Test: Dieses Spiel hat keiner auf dem Schirm, dabei ist es echt gut!

Test Daniel Link
Test: Dieses Spiel hat keiner auf dem Schirm, dabei ist es echt gut!
Quelle: Electronic Arts

Die Veröffentlichung von Koei Tecmos Wild Hearts steht kurz bevor, wir haben in unserer ausführlichen Testphase angeschaut, ob der Titel Capcoms Monster Hunter wirklich Konkurrenz machen kann.

Mit der Monster-Hunter-Reihe hat Capcom ein eigenes Genre aus dem Boden gestampft (demnächst kommt sogar ein Film), ernst zu nehmende Konkurrenz gibt es für die Serie kaum. Die Veröffentlichungen Capcoms aus den letzten Jahren kamen ziemlich gut bei den Spielern an. Mit Monster Hunter Rise hat der Publisher und Entwickler die beliebte Formel zuerst auf die Switch und später auch auf andere Plattformen gebracht, interessante Features eingeführt und zahlreiche Quality of Life-Verbesserungen integriert. Durch die neue Expansion Sunbreak kamen weitere Monster, Ausrüstung und vieles mehr hinzu. Capcom den Platz auf dem Monster-Hunter-Thron streitig zu machen, ist also alles andere als einfach.

Frischer Wind im Monster-Hunter-Genre

Dennoch versucht Koei Tecmo mit Wild Hearts (jetzt kaufen 49,97 € ) nun genau das. Statt Monster jagen wir hier Kemono, statt Käfern unterstützen uns im Kampf sogenannte Karakuri (das sind diverse technische Hilfsmittel), und statt eines Palicos steht uns ein Tsukumo (dazu gleich mehr) zur Seite. Auch an anderen Stellen bietet Wild Hearts kleine, aber feine Unterschiede zum großen Vorbild. So verpassen wir dem Monster kurz vor dessen Ableben stets einen toll inszenierten finalen Schlag, für den sich der Spielcharakter sogar beim Monster entschuldigt. Die Entwickler haben sich bewusst für diese Umsetzung entschieden und obwohl das nur ein kleines Detail darstellt, trägt es viel zur Atmosphäre des Spiels bei.

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Wild Hearts hat jedoch auch einige Gemeinsamkeiten mit Monster Hunter, angefangen bei der Handlung: Wir leben in einer friedlichen Stadt, doch die Kemono bedrohen unsere Heimat durch die Expansion ihres Territoriums. Um zu verhindern, dass unser Zuhause dem Erdboden gleichgemacht wird, müssen wir immer mächtigere Feinde besiegen. Wirklich fesselnd ist die Handlung nicht, doch sie stellt ohnehin nicht den Fokus von Wild Hearts dar.

Vom gigantischen Hammer bis zum graziösen Schirm

Der liegt auf den verschiedenen Kemono und der Art und Weise, wie man mit diesen fertig wird. Ihr wählt eine aus insgesamt acht Waffen, vom allseits beliebten Katana bis zum Kampfstab. Jede Waffe verfügt über eigene Kombos sowie eine einzigartige Mechanik. Habt ihr oft genug mit dem Katana angegriffen, könnt ihr es in eine Art Peitsche verwandeln, um für kurze Zeit wesentlich mehr Schaden auszuteilen. Der Stab verfügt über fünf verschiedene Transformationen, mit dem Wagasa (eine Art Regenschirmwaffe) tanzt ihr graziös um das Kemono herum und pariert Angriffe. Die Waffen spielen sich äußerst unterschiedlich und machen allesamt eine Menge Spaß, was aber für ein solches Spiel natürlich auch notwendig ist.

Im Kampf machen wir weiterhin Gebrauch von den sogenannten Karakuri. Mit diesen Gerätschaften erschafft ihr etwa eine Sprungfeder, mit der ihr euch nach vorn katapultiert. Zu Beginn eures Sprungs seid ihr auch noch völlig unverwundbar! Jede Waffe verfügt über einzigartige Angriffe, die ihr nur mithilfe eines Karakuri ausführen könnt. Zusätzlich schaltet ihr im Verlauf des Spiels immer mehr Fusion Karakuri frei, mit denen ihr unter anderem fliegende Kemono auf den Boden befördert und vieles mehr. Der geschickte Einsatz der Karakuri fühlt sich nicht nur gut an, sondern kann die Jagddauer erheblich verkürzen.

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