WoW ist tot? Pustekuchen - The War Within ist womöglich das beste Add-on seit Legion!

Special Sascha Lohmüller
WoW ist tot? Pustekuchen - The War Within ist womöglich das beste Add-on seit Legion!
Quelle: Blizzard Entertainment

In anderthalb Wochen steht einmal mehr eine neue Erweiterung für den Online-Dauerbrenner World of Warcraft vor der Tür - und nach dem gelungenen Dragonflight schickt sich The War Within an, das beste Add-on seit Legion zu werden!

Fakten & Zahlen zu The War Within
Für alle Leser, die nur ungern viel lesen: hier die wichtigsten Daten zu WoW: The War Within!

• Neue Maximalstufe: 80 (bisher: 70)
• Neuer „Kontinent“ Khaz Algar mit vier neuen Zonen, eine davon überirdisch mit der Hauptstadt des Add-ons, drei unterirdisch
• Neues Verbündetes Volk: die Irdenen; erstmals freie Wahl zwischen Horde und Allianz bei einem Verbündeten Volk
• Neuer Endgame-Content: die Tiefen; skalierende Mini-Schatzsuch-Szenarien für 1-5 Spieler
• Kriegsbanden: Erfolge und Ruf sind nun accountübergreifend für alle Charaktere, Transmog-Farmen ist einfacher als je zuvor, und es gibt eine geteilte Bank für eure Kriegsbande
• Heldentalente: Neuer Mini-Talentbaum, den ihr im Laufe der Level-Phase ausbaut und der euch mit einer sehr starken Class Fantasy versorgt
• Drachenreiten heißt jetzt Himmelsreiten und wurde auf fast alle Flugreittiere ausgedehnt
• Acht neue Dungeons, ein neuer Raid, ein neues Schlachtfeld
• Serverübergreifende Gilden
• Interface-Updates für die Map und das Zauberbuch
• Arachnophobie-Modus, der Spinnenmodelle ersetzt

Gerade einmal eine Woche noch dauert es, bis World-of-Warcraft-Spieler ins nächste Abenteuer aufbrechen dürfen, denn am 26. August erscheint mit The War Within die inzwischen zehnte Erweiterung zum Online-Dauerbrenner. Wer die Expansion digital in der Epic Edition vorbestellt hat, darf sogar drei Tage früher losziehen, am 23. August - ein nach wie vor sehr umstrittener Move seitens Blizzard. So oder so: Wenn ein Add-on vor der Tür steht, werfen auch wir natürlich mal wieder einen ausführlichen Blick auf Blizzards MMO-Großväterchen.

Zwischendurch dürfte selbst eingefleischten WoW-Fans ein wenig Angst und Bange geworden sein, denn als vor ein paar Jahren erst Battle For Azeroth und danach Shadowlands erschienen, war die Community alles andere als begeistert von den beiden Erweiterungen. Nicht falsch verstehen: Im genreweiten Vergleich war das Gebotene immer noch sehr unterhaltsam, aber es war eben nicht mehr die Spitzenqualität, die man von Burning Crusade, Wrath of the Lich King oder zuletzt Legion gewohnt war. Doch mit Dragonflight konnte Blizzard für die meisten Spieler das Ruder herumreißen - die neuen Systeme fügten sich wunderbar ein, die Spielwelt stieß größtenteils auf Gegenliebe und vor allem in Sachen Content-Nachschub lieferte das in der Vergangenheit oft und auch zu Recht kritisierte Entwicklerstudio ab, denn die Patch-Frequenz nahm über die letzten 1-2 Jahre dann doch deutlich zu und fügte vor allem viel Kleinkram ein, der die Spieler bei Laune hielt und beschäftigte.

