Dieses Spiel hat niemand auf dem Schirm, dabei ist es echt gut!

Test Daniel Link
Dieses Spiel hat niemand auf dem Schirm, dabei ist es echt gut!
Quelle: Electronic Arts

Die Veröffentlichung von Koei Tecmos Wild Hearts steht kurz bevor, wir haben in unserer ausführlichen Testphase angeschaut, ob der Titel Capcoms Monster Hunter wirklich Konkurrenz machen kann.

Ohne Karakuri ist das Leben schwer

Auch bei der Fortbewegung über die große Karte kommen Karakuri zum Einsatz. Es gibt einen Gleiter, mit dem ihr euch in die Luft schwingt, und die Dragon Karakuri bieten zusätzliche Hilfsmittel, mit denen ihr in wenigen Sekunden die gesamte Karte durchquert. Weiterhin lassen euch die Dragon Karakuri Nahrungsmittel weiterverwerten, um stärkere Effekte zu erhalten, Schnellreisepunkte aufstellen, und vieles, vieles mehr. Die Karakuri sind ein wichtiger Aspekt von Wild Hearts und sollten daher auf keinen Fall vernachlässigt werden. Sobald man sich mit ihnen vertraut gemacht und ein paar Upgrades freigeschaltet hat, macht selbst ein eigentlich langweiliger Weg zum Kemono Spaß, wenn man ausprobiert, wie man am schnellsten an einen bestimmen Ort gelangt.

Mit all diesen Hilfsmitteln könnte man glatt meinen, die Kemono hätten kaum eine Chance, sich gegen Jäger zu verteidigen. Die Entwickler haben die Stärke der Monster jedoch an die Vielseitigkeit der Karakuri angepasst. Vor allem im späteren Spielverlauf ist es schwierig, ein Kemono völlig ohne Karakuri zu besiegen, und selbst mit deren Einsatz liefern einige Widersacher einen harten Kampf. Wer vom Schwierigkeitsgrad von Monster Hunter Rise zur Veröffentlichung enttäuscht war, der findet in Wild Hearts eine angenehme Herausforderung. Das Design der Kemono ist zwar ziemlich ansprechend, doch ein wenig mehr Vielfalt hätte Wild Hearts nicht geschadet. Quelle: Electronic Arts Das Design der Kemono ist zwar ziemlich ansprechend, doch ein wenig mehr Vielfalt hätte Wild Hearts nicht geschadet.

Jagd auf die Kemono

Abgesehen von diesen ganzen Systemen ähnelt die Struktur von Wild Hearts sehr der von Monster Hunter. Ihr wählt eine Mission, also ein Kemono, das ihr jagen möchtet, oder ihr startet eine freie Jagd auf einer Karte. Dort spürt ihr euer gewünschtes Kemono mit der Hilfe von Dragon Karakuri auf. Der Turm scannt die Umgebung, begibt sich euer Ziel innerhalb des Radius, wird es auf der Karte markiert. Dann macht ihr euch mithilfe von Luftströmen, Gleitern, Seilbahnen und vielem mehr auf den Weg und liefert euch einen Kampf auf Leben und Tod. Natürlich könnt ihr dem Monster verschiedene Körperteile abschneiden, wodurch ihr etwa deren Schnabel oder Schwanz als Material erhaltet. In der In-Game-Enzyklopädie schlagt ihr nach, welche Monster welche Materialien spenden und sogar, welche Teile sich überhaupt abschlagen lassen. Weiterhin werden dort Schwachstellen aufgelistet sowie die Resistenz gegen verschiedene Elemente. Bereits jetzt gibt es also eine Menge Quality-of-Life-Features, welche die eher langweiligeren Aspekte des Monster-Hunter-Genres angenehmer gestalten.

Die drolligen Tsukumo unterstützen euch beim Kampf gegen die Kemono. Quelle: PCGames Die drolligen Tsukumo unterstützen euch beim Kampf gegen die Kemono. Den Kampf gegen die Kemono bestreitet ihr entweder allein oder mit insgesamt drei Spielern. Die Handlung des Spiels könnt ihr fast vollständig im Koop-Modus absolvieren und überall auf der Karte durch die Hunter-Gates Hilfesignale senden, wenn ihr Unterstützung bei einem besonders widerspenstigen Kemono benötigt. Oder ihr reagiert selbst auf die Hilfegesuche anderer. Außerdem tauchen in der Stadt immer wieder Charaktere anderer Spieler auf, die um Unterstützung bitten.

Ohne Koop-Partner habt ihr zumindest die Unterstützung eures Tsukumo. Diese runden Begleiter greifen Kemono an, streuen Heilnebel aus, werfen euch Materialien zu, mit denen ihr Karakuri beschwören könnt und ziehen gelegentlich sogar die Aufmerksamkeit der Monster auf sich. Das ist sehr hilfreich, da ihr im Kampf betäubt werden könnt und dann natürlich leichte Beute seid. In diesen Situationen nutzt euer Tsukumo oft den Spott-Move, um das Monster abzulenken, sodass ihr euch in Ruhe heilen könnt. Mit der KI unseres kleinen Gefährten hatten wir keine Probleme, er half uns in mehr als einer Situation aus der Patsche.

Upgrades, Upgrades, Upgrades

Kehrt ihr siegreich aus der Schlacht zurück, könnt ihr mit eurer Beute neue Rüstungen und Waffen schmieden. Um ein vollständiges Set zu erhalten, müsst ihr spezifische Kemono in typischer Monster-Hunter-Manier mehr als einmal bekämpfen. Eure hergestellten Waffen behalten bestimmte Fähigkeiten wie erhöhte Chance auf kritische Treffer oder andere nützliche Boni. Ihr verbessert also eure Anfangswaffe immer weiter und kreiert so einen Build mit den Skills, die ihr wirklich haben möchtet. Im Waffen-Tree schmiedet ihr nicht nur stur in eine Richtung, sondern auch zur Seite und unter Umständen sogar wieder zurück.

Bildergalerie

So stattet ihr eure Waffe einfach mit den präferierten Skills aus. Allerdings ist der Waffen-Tree für jede Waffe gleich, es warten also keine Überraschungen, sobald ihr das vollständige Potenzial einer bestimmten Waffenart freigeschaltet habt. Doch durch die verschiedenen Elementtypen macht es dennoch Spaß, Sachen wie das ultimative Wasserschwert zu schmieden, um es gegen ein Feuer-Kemono einzusetzen.

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