Monster Hunter Rise im Test: Die Jagd geht auf Switch weiter - und macht noch mehr Spaß!

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Monster Hunter Rise im Test: Die Jagd geht auf Switch weiter - und macht noch mehr Spaß!
Quelle: Capcom

Kein leichtes Unterfangen, die gigantischen Fußstapfen des Hits Monster Hunter World auszufüllen - und dann auch noch auf der im Vergleich zu PS4 und Co. schwachen Nintendo Switch! Wieso Monster Hunter Rise das Unterfangen insgesamt trotzdem glückt, wo aber Abstriche gemacht werden und wie uns der Randale-Modus gefallen hat, lest ihr in unserem großen Test plus Video.

Mit Monster Hunter Rise möchte Capcom an den Erfolg von Monster Hunter World anknüpfen, dieses Mal (vorerst) nur auf Nintendo Switch. Der Titel begibt sich in ein neues Setting, das von japanischer Kultur und Schauplätzen inspiriert wurde, dazu kommen frische Mechaniken und Ansätze, welche die Serie so bisher noch nicht gesehen hat und welche die japanisch-angehauchte Umgebung komplettieren. Das Aussehen der Bewohner im Dörfchen Kamura weist bereits darauf hin: Wir leben unter Ninjas, und das spiegelt sich auch in unseren Jagdmanövern wider!

Kämpfen wie wir wollen

Das grundlegende Prinzip von Monster Hunter sollte mittlerweile den meisten Spielern ein Begriff sein: Wir jagen in bester Action-Rollenspiel-Manier Monster, bauen aus deren Materialien bessere Rüstungen und Waffen, um stärkere Gegner herausfordern zu können, sodass sich der Kreislauf wiederholt. Zur Verfügung haben wir hierfür 14 verschiedene Waffenarten, die sich komplett unterschiedlich spielen, um Raum für jede Art von Strategie zu lassen.

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Vom Klassiker Schwert und Schild über riesige Gassenhauer und Kampfstäben bis hin zu Armbrust-ähnlichen Gewehren und völlig verrückten Waffentypen, die sich von einer riesigen Axt zu einer Klinge transformieren - egal, ob wir den Fernkampf bevorzugen, gemächliche Waffen oder blitzschnelle Hiebe, wir werden etwas finden was unserem Spielstil zusagt.

Die Charaktererstellung lässt, wie wir es bereits von Monster Hunter World kennen, nichts zu wünschen übrig! Quelle: PC Games Die Charaktererstellung lässt, wie wir es bereits von Monster Hunter World kennen, nichts zu wünschen übrig! Glücklicherweise wurden die Movesets aus Monster Hunter World übernommen und teilweise ein wenig überarbeitet, wodurch sich die Waffenhandhabung flüssig und befriedigend anfühlt. So bleibt das Downgrade von World lediglich grafisch spürbar. Nahezu jeder Angriff ermöglicht, einen weiteren dranzuhängen, was uns dazu einlädt, fast schon wie in einem Baukastensystem eigene Kombos zu entwickeln. Wer seine Waffe genau kennt, wird für jede Situation die richtige Lösung finden! Dazu bekommen wir erstmals die Möglichkeit, Attacken auszutauschen, was bei manchen Waffentypen den kompletten Spielstil ändert.

Es können aber auch kleine, feine Änderungen vorgenommen werden, um den Spielstil zu personalisieren. Angriffe schalten wir im Verlauf des Spiels frei, was außerhalb von der Ausrüstungsoptimierung dafür sorgt, dass wir mit den immer stärkeren Monstern auf Augenhöhe bleiben. Bis zum dem letzten Boss schalten wir außerdem verschiedene Features frei, die uns das Leben einfacher machen oder direkt im Kampf helfen. Welche genau das sind, wollen wir an dieser Stelle aber nicht vorwegnehmen.

Abgehakt!