Nun also steht The War Within vor der Tür und bei allem, was man so bisher an Informationen von den Entwicklern hörte und an Eindrücken aus der Beta-Phase ziehen konnte, schickt es sich an, Dragonflight zumindest ebenbürtig zu sein. Und dass es den Ausflug auf die Dracheninseln übertrifft, da stehen die Chancen ebenfalls gar nicht mal so schlecht. Denn es baut auf einer guten Basis auf: Dragonflight nahm Abstand von der in der Vergangenheit viel kritisierten "borrowed power", also Systemen, die den Spielern quasi nur "geliehen" wurden. In den Add-ons zuvor gaben uns die Entwickler coole Spielzeuge an die Hand, nur um sie uns dann pünktlich zur nächsten Erweiterung mit einem digitalen "Ätsch!" aus der Hand zu reißen und sie vor unseren Augen zu zertreten. Wir denken da etwa an einige Covenant-Fähigkeiten oder - schauder! - die Shards-of-Domination-Edelsteine aus Shadowlands, die Azerit-Traits und Corruptions aus BfA oder auch die Artefaktwaffen aus Legion. Seit Dragonflight gilt aber: Was Blizzard einbaut, können die Spieler auch behalten - sofern sie das wollen. Beim neuen Handwerkssystem und vor allem beim Drachenreiten war dies der Fall, ergo werden beide System in The War Within beibehalten bzw. ausgebaut.

Was genau das Add-on alles mit sich bringt, lest ihr auf den nächsten Seiten. Und zum Schluss gibt es auch noch ein exklusives Interview mit Assistant Game Director Morgan Day.

Eine düstere Elfe schaut in die Kamera Quelle: Blizzard Entertainment Xal’atath ist – zumindest wie es momentan scheint – der große Antagonist von The War Within. Was der Leerendiener im Elfenkörper nun genau vorhat, decken wir wahrscheinlich im Laufe der Story des Add-ons auf.

DIE TIEFEN

Herzlich willkommen! Zu den Raids, den Dungeons und dem PvP gesellt sich mit The War Within noch eine weitere Endgame-Aktivität für eine weitere Zielgruppe.

Jahrelang war es ja so: Wer mit vielen Spielern zusammenspielen möchte, der sucht sich eine Gilde und geht - ganz klassisch MMORPG-Wurzeln - zusammen raiden. Wer keinen Bock auf dermaßen viele Leute hat, der sucht sich eine kleinere Gemeinschaft und macht die Dungeons unsicher. Und wer andere Leute so gar nicht leiden kann, haut ihnen im PvP gepflegt auf die Kauleiste. Wer das alles nicht mag? Nun dem blieben noch die offene Welt, Quests und vielleicht Handwerksberufe.

Mit The War Within gesellt sich jedoch noch eine weitere Tätigkeit dazu, die vor allem an jene Spieler gerichtet ist, die gerne die Welt erkunden, Geheimnisse lüften und der Story folgen: die Tiefen. Dahinter verbirgt sich im Grunde ein System, das es so ähnlich schon mit Torghast, den Inselexpeditionen oder Szenarios in Mists of Pandaria gab, denn die Tiefen sind ebenfalls instanzierte Bereiche, in die ihr euch entweder solo oder mit bis zu vier anderen Spielern wagen könnt. Eure Spezialisierung spielt dabei keine Rolle - ihr könnt also als Solo-Heiler genausogut losziehen wie in einer Gruppe mit fünf Tanks. Doch natürlich bieten die Tiefen, oder Delves, wie sie im Englischen heißen, noch ein paar Besonderheiten. So laufen sie beispielsweise parallel zu Raids, Mythic+ und PvP und sind daher ein vollwertiger Endgame-Content, ergo zählt alles, was ihr hier tut, auch für die wöchentliche Belohnungskiste.

Ein Zwerg und ein Mensch stehen in einem Archäologie-Gebäude. Quelle: Blizzard Entertainment In jeder Season des Add-ons soll euch ein neuer NPC in die Tiefen begleiten – samt eigenem Talentbaum. Den Anfang macht Brann Bronzebart.

Zudem sind sie eng mit der Story verzahnt, weswegen euch je nach Season des Add-ons ein anderer Begleiter ... nun, begleitet. Den Anfang macht Archäologen-Urgestein Bronn Bronzebart. Auch müsst ihr hier nicht nur kämpfen, denn neben Rätseln, Plattforming und ähnlichen Ideen erwarten euch auch Modifikatoren und Bonusziele, die die Tiefen wöchtenlich verändern. Zusätzlich dazu lassen sich die Tiefen auch in verschiedenen Schwierigkeitsgraden spielen. Am Ende der Mini-Instanz werdet ihr dann mit Transmogs, Gear, Gold und einer speziellen Währung für einen Händler belohnt. Mit Glück findet ihr auch noch Schlüssel für eine Zusatzkiste oder Anpassungs-Optionen für ein Flugeug-Mount. Jede Menge zu tun also!

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