Xbox Series X: 12 TFLOPS-Technik unter der Lupe und vier Konsolen-Nachbau-PCs
Special
Sony hält sich mit technischen Details zur Playstation 5 noch zurück. Microsoft hingegen hat eine Rechenleistung von 12 TFLOPS für die kommende Next-Gen-Konsole Xbox Series X offiziell bestätigt. Wir versuchen, den Wert einzuordnen, und haben vier PCs zusammengestellt: zwei PCs, die eine ähnliche Rechenleistung bieten, sowie zwei PCs zum "Konsolenpreis" (500 und 600 Euro).
Vor wenigen Tagen hat Microsoft offizielle Angaben zur Rechenleistung der Xbox Series X bekanntgegeben: 12 TFLOPS (Tera-FLOPS) soll die neue Spielekonsole liefern können. Die Xbox Series X (jetzt kaufen ) wird - planmäßig noch rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft in diesem Jahr - eine neue Konsolengeneration einläuten. Auch die Konkurrenz von Sony will parallel die neue Playstation 5 auf den Markt bringen.
In diesem Artikel
Wir schauen uns ein wenig näher an, was die Rechenleistung bedeuten kann und versuchen, sie im Vergleich zu PCs einzuordnen.
Quelle: Microsoft
Der Controller der Xbox Series X ähnelt dem aktuellen Xbox-Controller sehr.
Wir werden hierzu auch vier PCs zusammenstellen: Zwei PCs, bei denen die Grafikleistung ebenfalls 12 TFLOPS beträgt, sowie zwei PCs für 500 und 600 Euro, also einem Preis, der für die Xbox Series X und Playstation 5 zu erwarten ist. Microsofts Konsole soll eher an der unteren Grenze dieses Preisbereiches liegen -zur Playstation 5 munkelt man, dass Sony die Konsole etwas teurer als geplant anbieten muss. Wir erwarten zwar keine 600 Euro als Preis, nehmen aber diese Preisgrenze trotzdem als Budget für einen unser PCs, die wie als Konsolen-Alternative zusammenstellen. Rein von der Hardware her müssten beide Next-Gen-Konsolen ohnehin deutlich teurer sein, wenn Sony und Microsoft am Verkauf der Konsole bereits einen Gewinn erzielen wollten. Da die beiden Hersteller an den späteren Spielekäufen und kostenpflichtigen Diensten mitverdienen und damit den eigentlichen Gewinn erzielen, können die Konsolen relativ günstig angeboten werden. Trotzdem kann es im Falle von Sony sein, dass ein Preis von 500 Euro zu kritisch ist, um den subventionierten Anteil verlässlich wieder reinzuholen. Denn nicht jeder Käufer schafft sich auch mehrere Games pro Jahr an oder nutzt die kostenpflichtigen Dienste die Playstation Plus oder Playstation Now. Doch nun kommen wir zunächst zu der technischen Seite der Xbox Series X.
Xbox Series X: Die Technikdetails
Während sich Sony bedeckt hält, was die genaueren technischen Daten der Playstation 5 angeht, hat Microsoft für die Xbox Series X bereits deutlich mehr Auskunft gegeben. Die schon länger vermuteten 12 TFLOPS als Rechenleistung wurden, wie schon erwähnt, vor wenigen Tagen offiziell bestätigt. Damit wäre die Rechenleistung auf dem Papier doppelt so hoch wie bei der aktuellen Xbox One X. Verantwortlich dafür ist ein SoC (System on a Chip), der von AMD speziell für Microsoft entwickelt wurde.
Quelle: Microsoft
Die warme Luft wird bei der Xbox Series X offenbar oben herausgeblasen
Der CPU-Part basiert auf der Zen 2-CPU-Architektur, für den GPU-Teil arbeitet der Chip mit der RDNA-2-Architektur. AMD vereinigt durch den SoC quasi CPU- sowie Grafik-Power in Form eines hybriden Chips. Als weitere Features wird die Xbox Series X auch Raytracing per DirectX unterstützen, auch Variable Rate Shading (VRS) wird sie beherrschen - durch VRS werden nur die als besonders wichtig analysierten Teile der Spielegrafik in hohen Details berechnet, so dass man mehr FPS (Bilder pro Sekunde) erzielen kann als wenn das komplette Bild mit hohen Details berechnet würde. Durch die hohe potenzielle Rechenleistung ist es den Entwicklern zudem gestattet, einen Modus mit 120 FPS anzubieten. Die Entwickler haben also die Freiheit, ihr Spiel grafisch besonders aufwendig mit 30 oder 60 FPS zu gestalten, oder aber dem Nutzer eine besonders schnelle Grafik anzubieten. Denkbar ist dabei natürlich, dass der Spieler zwischen mehreren Optionen wählen kann. Wegen der SSD, die für das Betriebssystem und das Installieren von Spielen genutzt wird, sollen sich Spiele im Gegensatz zu früher quasi parallel pausieren lassen. Bisher wurde ein Spiel komplett beendet, wenn man ein neues Spiel gestartet hat. Künftig soll man ohne oder mit nur wenig Ladezeit zum vorigen Game zu dem Zeitpunkt zurückkehren können, bevor man es verlassen und ein weiteres Game gestartet hatte. Offen bleibt, ob dieses Feature auch beim Verwenden von externen Festplatten für das Installieren von Xbox-Spielen verfügbar ist. Was die Leistung von 12 TFLOPS bedeutet, wollen wir auf der nächsten Seite unter die Lupe nehmen.