Eine essenzielle und interessante Neuerungen in Monster Hunter Rise (jetzt kaufen 39,99 € / 35,99 € ) sind die Seilkäfer, die uns auf der Jagd unterstützen und die dafür sorgen, dass das Gameplay auch für Veteranen neue Impulse bekommt. Durch die kleinen Krabbeltiere erlangen wir innerhalb und außerhalb des Kampfes für Serienverhältnisse bisher unbekannte Mobilität, dazu kommen frische Kampftechniken. Die neugewonnene Beweglichkeit verwenden wir, um uns über die fünf Karten des Spiels zu bewegen. Diese halten eine Mischung aus serientypischen, flachen Arealen bereit, auf denen wir Monster zu jagen, sie bieten jedoch zeitgleich aber auch ausgeprägte Vertikalität in Form von Bergen, die wir mithilfe unseren neuen Seiles erklimmen.

So sind wir in der Lage, uns an Bergen hochzuziehen und an diesen sogar, passend zur Ninja-Thematik, hochzurennen! Auf den Gipfeln zu finden sind nicht nur wunderschöne Aussichtsplätze und Orte wie alte Schreine, sondern auch die kleinen Käfer namens "Irrlitze", die uns für den kommenden Kampf stärken. Durch sie gewinnen wir Angriffs und-Verteidigungskraft und erlangen mehr maximale Gesundheit oder Ausdauer. Als netten Bonus finden dort wir außerdem nützliche Items, die wir verwenden, um sie zu verschiedene Hilfsgegenstände zu kombinieren. Das Klettern in Verbindung mit den zerklüfteten Gebirgsketten bietet uns also nicht nur Boni und einen wunderbaren Ausblick auf die Umgebung, wir fühlen uns auch freier als jemals in der Monster-Hunter-Serie zuvor - eine gute Neuerung.
Durch den Seidenbinder eröffnen sich uns völlig neue Möglichkeiten im Kampf, sowohl defensiv, als auch wie hier zu sehen, offensiv. Quelle: PC Games Durch den Seidenbinder eröffnen sich uns völlig neue Möglichkeiten im Kampf, sowohl defensiv, als auch wie hier zu sehen, offensiv. Die zunächst ungewohnte Gewandtheit hilft uns auch im Kampf, denn dank der Seilkäfer können wir nach einem Treffer den sogenannten Seilfall ausführen. Der funktioniert so: Indem wir uns nach dem Hieb mit dem Seil stabilisieren, erlangen wir schneller unser Gleichgewicht wieder. Dies macht den Spielverlauf um einiges flüssiger als in allen vorherigen Titeln, schon nach kurzer Zeit ist das Feature gar nicht mehr wegzudenken! Außerdem bieten die Käfer für jede Waffe zwei zusätzliche Angriffe . Meistens eine, die unsere Mobilität verbessert und die andere, um Schaden auszuteilen. Manche der Fähigkeiten kombinieren sogar beide Eigenschaften! Da die Attacken keine komplizierten Tastenkombinationen benötigen und individuell auf jede Waffenart zugeschnitten sind, integrieren sie sich mühelos in die Auseinandersetzungen, ohne uns zu überfordern. Zwar haben diese Angriffe gewisse Cooldown-Zeiten, das steht dem Gameplay jedoch nie im Weg.

Reiten auch ohne Monster Hunter Stories

Die erhöhte Vertikalität der Spielwelt ist willkommen und passt wunderbar zu der gesteigerten Beweglichkeit durch die Seilkäfer. Quelle: PC Games Die erhöhte Vertikalität der Spielwelt ist willkommen und passt wunderbar zu der gesteigerten Beweglichkeit durch die Seilkäfer. Die Seilkäfer-Attacken richten nicht nur Zerstörung an, wir können mit deren Unterstützung auch wilde Gegner festbinden. Haben wir genug Schaden mit den Seilen verursacht, können wir das Ungetüm dann sogar reiten! Gekennzeichnet wird Schadenanzeige unserer neuen Fertigkeiten mit blauen Zahlen. Sitzen wir erst einmal auf den Monstern, sind wir dazu in der Lage, sie ähnlich wie in Monster Hunter World an Wände prallen lassen, wir können sie nun aber auch verwenden, um andere Monster anzugreifen. Jedes Monster verfügt über eine Handvoll individuelle Attacken, die sich je nach Art des Gegners anders auswirken. Die Befriedigung die man verspürt, wenn man auf dem Rücken einer riesigen Bestie reitet, gerade ein anderes brutale Monstrum verprügelt, ist kaum in Worte zu fassen.

