Beim Imperator, in Space Marine 2 geht's zur Sache! Das Warhammer-Spektakel im Test

Test Felix Schütz
Beim Imperator, in Space Marine 2 geht's zur Sache! Das Warhammer-Spektakel im Test
Quelle: Focus Entertainment

Bei dieser Schlachtplatte reibt sich selbst der Imperator die Äuglein: Space Marine 2 liefert satte Warhammer-Action mit tollen Kulissen und Koop-Modus. Doch reicht das wirklich auf Dauer? Unser Test mit Video hat die Antworten.

Preiset den Imperator, lobet den Omnissiah und ölet auch ruhig schon mal das Kettenschwert! Die ewige Jagd auf Xenos, Ketzer und Heretiker ist wieder eröffnet, denn Space Marine 2 ist endlich da!

Das Actionspiel verspricht die ultimative Warhammer-40K-Erfahrung: Blutige Schlachten, dichte Story, Koop-Modus, PvP und Top-Grafik - damit hat es im Vorfeld schon mächtig hohe Erwartungen geweckt, allein auf Steam ist das Ding mittlerweile auf Platz 2 der meistgewünschten Spiele gelandet.

Die Fans haben also richtig Bock auf das Spiel - und wir natürlich auch. Wir haben Space Marine 2 für euch auf PC und PS5 durchgespielt und klären in unserem Test, was es alles auf dem Kasten hat, wo es sogar neue Maßstäbe setzen kann - und warum ihr eure Erwartungen trotzdem nicht zu weit hochschrauben solltet.

Update: Unseren Test zu Space Marine 2 gibt's jetzt auch als extra langes Video!

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Ein Spiel, drei Bausteine

Space Marine 2 besteht aus drei Komponenten, nämlich einer Story-Kampagne, mehreren Koop-Einsätzen und einem klassischen PvP-Modus, in dem ihr euch gegenseitig platt machen könnt.

Fangen wir mit der Kampagne an, denn die bildet das Herzstück des Spiels und holt dafür sogar einen alten Bekannten aus dem Ruhestand: Demetrian Titus, ein ehemaliger Captain und Erstgeborener der Ultramarines, der nun als frisch aufgewerteter Primaris sein Comeback feiert. Und ja, das ist tatsächlich der Held aus dem Vorgängerspiel von 2011, das damals noch von Relic Entertainment entwickelt wurde.

Moment, den 13 Jahre alten Vorgänger kennt ihr gar nicht? Da können wir euch beruhigen: Die Geschichte von Space Marine 2 beginnt 200 Jahre später und setzt auch nicht voraus, dass ihr den ersten Teil gespielt habt. Es gibt zwar schon ein paar deutliche Bezüge zum Vorgänger, aber da der ohnehin ziemlich simpel gestrickt war, kann man Teil 2 sicher auch als Quereinsteiger genießen. (Zur Not einfach in einer der unzähligen Fanseiten stöbern!)

Titus kehrt zu den Ultramarines zurück. Quelle: PC Games Etwas Hintergrundwissen zum gigantischen 40K-Universum schadet aber definitiv nicht, denn hier wird euch rein gar nix erklärt. Ein praktisches Glossar, mit dem man Quereinsteiger besser abgeholt hätte, fehlt zum Beispiel leider. Falls euch das Setting mit seinen unzähligen Begriffen und Eigenheiten also bislang überhaupt nix sagt, seid ihr am Ende vermutlich genau so schlau wie vorher.

Bildergalerie

Im Umkehrschluss freuen sich Kenner der Vorlage aber über jede Menge Fan-Service und eine detailverliebte Gestaltung, die wohl selbst den Imperator stolz gemacht hätte: Die düstere, vom endlosen Krieg gezeichnete Zukunft, in der Maschinengöttern gehuldigt und Space Marines wie Todesengel verehrt werden, wird hier mit all ihren hässlichen Facetten hervorragend eingefangen. Das haben andere Studios zwar auch schon ganz prima hinbekommen, trotzdem kann sich Saber Interactive hier wirklich auf die Schulter klopfen.

Space Marine 2 auf PC: So gut ist die Technik wirklich! (PC Games Hardware)

Licht und Schatten

Titus Rückkehr hat natürlich einen guten Grund: Die gefräßigen Tyraniden haben eine Angriffswelle auf mehrere Welten begonnen und ihr sollt die Viecher natürlich stoppen - und zwar mit aller Härte. Dass später auch die Chaos wieder in der Geschichte mitmischen, haben die Entwickler ja schon vor längerer Zeit über Trailer und Screenshots enthüllt - doch welche Rolle sie genau erfüllen, werden wir hier natürlich nicht verraten.

Die Chaos stellen sich euch wieder in den Weg. Ihr Fehler! Quelle: PC Games Nur so viel sei noch gesagt: Ja, die Story hat ein paar nette Aha-Momente, sie führt vielversprechende Charaktere ein und hat sogar die eine oder andere Überraschung auf Lager. Doch am Ende kratzt der Plot nur an der Oberfläche, vieles bleibt einfach zu oberflächlich und wird im Vorbeigehen abgehandelt. Vielleicht muss man dafür auch einfach glühender 40K-Fan sein, um das alles richtig zu würdigen - doch wir vermuten stark, dass die meisten Normalspieler nicht sonderlich viel daraus mitnehmen werden. Besonders in den letzten Kapiteln, wenn sich die Ereignisse überschlagen, beschlich uns eher das Gefühl, dass die Geschichte zwar auf dem Papier viele gute Ansätze mitbringt, aber einfach nicht genug daraus macht.

Titus und sein neues Team. Quelle: PC Games Allzu umfangreich ist der Plot übrigens auch nicht: In 10 bis 12 Stunden hat man die Kampagne auf normaler Schwierigkeitsstufe ziemlich problemlos durchgespielt.

Pfegeleichte Freunde

Dafür ist die Spielzeit aber ordentlich gefüllt, denn viel Leerlauf gibt es nicht. Da Titus immer zwei Begleiter bei sich hat, werden viele Dialoge zum Beispiel einfach unterwegs geführt, das Gameplay wird also kaum unterbrochen. Besondere Ereignisse bekommen dagegen klassische Cutscenes spendiert, davon sind einige sogar vorgerendert und sehen entsprechend gut aus - sowas ist heutzutage selten geworden, da hat Saber Interactive also ordentlich in die Hände gespuckt.

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