nachgerüstet zu werden. Für den Anfang bietet die Nvidia-Grafikkarte wiederum genug Leistung, bis man sich eine stärkere Grafikkarte leisten kann.