Nicht nur fühlen sich die Hiebe dank ausgezeichnetem Trefferfeedback wuchtig an, sie werfen Gegner auch schnell um, was ein willkommenes Gefühl von Erhabenheit erzeugt. Als I-Tüpfelchen verlieren die angegriffenen Ungeheuer praktischerweise auch noch Materialien. Falls wir unseren Gegenüber erfolgreich auf diese Art zusetzen, runden wir das Rodeo perfekt mit dem neuen Move "berittenen Rächer" ab. Die Technik ist eine auf jedes Monster speziell zugeschnittene, mächtige Attacke, die zum Schluss noch einmal richtig reinhaut. Kurzum: Die erweiterte Reitmechanik fühlt sich insgesamt sehr gut an und liefert ein zusätzliches, spaßiges Werkzeug, das die Jagd ohne Frage stark bereichert.

Randale im Sperrgebiet

Neben klassischen Sammel-, Jagd- und Fang-Quests bekommen wir in Rise eine neue Art von Quest: die Randalen. Um diese dreht sich auch die Story, denn unser Dorf Kamura wird von eben jenen Anstürmen bedroht. Bisher hatten wir es immer nur mit höchstens zwei Monstern auf einmal zu tun, innerhalb der Randalen nehmen wir es nun mit teilweise fünf von ihnen gleichzeitig auf! Jedoch sind die Randalen keine klassischen Jagden, sondern eine Art neuer Spielmodus, der wie ein Tower-Defense-Spiel funktioniert, gemischt mit gewohntem Monster-Hunter-Gameplay.

Bevor die Feinde die erste Mauer überwinden, haben wir zwei Minuten lang die Möglichkeit, verschiedene Geschütztürme aufzustellen, die wir entweder selbst steuern oder von NPCs bedienen lassen. Neben den Türmen stellen wir Fallen auf dem Weg auf, den die fiesen Attackierer zwangsläufig einschlagen. Hier kommen auch der serientypische Drachenspeer und eine mächtige Kanone zum Einsatz, die beide mit einer Abklingzeit versehen sind und somit im richtig Moment eingesetzt werden sollten.
Bei den Randalen wie Rambo mit Maschinengewehren auf Monster zu schießen, ist nicht weniger befriedigend als mit der herkömmlichen Jäger-Ausrüstung. Quelle: PC Games Bei den Randalen wie Rambo mit Maschinengewehren auf Monster zu schießen, ist nicht weniger befriedigend als mit der herkömmlichen Jäger-Ausrüstung. Die angreifenden Monster sind in unterschiedliche Kategorien eingeteilt. In die erste Gruppe gehören diejenigen, die direkt unsere Geschütztürme angreifen, die zweite Gruppe fokussiert sich direkt auf das Zerstören unserer Mauer. Zusätzlichen haben wir es noch mit der dritten Art zu tun: fliegende Gegner, die uns aus der Luft das Leben schwer machen. Zuletzt greifen uns Bosse an, die in Form von Apex-Monstern auftauchen. Wer Monster Hunter 4 Ultimate gespielt hat, wird bei dem Gedanken an diese Ungeheuer wohl gerade Schweißausbrüche bekommen! In Rise sind die gestärkten Ungeheuer jedoch dafür nicht auf normalen Jagden zu finden, sondern eben nur in Form von Bossen als Abschluss für die Randalen.

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