Space Marine 2 im Test: Endlich das ultimative Spiel für Fans von Warhammer 40,000?
Test
Bei diesem Spektakel reibt sich selbst der Imperator die Äuglein: Space Marine 2 liefert satte Warhammer-Action mit tollen Kulissen und Koop-Modus. Doch reicht das wirklich auf Dauer? Im Test suchen wir nach Antworten.
Die Koop-Missionen selbst laufen nach dem gleichen Schema ab, das wir schon aus dem Singleplayer kennen. Auch hier hetzt ihr eigentlich nur von Arena zu Arena, mäht euch durch Gegnerhorden, drückt unterwegs mal einen Schalter oder räumt einen Weg frei. Durch die sechs unterschiedlichen Klassen kommt aber doch ein bisschen frischer Wind in die Action. Und da die Missionen allesamt gut gestaltet sind und eure Charaktere sogar mit Titus über Funk in Verbindung stehen, funktionieren sie als Ergänzung zur Hauptstory tatsächlich richtig gut.
Der Lohn für eure Mühen
Der größte Unterschied zum Singleplayer zeigt sich erst, wenn ihr so einen Koop-Einsatz abgeschlossen habt. Hier wartet nämlich doch eine ziemlich umfangreiche Charakterentwicklung: Ihr erhaltet Erfahrungspunkte, steigt im Level auf und dürft dann in einem Talentbaum neue Perks für jede Klasse freischalten, die euch passive Vorteile verpassen. Das erinnert auch auf den zweiten Blick schon verdächtig an das unterschätzte Darktide.
Quelle: PC Games
Auch eure Waffen sammeln Erfahrung und können so im Laufe der Zeit noch weiter verbessert werden. Das ist auch nötig, denn es gibt insgesamt vier Schwierigkeitsgrade für die Koop-Einsätze - und alle beginnen erst mal auf der niedrigsten Stufe. Erst wenn ihr mit einer Klasse Level 5 erreicht habt, seid ihr laut Spiel fit genug für den zweiten Schwierigkeitsgrad. Und weil das Aufleveln anfangs ganz schön lange dauert, müsst ihr schon einige Koop-Missionen grinden, bevor es wirklich weiter geht. Es stehen bislang allerdings nur sechs Einsätze zur Auswahl, und das heißt, so richtig viel Abwechslung wird da noch nicht geboten.
Neben Erfahrungspunkten erhaltet ihr für jede geschaffte Koop-Mission auch ein kosmetische Belohnungen und eine Währung, mit der ihr euch weitere Gestaltungselemente für eure Klassen freischaltet, zum Beispiel Rüstungsfarben und Symbole. So könnt ihr eure Spielfiguren nach und nach eurem Geschmack anpassen und euch einen Charakter nach eurem Geschmack erschaffen. Spielerische Vorteile bringen diese Freischaltungen allerdings nicht. Wer wirklich stärker werden will, muss zwingend die Waffen aufwerten - und das geht nur, indem ihr fleißig spielt.
PvP mit Fragezeichen
Kommen wir zum letzten großen Baustein von Space Marine 2: dem PvP, hier Ewiger Krieg genannt. Darin treten zwei Teams mit jeweils sechs Spielern gegeneinander an. Es gibt drei klassische Modi wie Deathmatch, Gebietsbesetzung und Eroberung, in denen sich Space Marines und Chaos Marines gegenseitig zu Kleinholz verarbeiten. Das schaute in den letzten Gameplay-Trailern (siehe oben) auch überraschend spaßig aus, doch leider haben wir während unseres Tests noch rein gar nichts davon gesehen: In unserer Spielzeit fanden sich einfach nie genug Spieler, um den Modus überhaupt auszuprobieren. Das werden wir aber so bald wie möglich nachholen - schon allein, weil es kaum vernünftige Mehrspieler-Action im Warhammer-40K-Universum gibt!
Ob der PvP als alleiniger Kaufgrund ausreicht, sei mal dahingestellt, doch wir finden: Mit einer Story-Kampagne, Koop-Missionen und einem PvP-Modus haben die Entwickler ein schönes Warhammer-Paket geschnürt, mit dem Action-Fans sicher ihren Spaß haben werden.
Bildergalerie
Ist euch das genug?
Wie lange die Freunde anhält, steht allerdings noch auf einem ganz anderen Blatt. Die Kampagne ist schon in 12 Stunden durchgespielt, hinzu kommen nochmal sechs Koop-Missionen und die drei PvP-Modi. Der Umfang ist also überschaubar, doch genau das könnte sich schon bald wieder ändern - die Entwickler haben bereits größere Content-Pläne angekündigt.
Schon im September sollen private PvE-Lobbys und eine Übungsarena ihren Weg ins Spiel finden. Später in diesem Jahr sind dann eine neue PvE-Mission, ein fünfter Schwierigkeitsgrad, eine zusätzliche Waffe und ein frischer Gegnertyp geplant. Für 2025 wurden außerdem weitere Missionen, PvE-Modi, ein Hordemodus und einiges mehr angekündigt - und ja, das alles sollt ihr als kostenloses Update bekommen!
Quelle: Focus Entertainment
Wer trotzdem gerne mehr Geld ausgeben will, kann sich aber auch einen Season Pass kaufen. Keine Sorge: Der bringt euch keinerlei spielerische Vorteile, sondern ausschließlich kosmetische DLCs, zum Beispiel neue Waffenskins und zusätzliche Rüstungselemente. Darauf kann man auch gut verzichten.
